Beschreibung der Studie

Die Studie untersucht die Erfahrungsstruktur des Handlungsraums bei Personen mit einer Schizophrenie aus erstpersonaler Perspektive. Es werden Interviews zur Erfahrung der Betreffenden beim Durchführen von kleinen Projekten bzw. Alltagsaufgaben geführt. Die Interviews werden aufgezeichnet und qualitativ ausgewertet. Teilnehmer sind weitgehend genesene Personen mit einer diagnostizierten Schizophrenie. Genesen bedeutet: selbständiges Wohnen ggf. mit Unterstützung, sinnvolle Tagesbeschäftigung ggf. im beschützten Bereich, bestehender Kontakte mit Freunden und/oder Famillie. Die Studie will die Erfahrung der Betreffenden kennenlernen und die Struktur des erfahrenen Handlungsraum möglichst genau und feinkörnig untersuchen und aus erstpersonaler Perspektive beschreiben.

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Studiendetails

Studienziel Ausreichend detaillierte Beschreibung der Erfahrung des Handlungsraums, in dem Alltagsaufgaben bzw. die definierte testpsychologische Aufgabe durchgeführt werden, so dass die Erfahrung in einen Zusammenhang mit bestehenden Psychopathologie (z.B. hinsichtlich bestehender Selbststörungen) gesetzt werden können.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 6
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Charité Campus Charité Mitte

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen können werden Personen, die die u.g. Kriterien erfüllen, in der Psychiatrischen Institutsambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig
  • Krankenhaus in regelmäßiger Behandlung sind und die selbst einwilligungsfähig und geschäftsfähig sind. Besteht ein
  • gesetzliches Betreuungsverhältnis, wird darüber hinaus der gesetzliche Betreuer informiert und dessen Einverständnis eingeholt.
  • Klinisch durch den Behandler bereits gesicherte Diagnose einer Schizophrenie (excl. schizoaffektive Störungen; n. ICD-10 F20.0-6, F20.8-9), sonst Ausschluss.
  • Klinische Beurteilung des Verlaufsstadiums durch den Behandler: postakutes Stadium oder besser: Mögliche Beurteilungsdimensionen (Einschluss bei mindestens mittlerer
  • Dimension, sonst Ausschluss):
  • Präsenz produktiver Symptomatik: remittiert / postakut / akut
  • Behandlungserfolg: Remission / Response / Non-Responder
  • Krankheitseinsicht: völlig / weitgehend vorhanden / gering bzw. ohne
  • Klinische Beurteilung des Ausmaßes selbstbestimmter Lebensführung durch den Behandler (vgl. Davidson et al.
  • :
  • Mögliche Beurteilungsdimensionen (Einschluss bei mindestens im Schnitt mittlere Dimension, sonst Ausschluss):
  • Wohnunterkunft: Eigene Wohnung (inkl. betreutes Einzelwohnen) bzw. Wohnen mit Familie / Wohngemeinschaft (inkl. therapeutische WG) / Wohnheim
  • sinnvolle tägliche Beschäftigung: tägliche Arbeit (auch beschützte Arbeitstätigkeit in WfB) / mind zweimal wöchentliche Tätigkeit (inkl. Arbeitstherapie, Ergotherapie) / keine außerhäusige Beschäftigung
  • Kontakt mit Familie: lebt mit Primärfamilie / mind. einmal wöchentlicher Kontakt (inkl. Telefonkontakt) / seltener bzw. kein Kontakt
  • Kontakt mit Gleichaltrigen bzw. Gleichgesinnten: mind. fünfmal wöchentlicher Kontakt (inkl. therapeutische Peergruppe) / mind. zweimal wöchentlicher Kontakt (inkl.
  • therapeutischer Peergruppe) / seltener bzw. kein Kontakt
  • Erfüllte Kriterien der Remission bei Schizophrenie nach PANSS. Einschluss bei einer remissionstypischen Ausprägung von acht spezifischen Symptomgruppen (Ausprägung „mild“ oder weniger; Andreasen et al. 2005), sonst Ausschluss.

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

PUK der Charité im St. Hedwig Krankenhaus, Berlin

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Häufig gestellte Fragen

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Das Projekt untersucht die Erfahrungsstruktur des Handlungsraums im Zusammenhang mit vom Betreffenden anvisierten und durchgeführten Projekten (bekannte Alltagsaufgaben sowie eine definierte testpsychologische Aufgabe, hier: Turm von Hanoi) bei Personen mit einer Schizophrenie. Es werden ausschließlich Personen eingeschlossen, die in den letzten 6-12 Monaten ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führten (eigene Wohnunterkunft, sinnvolle Tagesstruktur bzw. Beschäftigung, Eingebunden in Familie und anderweitige Gemeinschaften), d.h. in ihrem gewohnten Alltag ihre Aufgaben ("Projekte") erwiesenermaßen hinreichend gut verfolgen können. Außerdem müssen die Probanden eine gut etablierte ambulante Behandlung in einer multiprofessionellen Ambulanz aufweisen (idealerweise eine Psychiatrische Institutsambulanz). Ziel dieser Pilotstudie ist es, vertiefte Erkenntnisse über die individuellen Erfahrungen des Verfolgens von bekannten (alltäglichen) und neuen (hier: Turm von Hanoi) Projektvorhaben im Zusammenhang mit krankheitsbedingten Veränderungen des erfahrenen Handlungsraums zu gewinnen, gerade auch, wenn sie abseits bereits etablierter psychopathologischer Kennzeichen stehen. Dabei gilt es feinkörnige Beschreibungen solcher Veränderungen zu gewinnen, die im Gespräch bzw. reflexiv vom Betreffenden erkennbar sind und in einen Zusammenhang mit psychopathologischen objektivierbaren Einschränkungen des Arbeitsgedächtnisses und der Auswahl, Planung und Durchführung von Projekten gesetzt werden können. Auf dieser Grundlage kann die Behandlung und Beratung hinsichtlich der Auswahl, Vorbereitung (Planung) und Umsetzung von Projektvorhaben im Alltag angemessener und spezifischer gestaltet und den Gesundungsbedürfnissen der Betroffenen gerecht werden. Das Projekt zielt insofern vor dem Hintergrund des Recovery-Ansatzes auf die Untersuchung der Alltagsgestaltung und Lebensführung bei den Patienten sowie in Kenntnis aktueller neurowissenschaftlicher Modelle auf das Gewinnen feinkörniger Beschreibungen der Strukturmerkmale des Handlungsraums, wie er sich präreflexiv dem Betreffenden eröffnet. Das Design beruht auf der Kombination von skalenbasierten und qualitativen Methoden: Mit diagnostischen Verfahren (ICD, PANSS, EASE) wird eine geeignete Stichprobe gezogen. Die nachfolgenden Patienteninterviews (z.T. im Anschluss an die testpsychologische Aufgabe), werden mit qualitativen Methoden ausgewertet (Phänomenologisch-psychopathologische Methode; ggf. „Grounded-Theory“, MAXQDA-Textanalyse).

Quelle

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