Beschreibung der Studie

Ziel ist die standardisierte, Untersucher-un-abhängige automatisierte Bestimmung des Knöchel-Arm-Index (ankle-brachial index ABI), der Gefäßsteifigkeit und der Fluss-vermittelten Dilatation (FMD) zur Abschätzung des kardiovaskulären Risiko. Die übliche Bestimmung des ABI erfolgt mittels Sphygmometer, Stethoskop und Doppler-Stabsonde. Nach Messung des Blutdruckes am linken Arm wird ein Dopplersignal eines Unterschenkelgefäßes aufgesucht. Mittels proximal am Unterschenkel angelegter Druckmanschette wird dieses unterdrückt. Der dabei nötige, supraarterielle sog. Verschlussdruck ergibt im Verhältnis mit dem Blutdruck am Oberarm den ABI. Die Messung der PWV und der FMD der A. brachialis/radialis erfolgt mittels Ultraschall (18 MHz M-Mode). Dazu wird sonographisch der Gefäßdurchmesser vor und nach Anlegen eines Tourniquet zur Ischämieerzeugung (5 Minuten suprasystolische Druckwerte) bestimmt.

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Studiendetails

Studienziel 1. Unterschied ABI (Knöchel-Arm-Index ) manuell versus automatisiert oszillometrisch
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einwilligung zur Studienteilnahme
  • Patienten mit klinischer PAVK
  • Klinisch Gefäß-gesunde Probanden als Referenzgruppe

Ausschlusskriterien

  • Fehlende untere/obere Extremitäten, so dass eine Messung des ABI/PWV gerätetechnisch nicht machbar ist.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Erfassung der arteriellen Gefäßsteifigkeit bzw. der Gefäßelastizität ist gemäß den Leitlinien der Europäischen Hypertoniegesellschaft und Kardiologischen Gesellschaft seit 2003 und 2007 zur Quantifizierung des subklinischen Endorganschadens und des hiermit verbundenen gesamten kardiovaskulären Risikos ausdrücklich empfohlen. 2007 Guidelines for the Management of Arterial Hypertension: The Task Force for the Management of Arterial Hypertension of the European Society of Hypertension (ESH) and of the European Society of Cardiology (ESC). J Hypertens. 2007 Jun;25(6):1105-87/Eur Heart J. 2007 Jun;28(12):1462-536 Hierbei wird der Tatsache gerecht, dass der zentrale aortale Blutdruck erheblich vom peripher am Oberarm gemessenen Blutdruck differieren kann. Da der zentrale Blutdruck Vorhersagen zur Überlebenswahrscheinlichkeit zulässt und von Antihypertensiva beeinflusst wird, ist eine genaue Abschätzung notwendig. Clark CE, Taylor RS, Shore AC, Ukoumunne OC, Campbell JL. Association of a difference in systolic blood pressure between arms with vascular disease and mortality: a systematic review and meta-analysis. Lancet. 2012 Mar 10;379(9819):905-14. Daneben dient der zentrale Augmentationsindex und die Pulswellengeschwindigkeit zur Erfassung des subklinischen Endorganschadens. Zur Beurteilung des Gefäßstatus werden erfasst: - Druck (brachialer bzw. zentraler Blutdruck, Augmentationsdruck AP und ABI), - Elastizität (arterielle Federkonstante ASC (Alleinstellungsmerkmal des Vascassist!) und Augmentationsindex AI - Geschwindigkeit/Zeit (zentrale/aortale und periphere Pulswellengeschwindigkeit PWV, Herzfrequenzvariabilität HRV). Hierbei wird ebenfalls die ansteigende Flanke bzw. Schulter der Pulswelle einbezogen - im Gegensatz zur üblichen Erfassung Fußpunkt zu Fußpunkt. So wird eine beginnende PAVK mit der früher detektierbaren Abflachung der Flanke eher erkannt, bevor der ABI absinkt. Die Bestimmung der zentralen Parameter erfolgt mathematisch über eine sog. (inverse) Transfer-Funktion. Aus einer brachial bzw. radial gemessenen Pulswelle lässt sich auf die originale - aortale Pulswelle schließen. Karamanoglu M, O'Rourke MF, Avolio AP, Kelly RP. An analysis of the relationship between central aortic and peripheral upper limb pressure waves in man. Eur Heart J. 1993 Feb;14(2):160-7. Die arterielle Federkonstante spiegelt die Elastizität der gemessenen Arterie wider. Die Erregungswelle ist meist ähnlich; bei nachlassender Elastizität wird jedoch nach der maximalen Druckbelastung der Ausgangsdurchmesser erst später erreicht. Im Vergleich hierzu existiert als weitere Methoden zur nichtinvasiven Bestimmung der Gefäßsteifigkeit bzw. Elastizität die Fluss-vermittelte Dilatation (FMD). Da dieses Verfahren jedoch sehr fehlerbehaftet sein kann, ist unbedingt ein standardisiertes Vorgehen nötig, um reliable Ergebnisse zu erhalten. Aufgrund des Untersuchungsaufwandes wird das Verfahren nur in einzelnen Zentren angewendet. Stoner L, Sabatier MJ. Use of Ultrasound for Non-Invasive Assessment of Flow-Mediated Dilation. J Atheroscler Thromb (2012) 19:407-421 Thijssen DHJ et. al. Assessment of flow-mediated dilation in humans: a methodological and physiological guideline. Am J Physiol Heart Circ Physiol (2011) 300:H2-H12 Harris RA et. al. Ultrasound Assessment of Flow-Mediated Dilation. Hypertension (2010) 55:1075-1085 Neben einer Aussage zur Elastizität der Gefäßwand und damit einer Abschätzung einer bestehenden Gefäßwandschädigung dienen die Parameter zur Verlaufskontrolle therapeutischer Maßnahmen z. B. nach medikamentöser Intervention, Gehtraining oder Stent-Implantation. Die Verwendung eines automatisierten, elektronischen Meßgerätes erlaubt die rationelle Erfassung der nötigen Druckwerte an beiden oberen und unteren Extremitäten. Der Zeitaufwand ist deutlich geringerer und die Messungen sind un-abhänigig vom jeweiligen Untersucher. Somit ist zum einen eine genauere Messung und zum anderen eine deutlich bessere Vergleichbarkeit bei Verlaufskontrollen gegeben.

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