Beschreibung der Studie

Diese Studie dient dazu bewusste Selbstkontrolle über eine bestimmte Region im Gehirn, den dorsolateralen präfrontalen Kortex zu erlernen. Der präfrontale Kortex spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation von Emotionen. Es wird erforscht, inwieweit eine bewusste Selbstkontrolle dieser Gehirnregion emotionale Reaktionen auf Bilder mit emotional belastendem Inhalt beeinflusst. Langfristig könnte eine bewusste Selbstkontrolle emotionale Reaktionen bei Patienten mit posttraumatisch, sprich in Folge eines Traumas bzw. einer physischen oder psychischen Verletzung, auftretenden Belastungen abmildern. Um Selbstkontrolle über die Gehirnregion zu erlernen, wird ein sogenanntes Neurofeedback-Training im Kernspintomographen durchgeführt. Vor dem eigentlichen Training werden Probanden eine Strategie zur erfolgreichen Emotionsregulation erlernen, die „kognitive Umbewertung“. Mittels der Strategie werden Probanden lernen, Bilder so zu bewerten, dass die emotionale Reaktion reduziert wird. Das eigentliche Neurofeedback-Training wird an einem separaten Termin stattfinden. Probanden werden negative Bilder mit emotional belastendem Inhalt sehen und werden gefragt die zuvor erlernte Strategie der „kognitiven Umbewertung“ anzuwenden. Dabei wird die Hirnaktivität des Probanden kontinuierlich gemessen und ihm zurückgemeldet. Das Ziel ist es mittels der erlernten Strategie die Gehirnaktivität zu erhöhen.

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Studiendetails

Studienziel Mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (FMRT) ermittelte Aktivität der Amygdala und des DLPFC (dorsolateralen präfrontalen Kortex) auf aversive Bilder während kognitiver Umbewertung mit versus ohne Neurofeedback bei Patienten mit PTSD (Posttraumatischer Belastungsstörung) im Gegensatz zu Gesunden
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, RWTH Aachen University

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung nach ICD-10 (F43.1) sowie gesunde Probanden ohne psychiatrische Störung.
  • Einschlusskriterien für alle Versuchspersonen:
  • Alter: 18 - 75 Jahre
  • Gute Kenntnisse der deutschen Sprache
  • Rechtshänder (Edinburgh-Händigkeits-Inventar, Kriterium: mind. 8 von 10 Items; Oldfield, 1971)

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien für alle Versuchspersonen:
  • Schwangerschaft oder Stillzeit,
  • Traumatische Hirnverletzungen,
  • Neurologische oder akute somatische Erkrankungen,
  • bekannte internistische, wie z.B. metabolische, endokrine oder kardiale Störungen,
  • Kontraindikationen - auch relative - gegen MR-Untersuchungen wie magnetische Metallimplantate (auch intrauterine Spirale),
  • großflächige Tätowierungen oder Klaustrophobie,
  • nicht vorhandene oder eingeschränkte Zustimmungsfähigkeit des Probanden/Patienten
  • jegliche Substanzabhängigkeit
  • schwere affektive Störungen
  • multiple Traumatisierung seit der Kindheit/Jugend

Adressen und Kontakt

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Aachen

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel der vorliegenden Studie ist es, mittels fMRT-Neurofeedback zu untersuchen, ob Patienten mit Posttraumatischer Belastungsstörung (PTSD) lernen können, ihre Gehirnaktivität im dorsolateralen präfrontalen Kortex (DLPFC) selbst zu regulieren. Der DLPFC spielt bei der Emotionsregulation eine entscheidende Rolle, da er Hirnstrukturen, die für die Emotionsverarbeitung verantwortlich sind, wie z.B. die Amygdala, moduliert. Die Funktion des DLPFC ist bei Patienten mit PTSD gestört. Das wird insbesondere durch eine erhöhte Emotionssensitivität sichtbar. In der vorliegenden Studie sollen Patienten mit Hilfe von Neurofeedback lernen, die Aktivierung im DLPFC zu kontrollieren. Alle Teilnehmer erhalten dazu über ein Brain-Computer Interface (BCI) während einer funktionellen MRT-Untersuchung Feedback über ihre aktuelle Aktivierung im DLPFC und sollen versuchen, diese mit Hilfe einer zuvor besprochenen Strategie, der kognitiven Umbewertung (cognitive reappraisal), zu erhöhen. Die Strategie der kognitiven Umbewertung beinhaltet beispielsweise die Reinterpretation der Bedeutung eines Bildes, so dass die emotionale Reaktion reduziert wird. Durch das Neurofeedback-Training soll eine effektivere Inhibition der Amygdala und verwandter Strukturen durch den DLPFC und folglich eine verbesserte Emotionsregulation ermöglicht werden. Dies sollte auf der Verhaltensebene mit einer Reduktion erlebter negativer Emotionen korrelieren. Für diese Studie wird eine Gruppe von 30 Patienten mit Posttraumatischer Belastungsstörung (F43.1 nach dem ICD-10) mit chronischer Ausprägung rekrutiert. Als Vergleichsgruppe dienen gesunde Probanden.

Quelle

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