Beschreibung der Studie

Weit fortgeschrittene Tumoren des Kopf-Hals-Bereichs können üblicherweise nicht mehr operiert werden und werden daher im Regelfall mittels Bestrahlung und gleichzeitiger Gabe von Chemotherapie behandelt. Mittels einer speziellen bildgebenden Untersuchung (FMISO-PET), die vor der Behandlung und nach zwei Wochen Bestrahlung durchgeführt wird, ist es möglich zusätzliche Informationen über die Aggressivität des Tumors zu erhalten (Vorliegen von Bereichen, die sauerstoffarm sind, so genannte Hypoxie). In einer vorhergehenden Studie konnten wir bereits zeigen, dass Patienten mit einem ungünstigen bildgebenden Befund nach zwei Wochen Behandlung (ausgeprägte Hypoxie im FMISO-PET nachweisbar) leider eine sehr ungünstige Prognose hatten. Aufgrund der hohen Aussagekraft der zusätzlichen Bildgebung wollen wir daher in Zukunft allen geeigneten Patienten die beiden FMISO-PET Untersuchungen als gehobenen Standard zusätzlich anbieten. Ferner würden wir zu beiden Zeitpunkten Blutproben entnehmen. Wir erhoffen uns in diesen einfach zu erfassende Blutmarker zu finden, die eine ähnlich gute Aussagekraft wie die bildgebenden Verfahren haben.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt ist das lokale progressionsfreie Überleben bei Vorhandensein von residueller Tumorhypoxie (gemessen als TBRmax > 1,9) nach 20Gy Bestrahlung. Gemessen wird dieser zwei Jahre nach Abschluss der Behandlung, als so genanntes 2-Jahres lokal-progressionsfreies Überleben. Ausgewertet werden die Daten von residuell hypoxischen gegenüber nicht-hypoxischen Patienten nach dem Cox proportional hazard Modell als Vergleich der Überlebenskurven.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum DresdenKlinik für Strahlentherapie und Radioonkologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter 18-70 Jahre
  • Inoperable histologisch gesicherte Kopf-Hals-Tumoren (Plattenepithelkarzinome des Rachens, der Mundhöhle und der Supraglottis)
  • Allgemeinzustand WHO 0-2
  • Tumorvolumen und Sitz lassen eine kurative Strahlentherapie zu

Ausschlusskriterien

  • Fernmetastasen
  • Vorherige Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich
  • Zweitkarzinome außer T1 Hautkarzinome und In-Situ-Karzinome der Cervix uteri
  • Schwangerschaft
  • Fehlende Einsichtsfähigkeit oder fehlende Kooperation

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Dresden

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Dresden via E-Mail verschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinome gehören zu den häufigsten Indikationen zu einer Strahlentherapie oder Radiochemotherapie. Bei lokal fortgeschrittenen, inoperablen Tumoren erfolgt in der Regel eine primäre Radiochemotherapie mit kurativer Zielsetzung. Hierbei treten aber immer noch in über der Hälfte der Fälle Lokalrezidive auf. Eine vorangegangene Studie hat gezeigt, dass sich das lokalrezidivfreie Überleben nach primärer Radiochemotherapie gut mit Hilfe der 18-F-MISO-PET vorhersagen lässt, die vor Beginn und nach 2 Wochen einer Radiochemotherapie durchgeführt wird. Allen Patienten, die für eine primäre Radiochemotherapie bei Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinom vorgesehen sind, wird die Durchführung dieser Untersuchungen als gehobener diagnostischer Standard angeboten. Zusätzlich werden zu beiden PET-Zeitpunkten Blutproben für wissenschaftliche Zwecke asserviert, um mittelfristig ähnlich gute prognostische oder prädiktive Marker zu finden, die sich im Blut messen lassen.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien