Beschreibung der Studie

Das Auftreten von Intrusionen (Wiedererinnerungen), das Erleben dissoziativer Zustände (Unwirklichkeitserleben) und eine reduzierte Schmerzsensitivität sind unter Anderem kennzeichnend für eine Posttraumatische Belastungsstörung. Die aktuelle Studie hat zum Ziel, zu untersuchen, ob solche Symptome auch für Frauen zutreffen, die vor ihrem 18. Lebensjahr körperlichen oder sexuellen Missbrauch erlebt haben, aber in Folge dessen keine Posttraumatische Belastungsstörung entwickelt haben. Das Augenmerk der Studie liegt auf der Untersuchung und dem Vergleich von Patientinnen mit Posttraumatischer Belastungsstörung, gesunden Frauen mit den oben genannten Erfahrungen, sowie gesunden Frauen ohne traumatische Erfahrungen hinsichtlich der Ausprägung dieser Symptome. Im Rahmen einer 20-minütigen Untersuchung sollen die Probandinnen unter Ablenkung Kopfrechenaufgaben bearbeiten. Zu drei Zeitpunkten wird zusätzlich ein 30-sekündiger Schmerzreiz mit einer Temperatur von 46°C verabreicht. Die experimentelle Untersuchung soll für den Aam 1 (PTBS Patienten zu einem zweiten Zeitpunkt (nach einer einjährigen Traumatherapie) noch einmal durchgeführt werden, um zu schauen, ob und wie sich die Ausprägung der oben genannten Symptome verändert haben. Zusätzlich zu dieser experimentellen Untersuchung wird ein ca. 90-minütiges diagnostisches Interview geführt sowie diverse Fragebögen ausgegeben, um die Gesundheit und die Lebensqualität der Probandinnen zu erfassen.

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Studiendetails

Studienziel Experimentelle Untersuchung: einmalige Messung aller Probandinnen in der oben beschriebenen Studie bzw. zweimalige Messung des Arm 1(v.a. hinsichtlich der Dissoziationsneigungen, des Intrusionserleben und der Schmerzwahrnehmung). Der Zeitraum der Erhebung wird voraussichtlich bis Januar 2016 andauern. Der zweite Erhebungszeitraum des Arm 1 beginnt im Juli 2016 und wird bis voraussichtlich Juli 2017 andauern. Fragebögen: einmaliges Ausfüllen vor Beginn der Untersuchung zum Zeitpunkt des diagnostischen Interviews in den Bereichen: Lebenszufriedenheit: -WHOQOL-BREF (Skevington et al., 2003) - SF-36 (Ware & Sherbourne, 1992 ) - EQ-5D (EuroQol-Group, 1987) Dissoziationsneigung -FDS (Spitzer et al., 2004)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 140
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Gruppe 1: weiblich; zwischen 18 und 65 Jahre alt; erkrankt an einer Posttraumatische Belastungsstörung nach körperlichem oder sexuellem Missbrauch vor der dem 18. Lebensjahr (sexueller oder körperlicher Missbrauch muss Index-Trauma sein); 3 Kriterien einer Borderline Persönlichkeitsstörung (inklusive Kriterium 6: Affektive Instabilität).
  • Gruppe 2: weiblich; zwischen 18 und 65 Jahre alt; Körperlicher oder sexueller Missbrauch vor dem 18. Lebensjahr.
  • Gruppe 3: weiblich; zwischen 18 und 65 Jahre alt.

Ausschlusskriterien

  • Gruppe 1: Diagnose einer Schizophrenie oder Bipolar I Störung; mentale Retardierung; schwere Psychopathologie, die sofort behandelt werden muss (z.B. BMI< 16); Suizidversuch in den letzten zwei Monaten.
  • Gruppe 2: Diagnose einer Achse-I Störung; Diagnose einer Borderline Persönlichkeitsstörung; Einnahme von Psychopharmaka.
  • Gruppe 3: Diagnose einer Achse-I Störung; Diagnose einer Borderline Persönlichkeitsstörung; Einnahme von Psychopharmaka; Erlebens einer traumatischen Erfahrung; jemals in Psychotherapie gewesen.

Adressen und Kontakt

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

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Das Auftreten von Intrusionen, das Erleben dissoziativer Zuständen und eine reduzierte Schmerzsensitivität sind unter Anderem kennzeichnend für eine Posttraumatische Belastungsstörung (Geuze et al., 2007; Michael et al., 2004; Bremner et al.,1992; Pitman et al., 1990). Die aktuelle Studie hat zum Ziel, zu untersuchen, ob solche Symptome auch für sogenannte Trauma Kontrollen zutreffen, also Frauen, die vor ihrem 18. Lebensjahr körperlichen oder sexuellen Missbrauch erlebt haben, aber in Folge dessen keine Posttraumatische Belastungsstörung entwickelt haben. Das Augenmerk der Studie liegt auf der Untersuchung und dem Vergleich von Patientinnen mit Posttraumatischer Belastungsstörung, Trauma Kontrollen mit den oben genannten Erfahrungen, sowie healthy controls hinsichtlich ihrer Psychopathologie. Im Rahmen einer experimentellen Untersuchung werden die psychosozialen und neuronalen Folgen von interpersoneller Gewalt in der Kindheit bei Erwachsenen untersucht. In einer 20-minütigen Untersuchung sollen die Probandinnen unter Ablenkung Kopfrechenaufgaben (Mannheimer Multikomponenten Stress Test, Kolotylova, 2010) bearbeiten. Zu drei Zeitpunkten wird zusätzlich ein 30-sekündiger Schmerzreiz mit einer Temperatur von 46°C appliziert. Zusätzlich zu dieser experimentellen Untersuchung wird ein ca. 90-minütiges diagnostisches Interview geführt sowie diverse Fragebögen ausgegeben, um die Gesundheit und die Lebensqualität der Probandinnen zu erfassen.

Quelle

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