Beschreibung der Studie

Muskelkrämpfe sind ein häufig auftretendes Leiden und stellen eine Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen dar. Aufgrund der klinischen Eigenschaften von Muskelkrämpfen (plötzlich-auftretend, unfreiwillig, selbst-auflösend) wurden Wege entwickelt um diese künstlich herbeizuführen. Hierbei hat sich in den letzten Jahren die elektrische Stimulation des Nervs oder der Motor-Points des Muskels zur Krampfinduktion als reliable Methode etabliert. Dabei hat sich die Cramp Threshold Frequency (CTF), als gängiger Parameter der Krampfforschung im Sport entwickelt. Die CTF ist die niedrigste Frequenz der elektrischen Stimulation, bei der Muskelkrämpfe ausgelöst werden können. Es konnte gezeigt werden, dass Personen, die unter Muskelkrämpfen leiden, eine niedrigere CTF hatten als jene Probanden, ohne Krämpfe in der Vergangenheit. Es wurde daraus geschlossen, dass die CTF ein Maß der individuellen Krampfneigung darstellt. Da bislang effektive, nicht-medikamentöse Therapieansätze zur Therapie muskulärer Krämpfe fehlen, soll anhand dieser Studie untersucht werden, ob sich die CTF durch elektrisch induzierte Muskelkrämpfe mittels Elektromyostimulation (EMS) langfristig verändern lässt und ob sie einer Dosis-Wirkungsbeziehung unterliegt. Dazu werden 36 gesunde, männliche Sportstudenten in drei gleich große Gruppen eingeteilt. Abhängig von der Gruppe wird unterschiedlich oft interveniert (eine Woche, zwei Wochen bzw. drei Wochen). Während einer Interventionswoche wird die Wadenmuskulatur zweimal in verkürzter Muskelposition stimuliert, wodurch Muskelkrämpfe hervorgerufen werden. Durch Ausgangs-, bzw. Folgemessungen im Abstand von 2-3 Tagen wird festgestellt, ob sich für die CTF eine Abhängigkeit zu der Anzahl der Interventionen zeigt. Es soll insbesondere untersucht werden, ob die CTF nach eine größeren Zahl von Interventionen länger erhöht bleibt.

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Studiendetails

Studienziel Bestimmung des zeitlichen Verlaufes der Cramp Threshold Frequency sowohl über die Interventionsphase also auch post Intervention. Es wird so lange alle 2-3 Tage weitergemessen bis dieser Parameter wieder auf das Ausgangsniveau (pre-Test) zurückgefallen ist, maximal jedoch bis 3 Wochen nach der letzten Trainingseinheit.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 36
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik Deutsche Sporthochschule Köln

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Gesunde, männliche Sportstudenten zwischen 18 und 35 Jahren

Ausschlusskriterien

  • Verletzungen des muskuloskelettalen Systems der unteren Extremität in den letzten sechs
  • Monaten vor der Studie sowie kardiopulmonale Grunderkrankungen.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel dieser Studie ist es die Dosis-Wirkungsbeziehung von EMS induzierten Krämpfen auf die Cramp Threshold Frequency (CTF) zu untersuchen. Dazu werden 36 gesunde, männliche Sportstudenten in drei gleich große Gruppen eingeteilt (12 pro Studienarm). Es wird in Abhängigkeit der Gruppe unterschiedlich häufig (eine Woche, zwei Wochen, bzw. drei Wochen) am Musculus gastrocnemius lateralis und medialis interveniert, das andere Bein dient als Kontrollbein. Die Wadenmuskeln des Inteventionsbeines werden in verkürzter Position (d.h. in Plantarflexion) elektrisch stimuliert (5sec on, 10sec off, 400μsec Impulsbreite, 30Hz über der individuellen Krampfschwellenfrequenz, bei 85% der maximal tolerierten Stimulationsenergie), sodass Krämpfe ausgelöst werden. Um den zetilichen Verlauf der CTF des Musculus gastrocnemius medialis verfolgen zu können, wird sie pre, nach der Hälfte der Interventionen, post und alle 2-3 Tage nach Beendigung der Intervention bestimmt, bis sie wieder auf das Ausgangsniveu zurückgefalllen ist - maximal jedoch bis 3 Wochen nach der letzten Trainingseinheit.

Quelle

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