Beschreibung der Studie

Vor und nach jeder Operation werden in regelmäßigen Abständen Blutentnahmen durchgeführt, um den Verlauf nach einer Operation und den Gesundheitszustand des Patienten beurteilen zu können. Unter anderem werden dabei Blutwerte untersucht, die auf entzündliche Prozesse hindeuten, wie beispielsweise Procalcitonin (PCT), C-reaktives Protein (CRP) und die Leukozytenanzahl. Diese Entzündungswerte sind für diese Studie von besonderer Bedeutung. Es ist bekannt, dass bestimmte Werte nicht nur beim Vorliegen einer Entzündung ansteigen, sondern auch nach einem operativen Eingriff erhöht sein können. Wie genau sich diese Werte in Abhängigkeit des durchgeführten allgemein- bzw. viszeralchirurgischen Eingriffen verhalten, soll in dieser Studie untersucht werden. Dies soll deshalb bei Patienten, welche sich zu einem elektiven Eingriff an der Schilddrüse, Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber sowie Eingriffen am Dick-und Enddarm vorstellen, überprüft werden. Dabei werden sowohl einmal präoperativ, als auch an den ersten fünf Tagen nach einer Operation Blutentnahmen zur Bestimmung der Entzündungsparameter (PCT, CRP und Leukozytenanzahl) erforderlich. Ziel soll sein, zukünftig den Verlauf dieser Entzündungswerte unmittelbar nach einer Operation besser deuten zu können, um mögliche Komplikationen früher zu erkennen und dementsprechend agieren zu können.

Passende Studie finden

Studiendetails

Studienziel Bestimmung des PCT an den ersten fünf postoperativen Tagen
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle HELIOS research center; HELIOS Forschungsförderungsfond (ID 012122)

Finden Sie die richtige Magenkrebs-Studie

Mithilfe unseres medizinischen Fragebogens finden Sie heraus, ob diese oder eine andere Studie eine Möglichkeit für Sie darstellt.

Richtige Studie finden

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Elektive Durchführung folgender Eingriffe (konventionell/laparoskopisch):
  • Strumaresektion
  • Gastrektomie
  • Leberresektionen
  • Pankreasresektionen
  • Kolon-/Rektumresektionen
  • Blutabnahmen müssen an den ersten fünf postoperativen Tagen durchführbar sein

Ausschlusskriterien

  • Leberzirrhose
  • Vorhandensein eines akuten entzündlichen Geschehens
  • Vorhandensein eines medullären Schilddrüsenkarzinom

Adressen und Kontakt

Diese Studie ist geschlossen. Finden Sie jetzt eine aktuelle Möglichkeit.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Im postoperativen Verlauf nach elektiven allgemein- und viszerachirurgischen Eingriffen tragen infektiöse Komplikationen noch immer zu einem erheblichen Anteil an postoperativer Morbidität bei. Im klinischen Alltag werden zur frühzeitigen Detektion derartiger Komplikationen deshalb regelmäßig die Leukozytenzahl, das C-reaktive Protein (CRP) und zunehmend auch das Procalcitonin (PCT) im postoperativen Verlauf bestimmt. Durch die Tatsache, dass das operative Trauma selbst diese Parameter beeinflusst und dadurch die Interpretation dieser erschwert, sind deren prädiktiver Wert und deren Aussagekraft gerade in der Detektion postoperativer Komplikationen nicht endgültig geklärt. Gerade in Bezug auf das PCT ist der normale Verlauf nach verschiedenen Eingriffen unzureichend charakterisiert und lässt deswegen nur schwer Rückschlüsse auf etwaige Komplikationen zu. Ziel dieser prospektiven monozentrischen Studie ist es, den postoperativen PCT-Verlauf nach verschiedenen allgemein- und viszeralchirurgischen Eingriffen zu charakterisieren. Dazu werden insgesamt drei Gruppen verschiedener operativer Eingriffe genauer betrachtet. Die erste Gruppe besteht hier aus Eingriffen, welche vollkommen aseptisch verlaufen (Strumaresektionen). In der zweiten Gruppe handelt es sich um große tumorchirurgische Eingriffe (Magen-/Pankreas-/Leberresektionen). Die dritte Gruppe hingegen beinhaltet Kolon- und Rektumresektionen, welche per Definition zu kontaminierten Eingriffen zählen. Es soll nun anhand prä- und postoperativ erhobener PCT-Konzentrationen ein Werteverlauf für die oben genannten Eingriffsgruppen bestimmt werden, um den postoperativen PCT-Verlauf für die entsprechenden Eingriffsarten zu charakterisieren. Dies soll in Zukunft eine bessere Interpretation des PCT in Abhängigkeit vom durchgeführten Eingriff ermöglichen, um so mögliche Komplikationen im Rahmen des postoperativen Verlaufes besser abgrenzen zu können. Zusätzlich sollen die verschiedenen Eingriffsgruppen mögliche Rückschlüsse auf den postoperativen Werteanstieg in Abhängigkeit der Größe und des Kontaminationsgrad der jeweiligen Eingriffe ermöglichen. Desweiteren sollen durch den Vergleich mit dem CRP und der Leukozytenanzahl mögliche Vorteile des PCT im postopertiven Follow-up identifiziert werden.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.