Beschreibung der Studie

Die Verfügbarkeit von psychotropen Wirkstoffen verändert und erweitert sich im Zeitlauf, besonders schnell in den vergangenen Jahren ab 2008. Neue Vermarktungsstrategien ermöglichen einen einfachen Zugang zu einem internationalen Angebot. Einige neue Stoffe unterliegen (noch) keinen gesetzlichen Regelungen. Produkte mit diesen Wirkstoffen können dadurch für unerfahrene Konsumenten harmlos erscheinen. Darüber hinaus begehen sie durch den Erwerb, Vertrieb und Konsum dieser vielerorts angepriesenen „legal highs“ keine strafbaren Handlungen. Untersuchungen zeigen, dass Produkte mit gleichem Namen nicht immer gleich zusammengesetzt sind; oft sind nicht alle Inhaltsstoffe der Produkte toxikologisch charakterisiert. Nach Konsum neuartiger Drogen können daher unerwartet psychische oder körperliche Wirkungen auftreten, die zu Inanspruchnahme von notfallmedizinischen Einrichtungen und Giftinformationszentren führen. Die toxikologische Risikobewertung und Therapieempfehlungen bleiben notwendigerweise allgemein, wenn Wirkstoffe nicht bekannt sind. Die Studie soll Daten sammeln im Hinblick auf Art (Namensgebung, Zusammensetzung) und Häufigkeit der aktuell verwendeten Produkte und Wirkstoffe, um das Wissen über neuartige Drogen und ihre Verbreitung zu verbessern („Toxikovigilanz“) und damit zukünftig eine gezieltere klinisch-toxikologische Risikobewertung und Behandlung zu ermöglichen.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Untersuchung ist, anhand der in den beteiligten Giftinformationszentren dokumentierten Expositionsfälle und der toxikologischen Analytik der Asservate sowie von Serum- und Urinproben herauszufinden, welche Produkte aktuell in den Giftinformationszentren nachgefragt werden und welche klinischen Symptome von den konsumierten Produkten und identifizierten Wirkstoffen ausgelöst werden.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Giftinformationszentrum Nord der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle den teilnehmenden Giftinformationszentren mitgeteilten humanen Expositionsfälle mit Wirkstoffen, die in der Absicht aufgenommen wurden, eine nicht medizinisch indizierte psychotrope Wirkung zu erzielen.
  • Alle Asservate.

Ausschlusskriterien

  • Exposition ausschließlich mit Cannabis, Cocain, Diamorphin (Heroin), Amfetamin oder Ethanol
  • Mischexpositionen, bei denen die klinischen Wirkungen nach Einschätzung der Beratenden mit hoher Wahrscheinlichkeit überwiegend durch Cannabis, Cocain, Diamorphin (Heroin), Amfetamin oder Ethanol verursacht werden

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Vergiftungen-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Prospektive, deskriptive Studie, welche die Daten von Beratungs- und Nachbeoachtungsprotokollen nach telefonischer Beratung von behandelnden Ärzten analysiert. Prospektive Sammlung von Daten, die anhand der toxikologischen Analytik von Asservaten sowie Serum- und Urinproben gewonnen werden.

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