Beschreibung der Studie

Zahlreiche Studien zeigen, dass die psychische Komorbidität in der hausärztlichen Versorgung eine große Rolle spielt. Patienten mit depressiven Störungen, Angsterkrankungen und somatoformen Erkrankungen suchen besonders häufig Hausärzte und Spezialisten auf und weisen mehr Arbeitsunfähigkeitstage auf als Patienten ohne psychische Komorbidität. Trotz der hohen Relevanz werden die psychischen / psychosomatischen Beschwerden zu selten erkannt. Ziel der Studie ist die Entwicklung und Umsetzung einer Schulungsmaßnahme für Hausärzte, um durch Verbesserung der diagnostischen Kompetenz und Kommunikationsstrategien die Erkennungsrate von psychischer Komorbidität in der hausärztlichen Versorgung zu erhöhen. Dies soll im Rahmen eines Pilotprojekts überprüft werden. Hierfür wird eine Untersuchung mit insgesamt 12 Hausarztpraxen durchgeführt. 6 Praxen erhalten eine Schulung, 6 Praxen dienen als Kontrollgruppe (usual care). Die Patienten werden zum Zeitpunkt des Einschlusses (t1) und drei Monate später (t2) zu ihren psychischen / psychosomatischen Beschwerden befragt. Der Hausarzt beurteilt auf einer Visuellen Analogskala von 0 bis 10 das Ausmaß der psychischen Komorbidität des Patienten, der zu ihm in die Sprechstunde kam. Die Hypothese ist, dass Hausärztinnen und Hausärzte, die an einer Schulungsmaßnahme teilgenommen haben, eine höhere Erkennungsrate von psychischer Komorbidität bei Ihren Patienten aufweisen als diejenigen ohne Schulung.

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Studiendetails

Studienziel Erkennungsrate von psychischer Komorbidität
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 240
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Institut für Allgemeinmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter: mindestens 18 Jahre, Ausreichende Deutschkenntnisse, um den Fragebogen beantworten zu können, Unterschriebene Einverständniserklärung vorliegend

Ausschlusskriterien

  • Jünger als 18 Jahre, Mangelnde Deutschkenntnisse

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Zahlreiche Studien zeigen, dass die psychische Komorbidität in der hausärztlichen Versorgung eine große Rolle spielt. Patienten mit depressiven Störungen, Angsterkrankungen und somatoformen Erkrankungen suchen besonders häufig Hausärzte und Spezialisten auf und weisen mehr Arbeitsunfähigkeitstage auf als Patienten ohne psychische Komorbidität. Trotz der hohen Relevanz werden die psychischen / psychosomatischen Beschwerden zu selten erkannt. Ziel: Ziel der Studie ist die Entwicklung und Umsetzung einer Schulungsmaßnahme für Hausärzte, um durch Verbesserung der diagnostischen Kompetenz und Kommunikationsstrategien die Erkennungsrate von psychischer Komorbidität in der hausärztlichen Versorgung zu erhöhen. Dies soll im Rahmen eines Pilotprojekts überprüft werden. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für eine groß angelegte Studie dienen, mit der der die Effektivität einer verbesserten Kommunikationsstrategie überprüft werden soll. Design: Randomisierte kontrollierte Interventionsstudie mit insgesamt 12 Hausarztpraxen. 6 Praxen erhalten eine Schulung, 6 Praxen dienen als Kontrollgruppe (usual care). Die Patienten werden zum Zeitpunkt des Einschlusses (t1) und drei Monate später (t2) zu ihren psychischen / psychosomatischen Beschwerden befragt. Der Hausarzt beurteilt auf einer Visuellen Analogskala von 0 bis 10 das Ausmaß der psychischen Komorbidität des Patienten, der zu ihm in die Sprechstunde kam. Studienteilnehmer: Jeweils 20 Patienten pro Praxis, insgesamt 240 Patienten (inklusive Follow-up). Fragebogen: Achtseitiger Fragebogen zu t1 mit Fragen zur Detektion der psychischen Komorbidität Depression, Angst, Somatisierung (Patient Health Questionnaire PHQ), einem Kurzfragebogen zu Persönlichkeitsmerkmalen (Big-Five-Inventory-10), zur Bestimmung der Partizpiationspräferenz an medizinischen Entscheidungsfindungen (Autonomy Preference Index API), sowie mit soziodemographischen Angaben zur Person. Drei Monate später (t2) erhalten die Patienten einen vierseitigen Fragebogen zur Follow-up-Erhebung bzgl. ihrer psychischen / psychosomatischen Beschwerden (enthält nur noch den PHQ). Auswertung: Deskriptive und explorative, inferenzstatistische Auswertung der quantitativen Daten. Vergleich der Korrelationskoeffizienten zwischen Hausarzteinschätzung der psychischen Komorbidität und der Patienten-Selbsteinschätzung (Interventionsgruppe versus usual care).

Quelle

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