Beschreibung der Studie

Folat (Vitamin B9) ist eines der wichtigsten Vitamine, das an der normalen zellulären Funktion, am Wachstum und Entwicklung beteiligt ist. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), wie Morbus Crohn (MC), haben einen Krankheitsverlauf, der durch ständig wiederkehrende schubförmige Rückfälle gekennzeichnet ist. Ein Folatmangel tritt in 40 % der CED-Patienten auf. Der Folatmangel könnte direkt mit dem Ausmaß der Schädigung der Schleimhaut, der Einnahme von Medikamenten oder vererbaren Merkmalen in Zusammenhang stehen. Studien an gesunden Probanden zeigten, dass die Bakterien im Darm (=Mikrobiota) den Folatbedarf des Menschen ergänzt. Unsere Haupthypothese ist, dass der Folatmangel im Blut von Patienten mit MC und entzündlichen Veränderungen im Bereich des terminalen Ileums aus einem veränderten Folatstoffwechsel im Magen-Darm-Trakt resultiert, der auf Veränderungen in der Bakterienzusammensetzung im Darm beruht. Mit dieser Studie soll die Frage beantwortet werden, ob der Folatmangel im Blut von Patienten mit MC und Befalls des terminalen Ileums aus einem veränderten Folatstoffwechsel im Magen-Darm-Trakt resultiert, der auf Veränderungen in der Bakterienzusammensetzung im Darm beruht. Außerdem werden wir untersuchen, ob ein veränderter Folatstoffwechsel zur Störung der Bakterienzusammensetzung im Darm und zu einer verstärkten Entzündung im Ileum von MC-Patienten beiträgt. Um diese Fragen zu beantworten, sind umfangreiche und aufwendige Analysen von Blut- und Stuhlproben notwendig. Außerdem werden wir mit Hilfe eines Ernährungsfragebogens die Aufnahme von Folat mit der Nahrung abschätzen.

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Studiendetails

Studienziel - Unterschiede im Spektrum und in der Konzentration von Folaten in Stuhlproben von Morbus Crohn-Patienten mit hohem und niedrigem Serumfolatstatus
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Morbus Crohn Patienten mit Befall des terminalen Ileums

Ausschlusskriterien

  • Andere Darmerkrankung
  • Hoher Alkoholkonsum (21 Alkohol Portionen/Woche)
  • Blutverdünnende Medikamente
  • Hochdosierte Steroide (>60 mg/Tag)
  • Schwangerschaft/Stillzeit

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Berlin

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Häufig gestellte Fragen

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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) haben einen Krankheitsverlauf, der durch eine ständige Bedrohung durch wiederkehrende schubförmige Rückfälle gekennzeichnet ist. CEDs haben zeitgleich mit der sozialen Entwicklung der Menschheit dramatisch zugenommen. Obwohl genetische Prädisposition in CED-Patienten eindeutig nachgewiesen wurde, gibt es noch weitere zur CED-Pathogenese beitragende Faktoren. Mikrobielle Dysbiose ist ein Indikator in CED-Patienten. Folat ist eines der wichtigsten Vitamine, das an der normalen zellulären Funktion, am Wachstum und Entwicklung beteiligt ist. Subklinische Folsäuremangel tritt in 40% der CED-Patienten auf. Folsäuremangel könnte direkt mit dem Ausmaß der Schädigung der Schleimhaut durch unzureichende Zufuhr von Folaten, der Einnahme von Medikamenten oder genetischen Anomalien im Zusammenhang stehen. Obwohl sich Indizien häufen, dass bakteriell abgeleitete Folate den Folatstatus des Wirtes beeinflussen könnten, blieb ihre Produktion im Darm bisher weitgehend unbeachtet. Unsere Hypothese ist, dass sich Serumfolsäuremangel in Ileum-MC-Patienten in einem veränderten Folatstoffwechsel im Magen-Darm-Trakt aufgrund eines Wirt- und/oder Magen-Darm-Mikroflorakomponente widerspiegelt. Darüber hinaus stellen wir die Hypothese auf, dass die veränderten Folatstoffwechsel zur mikrobiellen Dysbiose und zu erhöhten Entzündungen in Ileum-MC-Patienten beitragen. Mit dem vorliegenden Projekt wählen wir einen Top-Down-Ansatz, um zunächst sowohl die Anzahl als auch die verschiedenen Formen der fäkalen Folatprovitamine von Ileal-MC-Patienten mit unterschiedlichen Serumfolatstatus zu bestimmen und um die Zusammensetzung der Microbiota zu charakterisieren. Die Ergebnisse werden zu einem besseren Verständnis der Rolle von bakteriell synthetisierten Folaten führen und werden die Entwicklung von Strategien erleichtern, die Darmflora so zu verändern, dass eine Verbesserung des Folatstatus sich einstellt, um Entzündungen des Hosts zu verhindern bzw. zu unterdrücken

Quelle

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