Beschreibung der Studie

In der Studie „Motorisches Lernen im Schlaf“ soll Bewegungslernen im Schlaf in unterschiedlichen Bedingungen untersucht werden. Dabei wird überprüft, ob das bewusste Trainieren einer motorischen Fähigkeit im Klartraum zu einer Verbesserung der Leistung führt, die vergleichbar mit einer entsprechend langen Trainingsphase im Wachzustand (Mentales Training) oder tatsächlichem Üben ist. Ein Klartraum oder luzider Traum ist ein Traum, in dem Sie sich während des Träumens bewusst sind, dass Sie träumen. Geübte Klarträumer können mithilfe dieses Bewusstseins Tätigkeiten durchführen, die sie sich am Vorabend vorgenommen haben (hier soll die Lernaufgabe trainiert werden). Die Studie umfasst eine Nacht. Sie kommen um 21.30 Uhr ins Schlaflabor. Um 22:00 wird eine Übungsphase für die Bewegungsaufgabe durchgeführt. Die Bewegungsaufgabe für das Training wird „Darts werfen“ sein (Dauer: ca. 10 Minuten). Dabei werden Sie gebeten, Dartpfeile auf eine Scheibe zu werfen. Die Entfernung zur Mitte wird danach ausgemessen. Nach dem Anbringen der Elektroden und der für die Nacht wird dann um ca. 23.00 Uhr das Licht gelöscht. Um ca. 7.00 Uhr werden sie geweckt und abgekabelt. Um 08:00 wird ein Test durchgeführt, um die Leistungsfähigkeit bzgl. des „Dartwerfens“ zu messen. In Anpassung an Ihre übliche Zubettgehzeit kann der Gesamtablauf maximal eine Stunde vor- oder zurückverlegt werden. Für die Untersuchung werden Sie einer von vier Gruppen zugeordnet: (1) Klartraumtraining (2) mentales Training, (3) physisches Training, oder (4) kein Training. Wenn Sie der Klartraumtrainingsgruppe zugeordnet werden, sollen Sie die Aufgabe in Ihrem luziden Traum so lange wie möglich üben. Wenn Sie das Bewusstsein, dass Sie träumen, erlangt haben, signalisieren Sie dies durch Augenbewegungen, die Sie im Traum ausführen. Dann beginnen Sie mit Training. Wenn Sie dem mentalen Training zugeordnet werden, sollen Sie die Aufgabe in Ihrer Vorstellung im Wachzustand üben, ohne Ihre Finger tatsächlich zu bewegen. Diese Zeit wird in den frühen Morgenstunden liegen. Wenn Sie dem physischen Training zugeordnet werden, sollen Sie die Aufgabe tatsächlich üben, ebenfalls um eine Zeit in den frühen Morgenstunden. In der Nacht wird eine Standard-Schlafaufzeichnung mit EEG-Elektroden durchgeführt werden. Außerdem werden die elektrische Aktivität der Augen und die Muskelspannung am Kinn gemessen sowie ein Elektrokardiogramm (EKG) aufgezeichnet. Wenn Sie der Klartraumgruppe zugeordnet werden, könnten Sie während der Nacht geweckt und um einen Traumbericht gebeten werden. Bitte beschreiben Sie dann den Traum so detailliert wie möglich. In den anderen drei Gruppen wird ebenfalls eine Weckung in den frühen Morgenstunden durchgeführt, um das Mentale Training, das tatsächliche Üben oder eine Kontrolltätigkeit durchgeführt werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Differenz der Leistung in der motorischen Aufgabe am Morgen im Vergleich zu der Leistung am Vorabend (Lernzuwachs). Es werden Dartwürfe durchgeführt und die durchschnittliche Entfernung zur Scheibenmitte ausgewertet.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Zentralinstitut für Seelische Gesundheit

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • gesund

Ausschlusskriterien

  • Vorliegen einer schweren körperlichen und/oder psychischen Erkrankung, Einnahme von Psychopharmaka

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Traum-Studien zeigen, dass geträumten Handlungen mit physisch ausgeführten Handlungen eine neuronale Grundlage teilen, ähnlich wie im Fall von vorgestellten Handlungen. In luziden Träumen (Klarträumen) ist sich der Träumer während des Traums bewusst, dass er träumt und kann den Trauminhalt gezielt beeinflussen sowie bestimmte Handlungen durchführen. Zwar gibt es umfangreiche Belege dafür, dass Bewegungsleistung durch mentales Training verbessert werden kann, es ist jedoch nicht klar, ob ähnliche Verbesserungen in luziden Träumen erreicht werden können, obwohl es denkbar ist, dass Klartraumtraining sogar zu besseren Ergebnissen führt als andere Formen des mentalen Trainings. Eine kürzlich durchgeführte Pilot-Feldstudie (Erlacher & Schredl, 2010) zeigte, dass motorisches Training im Klartraum tatsächlich die Leistung im Wachzustand steigern kann. Die hier vorgestellte Studie zielt darauf ab, diese Erkenntnisse in kontrollierbaren Bedingungen (Schlaflabor) zu überprüfen und die Effektivität des motorischen Trainings in luziden Träumen mit der von mentalem Training und physisch ausgeführten Bewegungen zu vergleichen. Das Experiment mit einem Prä-/ Post-Design soll mit vier Gruppen von Teilnehmern durchgeführt werden: (1) die Klartraumtrainingsgruppe, (2) die mental trainierende Gruppe, (3) die physisch trainierende Gruppe (4) die Kontroll-Gruppe (kein Training). Erlacher, D., & Schredl, M. (2010). Practicing a motor task in a lucid dream enhances subsequent performance: A pilot study. The Sport Psychologist, 24(2), 157–167.

Quelle

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