Beschreibung der Studie

Alpträume oder stark negative Träume sind nicht nur ein Problem entsprechender Patientengruppen, sondern auch in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Betroffene leiden oft stark darunter. Präziseres Wissen über Zusammenhänge von Träumen und physiologischen Prozessen kann einen entscheidenden Beitrag hinsichtlich der Versorgung und Therapie dieser Personen leisten. Menschen mit einer Angststörung haben ein erhöhtes Risiko für komorbide kardiovaskuläre Erkrankungen, was wahrscheinlich an einer Fehlregulation des Stresssystems – als Reaktion auf einen angstauslösenden Reiz – liegt. Ließe sich diese Stressreaktion auch in Folge negativer Träume nachweisen, könnte man einerseits durch gezielte therapeutische Interventionen im Bezug auf die Träume das erhöhte Komorbiditätsrisiko verringern. Dies betrifft natürlich auch die Therapie der Teilnehmer/Teilnehmerinnen, die durch entsprechende Aspekte der Traumarbeit erweitert werden kann. Zum anderen würde das oftmals als Epiphänomen betrachtete Träumen – definiert als psychische Aktivität während des Schlafes – einen höheren Stellenwert in Therapie und Forschung erlangen. Im Vorfeld an die Schlafuntersuchung müssen die Teilnehmer/Teilnehmerinnen die Einverständniserklärung unterschreiben und die Fragebögen bearbeiten. Zudem soll ein Treffen in der Wohnung der Teilnehmer/Teilnehmerinnen ein vorheriges Kennlernen der beteiligten Personen ermöglichen, bei dem zusätzlich die räumlichen Gegebenheiten für die ambulante Schlafuntersuchung gesichtet und konkrete Fragen beantwortet werden können. Alle Probanden werden eineinhalb Stunden vor ihrer gewöhnlichen Einschlafzeit von einem Mitarbeiter des Schlaflabors zuhause aufgesucht, welcher die Elektroden anlegt und die technischen Geräte aufbaut. Die Versuchspersonen schlafen dann wie immer in ihrem eigenen Bett, schreiben bei Traumerinnerung einen entsprechenden Bericht und nehmen eine Speichelprobe. Nach dem Aufwachen werden zwei weitere Speichelproben genommen, um die Cortisolaufwachreaktion zu messen. Ein Mitarbeiter wird am nächsten Morgen die Elektroden wieder entfernen und alle Geräte und Materialen mitnehmen. Dieses Vorgehen ist für alle Untersuchungsgruppen an allen drei Tagen dasselbe. Es sollen 45 erwachsene Personen (voll einwilligungsfähig) untersucht werden, die sich in drei Gruppen aufteilen: (a) 15 Personen mit einer diagnostizierten Angststörung, (b) 15 Personen, die mindestens einmal pro Woche an Alpträumen leiden und (c) 15 gesunde Kontrollpersonen.

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Studiendetails

Studienziel Polysomnographische Daten (Schlafaufzeichnung, inclusive Herzratenvariabilität und Hautleitfähigkeit)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 45
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Zentralinstitut für Seelische Gesundheit

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Personen mit einer diagnostizierten Angststörung, Personen, die mindestens einmal pro Woche an Alpträumen leiden und gesunde Personen

Ausschlusskriterien

  • Posttraumatische Belastungsstörung, schwerwiegende körperliche Erkrankung, andere psychische Erkrankung, Einnahme von Psychopharmaka

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Angststörung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Alpträume oder stark negative Träume sind nicht nur ein Problem entsprechender Patientengruppen, sondern auch in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Betroffene leiden oft stark darunter. Präziseres Wissen über Zusammenhänge von Träumen und physiologischen Prozessen kann einen entscheidenden Beitrag hinsichtlich der Versorgung und Therapie dieser Personen leisten. Menschen mit einer Angststörung haben ein erhöhtes Risiko für komorbide kardiovaskuläre Erkrankungen, was wahrscheinlich an einer Fehlregulation des Stresssystems – als Reaktion auf einen angstauslösenden Reiz – liegt. Ließe sich diese Stressreaktion auch in Folge negativer Träume nachweisen, könnte man einerseits durch gezielte therapeutische Interventionen im Bezug auf die Träume das erhöhte Komorbiditätsrisiko verringern. Dies betrifft natürlich auch die Therapie der Teilnehmer/Teilnehmerinnen, die durch entsprechende Aspekte der Traumarbeit erweitert werden kann. Zum anderen würde das oftmals als Epiphänomen betrachtete Träumen – definiert als psychische Aktivität während des Schlafes – einen höheren Stellenwert in Therapie und Forschung erlangen. Im Vorfeld an die Schlafuntersuchung müssen die Teilnehmer/Teilnehmerinnen die Einverständniserklärung unterschreiben und die Fragebögen bearbeiten. Zudem soll ein Treffen in der Wohnung der Teilnehmer/Teilnehmerinnen ein vorheriges Kennlernen der beteiligten Personen ermöglichen, bei dem zusätzlich die räumlichen Gegebenheiten für die ambulante Schlafuntersuchung gesichtet und konkrete Fragen beantwortet werden können. Alle Probanden werden eineinhalb Stunden vor ihrer gewöhnlichen Einschlafzeit von einem Mitarbeiter des Schlaflabors zuhause aufgesucht, welcher die Elektroden anlegt und die technischen Geräte aufbaut. Die Versuchspersonen schlafen dann wie immer in ihrem eigenen Bett, schreiben bei Traumerinnerung einen entsprechenden Bericht und nehmen eine Speichelprobe. Nach dem Aufwachen werden zwei weitere Speichelproben genommen, um die Cortisolaufwachreaktion zu messen. Ein Mitarbeiter wird am nächsten Morgen die Elektroden wieder entfernen und alle Geräte und Materialen mitnehmen. Dieses Vorgehen ist für alle Untersuchungsgruppen an allen drei Tagen dasselbe. Es sollen 45 erwachsene Personen (voll einwilligungsfähig) untersucht werden, die sich in drei Gruppen aufteilen: (a) 15 Personen mit einer diagnostizierten Angststörung, (b) 15 Personen, die mindestens einmal pro Woche an Alpträumen leiden und (c) 15 gesunde Kontrollpersonen.

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