Beschreibung der Studie

Eine kontrollierte Studie , die das Ergebnis von zwei unterschiedlichen Verfahren (die Glutäuslappenplastiken und die vertikale Musculus Rectus abdominis Lappenplastik) bezüglich der Wiederherstellung des Beckenbodens vergleicht.

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Studiendetails

Studienziel 1•Krankenhausaufenthaltsdauer 2•Mortalität 3•Dauer der Wundheilung 4•Lokale Komplikationen, mitunter: a- Donositus Morbidität b-Wundheilungsstörung c-Rate der Lappenndehiszenz und Nekrosen 5•Hernienrate (abdominal/pelvin)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Klinikum Oldenburg

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Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 1-Patienten mit einem anorektalen Malignom oder einem Malignom der inneren Genitale, bei welchen eine extralevatorische abdominoperineale Rektumexstirpation oder eine Beckenexenteration mit oder ohne Sakrumresektion geplant ist.
  • 2-Alter über 18 Jahre
  • 3-Körperliche und mentale Verfassung, die eine Teilnahme an einer klinischen Studie erlaubt
  • 4-Schriftliche Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • 1-Aktuelle psychiatrische Erkrankung
  • 2-Fehlende schriftliche Einverständniserklärung
  • 3-Teilnahme an anderen kontradiktorischen Studien
  • 4-Immunsuppressive medikamentöse Therapie
  • 5-Lokoregionale Dystrophien oder anamnestische Durchführung von chiruegischen Eingriffen im geplanten Lappenentnahmestelle

Adressen und Kontakt

Klinikum Oldenburg, Oldenburg

Ansprechpartner: Dr Ahmed Abdou

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Häufig gestellte Fragen

Die erweiterte Resektion von malignen Erkrankungen des kleinen Beckens führt zu grossen Weichteildefekten im Bereich des Perineums. Dies ist der Fall bei Prozeduren wie z.b. extralevatorischer Rektumexstirpation und Beckenexenteration. Die Konsequenz solcher Eingriffe ist oft die Entstehung einer sakralen/perinealen Wunde, die entweder primär verschlossen werden kann, oder aber offen gelassen wird und der sekundären Wundheilung zugefügt wird. Ein primärer Verschluss im Sinne eines Stoβ-auf-Stoβ Verschlusses im kleinen Becken ist, aufgrund der häufig vorangegangenen Radiatio und der fehlenden Gewebesubstanz nach Resektion, insbesondere Muskelgewebe, oft nur unter Spannung durchzuführen. Dies führt sehr häufig zu Wunddehiszenzen mit dann resultierender sekundärer Wundheilung. Ein primärer Verschluss von guter Qualität kann daher nur durch Mobilisation von Muskelgewebe erfolgen. Dies kann, wie oben geschildert, durch das Rotieren oder Verschieben von Muskellappen erfolgen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die beiden o.g. Verfahren 1- Gluteusverschiebelappenplastik und 2- vertikaler M. rectus abdominis Lappen VRAM in der primären Rekonstruktion des Beckenbodens nach radikaler onkologischer Operation im kleinen Becken zu vergleichen. Der Vergleich soll, die Vor- und Nachteile jeder Technik herausarbeiten. Hierbei analysieren wir vor allem die Aspekte der Länge des Krankenhausaufenthaltes, Entnahmemorbidität, Begrenzung der Aktivitäten des Patienten und der Dauer der Wundheilung.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Damit man sich auf Studienergebnisse verlassen kann, müssen Studien möglichst vor äußeren Einflussfaktoren geschützt werden, die zu einer Verfälschung der Ergebnisse führen könnten. Zu den Einflussfaktoren gehören zum Beispiel das Alter oder der Schweregrad einer Erkrankung. Eine wichtige Methode, um die Auswirkung solcher Einflussfaktoren zu minimieren, ist die Randomisierung. Darunter versteht man, dass die Zuteilung zu den verschiedenen Teilnehmergruppen zufällig erfolgt. Das heißt, dass weder die Teilnehmer noch der Arzt einen Einfluss darauf haben, welcher Gruppe ein Teilnehmer zugeordnet wird. Durch die zufällige Zuteilung wird dafür gesorgt, dass sich die Einflussfaktoren gleichermaßen auf die Gruppen auswirken. So wird zum Beispiel verhindert, dass einer Gruppe nur die weniger stark betroffenen zugeteilt werden. In diesem Fall wäre es nicht möglich, die beiden Gruppen zuverlässig miteinander zu vergleichen.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien