Beschreibung der Studie

Immer mehr operative Eingriffe werden ambulant durchgeführt. Gerade für ambulanten Operationen ist es wichtig sichere und zuverlässige Anästhesieverfahren zu finden und zu verbessern, die eine ausreichende intraoperative Analgesie, möglichst wenige unerwünschte Nebenwirkungen und eine schnelle Entlassungsfähigkeit nach Hause verbinden. Für Kniegelenksspiegelungen stehen prinzipiell zwei Anästhesieverfahren zur Verfügung, zum einen die Allgemeinanästhesie zum anderen eine Spinalanästhesie. Diese Studie soll die Frage beantworten, ob eine kurze Spinalanästhesie einer Allgemeinanästhesie bei Kniespiegelungen im ambulanten Umfeld in Bezug auf die oben genannten Kriterien überlegen ist. Jeder Patient (männlich/weiblich) zwischen 18 und 80 Jahren, der sich einer ambulanten Kniespiegelung unterzieht kann an dieser Studie teilnehmen. Ausschlusskriterien sind Kontraindikationen gegen eines der beiden Anästhesieverfahren und Allergien gegen Lokalanästhestika, eines der zur Allgemeinanästhesie oder zur postoperativen Schmerztherapie verwendeten Medikamente. Teilenehmer werden 1:1 randomisiert und entweder einer Spinalanästhesie mit 40mg Chloroprocain 1% oder einer totalintravenösen Allgemeinanästhesie mit Propofol und Sufentanil zugewiesen. In der Spinalanästhesiegruppe werden die Ausdehnung des motorischen- wie des sensorischen Blocks gemessen. Nach dem Eingriff werden die Zeiten bis zur uneingeschränkten Mobilität, dem ersten auftreten von Schmerzen, Spontanurin und bis zur Entlassung ebenso wie der benötigte Analgesiebedarf dokumentiert. Vor Entlassung füllen die Teilnehmer einen Fragebogen aus, mit dem die Qualität der postoperativen Erholung (QoR9) sowie die Zufriedenheit mit dem Narkoseverfahren gemessen werden. Eine Woche nach dem Eingriff wird ein standardisiertes Telefoninterview mit allen Patienten durchgeführt. Hierbei wird nach unerwünschten Nebenwirkungen wie transienten neurologichen Symptomen oder postpunktionellem Kopfschmerz gefragt sowie erneut nach der Zufriedenheit der Patienten mit dem zugelosten Anästhesieverfahren gefragt. Beide Anästhesieverfahren sind im täglichen klinischen Ablauf etabliert, Studienteilnehmer gehen keine zusätzlichen über die für die beiden Narkoseverfahren typischen Risiken ein.

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Studiendetails

Studienziel Dauer des Aufenthaltes im ambulanten OP-Zentrum gemessen von Anästhesiebeginn bis Entlassung in Minuten
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Universitätsmedizin Mannheim

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten zur ambulanten Knie-Arthroskopie, ASA I-III

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikationen gegen eines der beiden Anästhesieverfahren, allergien gegen eines der
  • im Rahmen der Anästhesie verwendeten Medikamente

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Knieschädigung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Seit Anfang 2014 ist Chloroprocainhydrochlorid als Lokalanästhetikum für die intrathekale Anwendung in Deutschland zugelassen. Chloroprocain wird schon seit vielen Jahren mit großem Erfolg in anderen Ländern (z.B. der Schweiz) angewandt. Ein großer Vorteil dieser Substanz liegt in ihrer kurzen Wirkdauer. Laut Hersteller werden Eingriffe unter einer Zeitdauer von 40 Minuten empfohlen. Diese kurze Wirkdauer kann mit Vorteilen für den Patienten bei ambulanten Eingriffen durch eine kürzere Dauer bis zum Erreichen der Entlassungsfähigkeit einhergehen. Exemplarisch soll in dieser Studie die vermutete Überlegenheit einer Spinalanästhesie mit Chloroprocain gegenüber der bisher gebräuchlichen Allgemeinanästhesie (TIVA mit Sufentanil und Propofol) hinsichtlich einer geringeren Komplikationsrate, geringerem Schmerzmittelverbrauch und kürzerer Aufenthaltsdauer in der Klinik gezeigt werden.

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