Beschreibung der Studie

In diesem Projekt geht es darum, ein neues nicht-invasives Elektrostimulationsverfahren zu erproben. Wir erhoffen uns davon Patienten, die unter Aufmerksamkeitseinschränkungen als Folge eines Schädelhirntraumas leiden, mit dieser neuartigen Therapie erfolgreich zu behandeln. Es werden zwei Probandengruppen unterschieden: Die Probanden der Gruppe 1 werden mit Wechselstromimpulsen stimuliert über eine Gesamtdauer von 20 Minuten pro Sitzung. Die Probanden der Gruppe 2 erhalten eine Scheinapplikation von Wechselstromimpulsen (Placebo).

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Studiendetails

Studienziel Ziel ist die Verbesserung der Aufmerksamkeitsfunktion. Die Überprüfung dieses Ziels wird jeweils vor und nach der Stimulationsperiode umfassend neuropsychologisch untersucht. Stimulation, Training und Erfassung der psychometrischen Daten erfolgen immer am Vormittag und für den einzelnen Probanden zur gleichen Zeit. Die Erfassung der Zielgrößen wird standardisiert unter Verwendung computergestützter Diagnoseverfahren zur Beurteilung von Aufmerksamkeitsstörungen vorgenommen (Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP), ZIMMERMANN & FIMM, 2009, Version 2.2. Verwendet werden die Untertests „Alertness“; „Daueraufmerksamkeit“ und „Geteilte Aufmerksamkeit“
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen werden männliche und weibliche Unfallverletzte nach einem durch eine MRT-Untersuchung nachgewiesenen substantiellen oder diffus-axonalen Schädelhirntrauma frühestens 1 Monat nach Hirnschädigung. Das Alter der Patienten ist 18-60 Jahre.

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien sind elektrische oder elektronische Implantate, metallische Artefakte am Kopf (mit Ausnahme dentaler metallischer Artefakte wie Zahnimplantate, Brücken, Kronen), schwere und schwerste organische Psychosyndrome, epileptische Anfälle, Probanden mit ausgeprägten Seh- und Hörstörungen sowie anderweitigen körperlichen und kognitiven Störungen, die Einfluss auf die Untersuchungsergebnisse nehmen können (z.B. Hemiparesen; Neglect) und die Notwendigkeit einer Behandlung mit hochpotenten Neuroleptika. Abbruchkriterien sind das Auftreten nicht tolerierbarer Beschwerden infolge der Hirnstimulation, Sekundärkomplikationen der primären Hirnschädigung (z.B. Hydrozephalus; epileptische Anfälle) oder anderweitige ernsthafter Erkrankungen mit potentiellen Auswirkungen auf die kognitiv-mnestische Leistungsfähigkeit (z.B. Depression; Psychosen).

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel des geplanten Forschungsvorhabens ist die systematische Untersuchung der Beeinflussung von Aufmerksamkeitsstörungen nach traumatischer Hirnschädigung durch wiederholte, nicht-invasive elektrische Stimulation. Neben der unmittelbaren Wirkung auf die verschiedenen Aufmerksamkeitsfunktionen und die Augmentation anderer rehabilitativer Maßnahmen sind insbesondere Langzeiteffekte der Behandlung von besonderem Interesse. Zielgruppe sind die Unfallverletzten mit traumatischer Hirnschädigung im Bereich der Gesetzlichen Unfallversicherung. In einer prospektiven und randomisierten Pilotstudie am Unfallkrankenhaus Hamburg und an der Universität Magdeburg soll zunächst das primäre Zielkriterium (Verbesserung der Aufmerksamkeitsfunktion) geprüft werden. Bei positivem Untersuchungsausgang ist unter Einbeziehung der neurorehabilitativ tätigen BG-Kliniken eine Multicenterstudie vorgesehen.

Quelle

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