Beschreibung der Studie

Mit der steigenden Zahl von demenzkranken älteren Menschen nimmt auch die Zahl der älteren Krankenhauspatienten mit Demenz stetig zu. Welchen Anteil die Demenzkranken an den Patienten haben, lässt sich mangels repräsentativer Studien nicht genau beziffern. Empirische Untersuchungen kommen zu stark divergierenden und damit für die Versorgungsplanung wertlosen Schätzungen, die von 3% bis 45% reichen. Wie eine Reihe von Studien zeigte, führen kognitive Störungen zu großen Belastungen für Patienten, Angehörige, Kliniken und Klinikpersonal. Die Verweilzeiten sind erhöht, der Betreuungs- und Kostenaufwand steigt, für den Patienten besteht ein hohes Risiko sekundärer Gesundheitsschädigungen. Die Langzeitprognose ist geprägt von erhöhter Mortalität, zunehmender Hilfs- und Pflegebedürftigkeit und vermehrten Einweisungen in Pflegeheime. Die unzureichenden Kenntnisse über Häufigkeit, Verteilung und Versorgungsbedürfnisse von stationären Patienten mit kognitiven Störungen stehen einer verbesserten Betreuung entgegen. Die Studie hat folgende Ziele: - Bestimmung der Punktprävalenz von kognitiven Störungen (Demenz und Delir) unter repräsentativ ausgewählten über 65jährigen stationären Patienten. - Beschreibung der Verteilung der Erkrankungen nach demographischen Merkmalen, Fachbereichen und Behandlungsanlässen. - Differenzierung nach vorbekannten und bisher unentdeckten kognitiven Störungen. - Bestandsaufnahme der Maßnahmen und Angebote, die seitens der Kliniken für die (besondere) Betreuung von Patienten mit Demenz und Delir vorgesehen sind. - Identifizierung von Lösungsansätzen zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Demenz oder Delir im Krankenhaus. - Erfassung der besonderen Versorgungsbedürfnisse und –erschwernisse. - Beschreibung von Komplikationen und von besonderen Maßnahmen und Vorkehrungen, die im Rahmen der Behandlung nötig wurden. Diese Ziele sollen durch eine Repräsentativstudie an mehr als 1.200 über 65jährigen Patienten erreicht werden, die an einem Stichtag in einem von 32 per Zufall ausgewählten Allgemeinkrankenhäusern in Bayern und Baden-Württemberg stationär behandelt werden. Fachkrankenhäuser bleiben ausgeschlossen. Pro ausgewähltem Krankenhaus sollen rund 40 Patienten an der Studie teilnehmen. Die Datenerhebung in den einzelnen Krankenhäusern wird innerhalb von ein bis zwei Wochen abgeschlossen sein. Sie gliedert sich in die folgenden vier Teile: (1) Eine Befragung und kognitive Leistungsprüfung der Patienten, um den kognitiven Status zu bestimmen, (2) eine Dokumentation der Diagnosen, der Medikation und der besonderen Behandlungsmaßnahmen, (3) eine Befragung des Pflegepersonals zu pflegerischem Aufwand und pflegerischen Besonderheiten sowie (4) eine Datenerhebung auf Fachbereichsebene, die sich auf besondere Maßnahmen und Vorkehrungen im Umgang mit kognitiv beeinträchtigten Patienten bezieht.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt sind die zum Stichtag bestehenden Demenzen und Delire. Einmalige Untersuchung des kognitiven Status unter Verwendung einer kognitiven Testbatterie. Diagnosestellung anhand der Kriterien von DSM-IV (Demenz) und CAM (Delir).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 1200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Robert Bosch Stiftung

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Stationäre Behandlung im Allgemeinkrankenhaus

Ausschlusskriterien

  • Alter unter 65 Jahren. Behandlung in den Fachbereichen Psychiatrie, Neurologie, Psychosomatik, Geriatrie

Adressen und Kontakt

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Mit der steigenden Zahl von demenzkranken älteren Menschen nimmt auch die Zahl der älteren Krankenhauspatienten mit Demenz stetig zu. Im Hinblick auf den Anteil von Demenzkranken im Allgemeinkrankenhaus, kommen empirische Untersuchungen bislang zu stark divergierenden und somit für die Versorgungsplanung wertlosen Schätzungen, die von 3% bis 45% reichen. Die unzureichenden Kenntnisse über Häufigkeit, Verteilung und Versorgungsbedürfnisse von stationären Patienten mit kognitiven Störungen stehen einer verbesserten Betreuung entgegen. Die Studie hat folgende Ziele: - Bestimmung der Punktprävalenz von kognitiven Störungen (Demenz und Delir) unter repräsentativ ausgewählten über 65jährigen stationären Patienten. - Beschreibung der Verteilung der Erkrankungen nach demographischen Merkmalen, Fachbereichen und Behandlungsanlässen. - Differenzierung nach vorbekannten und bisher unentdeckten kognitiven Störungen. - Bestandsaufnahme der Maßnahmen und Angebote, die seitens der Kliniken für die (besondere) Betreuung von Patienten mit Demenz und Delir vorgesehen sind. - Identifizierung von Lösungsansätzen zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Demenz oder Delir im Krankenhaus. - Erfassung der besonderen Versorgungsbedürfnisse und –erschwernisse. - Beschreibung von Komplikationen und von besonderen Maßnahmen und Vorkehrungen, die im Rahmen der Behandlung nötig wurden. In einer Repräsentativstudie (N = 1200) werden Daten von stationär behandelten Patienten, die über 65 Jahre alt sind, aus insgesamt 32 zufällig ausgewählten Allgemeinkrankenhäusern in Bayern und Baden-Württemberg, erhoben. Die Datenerhebung gliedert sich folgendermaßen: (1) Eine Befragung und kognitive Leistungsprüfung der Patienten, um den kognitiven Status zu bestimmen, (2) eine Dokumentation der Diagnosen, der Medikation und der besonderen Behandlungsmaßnahmen, (3) eine Befragung des Pflegepersonals zu pflegerischem Aufwand und pflegerischen Besonderheiten sowie (4) eine Datenerhebung auf Fachbereichsebene, die sich auf besondere Maßnahmen und Vorkehrungen im Umgang mit kognitiv beeinträchtigten Patienten bezieht.

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