Beschreibung der Studie

PatientInnen, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, werden im Falle einer Kopfverletzung im Rahmen der Erstuntersuchung laut internationalen Behandlungsrichtlinien einer Computertomografie unterzogen um eine Hirnblutung auszuschließen. Im Anschluss erfolgt die stationäre Aufnahme zur Überwachung und - bei Bedarf - eine Wiederholung der Computertomografie im regelmäßigen Intervall. Ergebnisse der Studien vergangener Jahre haben gezeigt, dass die Hemmung der Funktion der Blutplättchen selbst bei kooperativen PatientInnen unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Die Wirkung dieser Medikamente wird in den Standardlabortests nicht erfasst und bedarf einer gesonderten Untersuchung (z.B. mittels Multiplate). Ziel der Studie ist es, einen möglichen Zusammenhang zwischen der im Multiplate und Thrombomir gemessenen Funktion der Blutplättchen und des Auftretens bzw. der Größenzunahme von Hirnblutungen bei PatientInnen mit Kopfverletzungen und Blutplättchen-hemmender Medikation nachzuweisen.

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Studiendetails

Studienziel Korrelation der Inzidenz bzw. Progression intrakranialer Blutung unter Plättchenhemmung mit verminderter Thrombozytenfunktion im Multiplate und thrombomiR Test
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 160
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Medizinische Universität Wien

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • positive Medikamentenanamnese bzgl. Acetylsalicylsäure (T-Ass); klinischer Hinweis auf Schädelhirntrauma (GCS 4-14)

Ausschlusskriterien

  • Thrombozytenzahl <100G/l, Lebenserwartung <12 Stunden, chirugische Intervention, Einnahme anderer Thrombozytenaggregationshemmer

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Wien

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Häufig gestellte Fragen

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Die Therapie mit Thrombozytenaggregationshemmern verbessert die Prognose von PatientInnen mit akutem Koronarsyndrom und wird in der Prävention der Stentthrombose nach PTCA empfohlen. Zudem hat diese Therapie einen Stellenwert in der Prävention eines Insults nach stattgehabter transischämischen Attacke (TIA). In Anbetracht des zunehmend alternden Patientenkollektivs trifft man im Bereich der Traumaversorgung immer häufiger auf PatientInnen, die eine thrombozytenaggregationshemmende Medikation erhalten. Im Falle eines suspizierten Schädelhirntraumas werden sie im Rahmen der Erstuntersuchung laut internationalen Guidelines einer Computertomografie unterzogen um eine intrakranielle Blutung auszuschließen. Im Anschluss erfolgt die stationäre Aufnahme zur Observanz und - bei Bedarf - eine Wiederholung der CCT im regelmäßigen Intervall. Ergebnisse der Studien vergangener Jahre haben gezeigt, dass die Hemmung der Thrombozytenaggregation unter Plättchenhemmung selbst bei complianten PatientInnen unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Die Wirkung dieser Medikamente wird in den Standardlabortests nicht erfasst und bedarf einer gesonderten Untersuchung (z.B. mittels Multiplate). Der thrombomiR Test bestimmt den Anteil der bei Plättchenaktivierung ausgeschütteteten microRNA im Vollblut. Rezente in vitro Daten bestätigen die Validität des Tests; klinische Daten fehlen bisher. Ziel der Studie ist es, einen möglichen Zusammenhang zwischen der im Multiplate und thrombomiR gemessenen Thrombozytenfunktion und der Inzidenz bzw. Progression intrakranieller Blutungen bei PatientInnen mit Schädelhirntrauma und dualer Plättchenhemmung nachzuweisen. Bzgl der ergänzenden thrombomir Messung wurde am 9.1.2017 ein Amendment bei der zuständigen Ethikkommission eingereicht befuerwortet. Folgende Parameter wurden geändert: geplante Anzahl der Pruefungsteilnehmer, Blutvolumen bei Abnahme, die statistische Auswertung wurde angepasst

Quelle

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