Beschreibung der Studie

In der BAIDIA I Erhebung konnte gezeigt werden, dass zwischen Hausärzten, MFA und Pflegepersonal erhebliche wechselseitige Informationsdefizite im Hinblick auf Therapieziele, Therapieanordnungen (z.B. Insulinschemata und -dosisanpassung), Therapieverlaufskontrolle, Berichtsintervalle und Indikationen für wechselseitigen Informationsaustausch und Hausbesuche bestehen. Es besteht daher großer Bedarf an einem Format zum systematischen verständnissichernden Informationsaustausch und zur Absicherung von Therapiezielen bzw. Handlungsermächtigung. Ein solches Format für standardisierten Informationsaustausch könnte (bei positiver Evaluation und breiterer Implementierung) zukünftig einen vergütungsrelevanten Indikator für Strukturqualität in selektiven oder kollektiven Versorgungsverträgen zwischen Ärzten, Pflegenden und Krankenkassen darstellen. Daher fokussiert die Pilot-Studie BAIDIA II nicht nur auf klinisch relevante Endpunkte des Diabetes, sondern auf die Verbesserung der tatsächlichen Versorgungsrealität älterer Typ-2-Diabetiker, den interprofessionellen Umgang mit Therapieoptionen und hinsichtlich der Intervention auf den kommunikativen Übergang von Therapiesteuerung (Arzt) zur durchgeführten Therapie und deren möglichen Komplikationen (Pflege).

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Studiendetails

Studienziel Anzahl berichteter Blutzucker-Entgleisungen (< 4 oder > 20 mmol/l [< 72 oder > 360 mg/dl]) von Pflegepersonal an Hausarzt zu den Beobachtungszeitpunkten 3 + 6 Monaten nach Intervention (t1 + t2).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt
Weitere Informationen Studienwebseite

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Einschlusskriterien

  • Alter >65 Jahre / Insulinpflichtiger Diabetes mellitus Typ 1 und 2 (jede Form eines Insulinregimes mit mindestens einmal je Woche Blutzucker-Kontrollen) / In Betreuung durch Hausärzte und professionelle Pflegekräfte (ambulant/stationär)

Ausschlusskriterien

  • Alter ≤ 65 Jahre / Diabetes mellitus ohne Insulintherapie oder mit weniger als einmal je Woche Blutzucker-Kontrollen / Betreuung des Insulinregimes durch nicht-professionelle Personen (z.B. Angehörige) / Infauste Grunderkrankung mit einer Lebenserwartung < 6 Monaten / Kontaminationsgefahr durch übereinstimmende Identität der professionell Pflegenden (-dienste/-heime) in Interventions- und Kontrollgruppe / Ablehnung der Weitergabe von Sekundärdaten durch den Prüfarzt

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Die Prävalenz des Diabetes mellitus steigt in der Altersgruppe > 70 Jahren auf 20 Prozent bei einem demographiebedingt zunehmenden Anteil geriatrischer Patienten in der allgemeinmedizinischen Versorgung. Während bei nicht-geriatrischen Patienten eine intensivere und komplexere Diabetes-Therapie günstigere Morbiditätverläufe gegenüber einer konventionellen Therapie bietet, wird eine intensivierte Diabetes-Therapie bei geriatrischen Patienten als häufiger komplikationsbehaftet und seit der ACCORD-Studie mehr und mehr zurückhaltend bewertet. Mit der Diskussion um eine angemessene Diabetes-Therapie bei geriatrischen Patienten rückt auch die Frage, wie die Anforderun-gen an eigenverantwortliche Mitarbeit von dieser Patientengruppe umgesetzt werden können in den Vordergrund. Denn die Insulinanwendung und der tägliche Umgang mit der Krankheit (Diät, Essabstände etc.) wird meist nicht allein durch Patienten selbst, sondern mit Unterstützung durch pflegende Personen aus dem familiären Umfeld oder professionelle Pflegefachkräfte gewährleistet. Leitlinien zur Diagnostik und Therapie des Diabetes können zumindest nicht vorbehaltlos auf das hier betrachtete geriatrische Klientel übertragen werden und bedürfen der Übersetzung in individualisierte Handlungsempfehlungen für Patienten und ihre (mit-)pflegenden Angehörigen bzw. Pflegefachkräfte. In der BAIDIA I-Studie wurden im Rahmen von Interviews mit Hausärzten, de-ren medizinischen Fachangestellten und professionellen Pflegefachkräften erhebliche Koordinations- und Informationsbedarfe zwischen den beteiligten Berufsgruppen aufgedeckt. Insbesondere wünschten Pflegefachkräfte eine alltagsgerechte Anordnung zur Insulintherapie mit Angaben zur messwertabhängigen Dosiskorrektur und Hausärzte sich eine zeitnahe Information zu Zuckerentgleisungen und Pflege- bzw. Versorgungsproblemen. Daher fokussiert die hier beantragte Anschluss-Studie BAIDIA II auf die Verbesserung der Versorgungsrealität älterer Typ-2-Diabetiker durch Einführung eines standardisierten fax-basierten Kommunikationsformates zwischen Pflegefachkräften und Hausärzten.

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