Beschreibung der Studie

Die Atmung beim Singen wird von Sängern und Gesangspädagogen als einer der zentralen Bausteine für die gelungene sängerische Darbietung angesehen. Die genaue Koordination von Atemmuskulatur und Anblasdruck sind beim Singen zentrale Mechanismen, welche vom Sänger in der Ausbildung trainiert werden müssen. Die gesangspädagogischen Angaben hinsichtlich einer optimalen Atmemechanik und wie diese erreicht werden kann, differieren jedoch enorm und die physiologische Grundlagen sind bisher nur unzureichend verstanden. Gleiches gilt für die atemphysiologischen Grundlagen beim Blasinstumentenspiel. Auch sind Auswirkungen der sängerischen bzw. intrumentaltechnischen Atemmuster auf die Sauerstoffsättigung im Gehirn unbekannt. Ziel dieser Studie ist es daher die Atmung professioneller Sänger und Bläser bei verschiedenen Aufgaben zu untersuchen und deren Auswirkung auf die Sauerstoffsättigung im Gehirn zu evaluieren. Dies soll vergleichend bei Sängern mit unterschiedlichem Stimmfach und Geschlecht sowie bei Bläsernmit unterschiedlichen Instrumenten erfolgen. Zur Untersuchung der Atemmechanik soll als funktionell bildgebendes Verfahren die Impedanztomographe (PulmoVista, Drägermedical, Lübeck) eingesetzt werden, um atmungsbedingte Änderungen der Luftverteilung in den Lungen während des Singens zu bestimmen. Diese Technik ist nicht invasiv und strahlungsfrei. Des Weiteren möchten wir Auswirkungen der gesungenen Töne auf die Sauerstoffsättigung im Gehirn messen. Dafür verwenden wir ein Gerät welches die Sauerstoffkonzentration mittels Nahinfrarotwellen bestimmt. Um mögliche Unterschiede in der Atemmechanik bei verschiedenen Sängern interpretieren zu können, ist es sehr wichtig, Aussagen über die Mechanik des Larynx während der Untersuchung zu treffen. Daher sollen gleichzeitig über zwei Elektroden an einem Halsband die gesungene Tonhöhe, Lautstärke und Informationen über die Stimmlippenschwingung mittel Elektroglottographie (ebenfalls mittels elektrischer Ströme) aufgezeichnet und die Flussgeschwingkeit des Blutes in der Halsschlagader mittels Ultraschall bestimmt werden. Insgesamt soll diese Untersuchung zum besseren Verständnis der sängerischen und instrumentaltechnische Atemmechanik beitragen sowie mögliche Auswirkungen auf die Sauerstoffversorgung im Gehirn während des Singens bzw. Spielens beleuchten.

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Studiendetails

Studienziel regionale Ventilation (durch EIT; PulmoVista 500 der Firma Dräger), während des Singens/ Spielens und cerebrale Oxygenierung (INVOS™ 5100C
Cerebral / Somatic Oximeter) während des Singens/ Spielens sowie in den 2 Minuten danach.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Insitut für MusikermedizinUniversitätsklinik Freiburg

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • professionelle Sänger verschiedener Stimmgattungen, professionelle Bläser mit verschiedenen Blasinstumenten, schriftl. Einverständnis

Ausschlusskriterien

  • Alter <18 Jahre, Schwangerschaft, bekannte Lungenerkrankung, Herzschrittmacher, implantierbarer Kardioverter Defibrillator oder andere aktive Implantate, Pflasterallergie, fehlendes Einverständnis

Adressen und Kontakt

Universitätsklinik, Freiburg im Breisgau

Ansprechpartner: Dr. Louisa Traser

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Häufig gestellte Fragen

Die Atmung beim Singen wird von Sängern und Gesangspädagogen als einer der zentralen Bausteine für die gelungene sängerische Darbietung angesehen. Die genaue Koordination von Atemmuskulatur und subglottischem Druck sind beim Singen zentrale Mechanismen, welche vom Sänger in der Ausbildung trainiert werden müssen. Die gesangspädagogischen Angaben hinsichtlich einer optimalen Atmemechanik und wie diese erreicht werden kann, differieren jedoch enorm und die physiologische Grundlagen sind bisher nur unzureichend verstanden. Auch sind Auswirkungen der sängerischen Atemmuster auf die Sauerstoffsättigung im Gehirn unbekannt. Gleiches gilt für die atemphysiologischen Grundlagen beim Blasinstumentenspiel. Ziel dieser Studie ist es daher die Atmung professioneller Opernsänger und Bläser bei verschiedenen Aufgaben zu untersuchen und deren Auswirkung auf die cerebrale Oxigenierung zu evaluieren. Dies soll vergleichend bei Sängern mit unterschiedlichem Stimmfach und Geschlecht sowie bei Bläser mit verschiedenen Instumenten erfolgen. Zur Untersuchung der Luftverteilung in den Lungen, wollen wir das klinisch zugelassene Messinstrument PulmoVista 500 der Firma Dräger verwenden, welches mittels elektronischer Impedanztomographie (EIT) über einen um den Thorax befestigten Elektrodengürtel regionale Informationen zu atmungsbedingten Änderungen des Luftgehalts in einer Ebene misst. Diese Technik ist nicht invasiv und strahlungsfrei. Die zentrale Oxigenierung wird mit Hilfe des klinisch zugelassenen INVOS™ 5100C
Cerebral / Somatic Oximeter von der Firma Covidien gemessen. Dieses Gerät ermöglicht eine seitengetrennte, echtzeit Aufzeichnung der zentralen Oxigenierung mittels Nahinfrarotspektroskopie. Zusätzlich erfolgt eine dopplersonographische Bestimmung des Blutflusses in der A. carotis um Hinweise über den Ursprung von möglichen Veränderungen der zentralen Sauerstoffsättigung zu gewinnen. Um mögliche Unterschiede in der Atemmechanik bei verschiedenen Sängern interpretieren zu können ist es sehr wichtig Aussagen über die Mechanik des Larynx während der Untersuchung treffen zu können um vergleichbare Untersuchungssituationen zu gewährleisten. Es erfolgt daher die elektroglottographische (EGG) Untersuchung der Stimmlippenschwingung mit Hife des klinisch zugelassenen Laryngograph micoProcessors der Firma Laryngograph. Bei dieser Untersuchung werden zwei Oberflächenelektroden über den Flügeln des Schildknorpels angebracht und zwischen den Elektroden die Impedanz während der Phonation gemessen. Insgesamt soll diese Untersuchung zum besseren Verständnis der sängerischen und instrumentaltechnischen Atemmechanik beitragen sowie mögliche Auswirkungen auf die Sauerstoffversorgung im Gehirn während des Singens bzw. Spielens beleuchten.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien