Beschreibung der Studie

Bei einem schweren Lungenversagen kann es notwendig sein, den Gasaustausch mit einem extrakorporalen Lungenersatz aufrecht zu erhalten. Künstliche Oberflächen, wie in der künstlichen Lunge/einer Herz-Lungen-Maschine verwendet, haben die Eigenschaft, Substanzen zu binden und sie damit aus dem Kreislauf zu entfernen. Für Antibiotika bedeutet eine solche Bindung an der künstlichen Oberfläche, daß sich deren Konzentration im Blut vermindert. Dies hat möglicherweise eine verminderte Wirkung zur Folge. Zu diesem Problem gibt es bisher sehr wenige Daten. Das bedeutet, daß Empfehlungen zur Dosierung von Antibiotika bei einer solchen Behandlung kaum gegeben werden können. Das Ziel unserer Studie ist es, für 2 häufig eingesetzte Antibiotika zu ermitteln, ob und um wieviel Prozent sich die Konzentration zu welchem Zeitpunkt nach der Gabe vermindert. Wir untersuchen dazu die Konzentration des Antibiotikums im Blut zu verschiedenen Zeitpunkten nach der Gabe, einmal vor Beginn der Behandlung mit der künstlichen Lunge/Herz-Lungenmaschine und einmal nach deren Beginn.

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Studiendetails

Studienziel Konzentrations-zeit-Kurve im Serum von Cefotaxim und Meropenem ohne und mit ECMO (extracorporeal membrane oxygenation)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 12
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Institut für Klinische PharmakologieUniversität Greifswald

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit
  • Lungenversagen mit Indikation für extrakorporalen Lungenersatz (v/v-ECMO- oder CO2-Elimination) :
  • p/F-Ratio < 100 mit optimiertem PEEP und FiO2 > 79 und/oder
  • respiratorische Azidose mit pH < 7,30
  • und
  • klinischer Indikation für Therapie mit Cefotaxim oder Meropenem
  • Vorliegen der schriftlichen Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Notfall-ECMO mit Anlage binnen 6 Stunden nach Aufnahme
  • v/a-ECMO
  • Start einer Nierenersatztherapie binnen 6 Stunden nach ECMO-Start
  • hämodynamische Instabilität, d.h. Schwankungen im Arterenolbedarf von > 20 % in den letzten Stunden vor Studienbeginn
  • Kontraindikation gegen Cefotaxim oder Meropenem

Adressen und Kontakt

Klinik für Innere Medizin B, Internistische ITS, Greifswald

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Wenn bei einem schweren Lungenversagen die Oxygenierung mit einem extrakorporalen Verfahren sichergestellt werden muss, wird eine extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) verwendet, wenn allein die CO2-Elimination verbessert werden soll, sind prinzipiell gleich aufgebaute, kleinere Systeme (extrakorporale CO2-Elimination; ECCO2-R) ausreichend. Für frühere Generationen von ECMO-Systemen sind erhebliche Einflüsse auf die Pharmakokinetik von Medikamenten nachgewiesen, auch für Antibiotika (1,2). Für die heutige Generation mit heparinbeschichteten Schläuchen gibt es wenige Daten. Ex vivo Untersuchungen lassen erkennen, dass die Pharmakokinetik (PK) von Medikamenten verändert ist unter ECMO (5). Bei Antibiotika, für die Spiegelbestimmungen routinemäßig angefordert werden können, kann eine Änderung der Pharmakokinetik erkannt und die Dosierung angepaßt werden. Für andere Antibiotika besteht die Gefahr einer Unterdosierung und damit einer unzureichenden Keimelimination. Auch die zugrundeliegende kritische Krankheit beeinflußt die PK von Antibiotika erheblich. Für Betalactam-Antibiotika wird beim kritisch Kranken wegen der äußerst variablen PK ein therapeutisches Drug-Monitoring (TDM) empfohlen (3,4). In die klinische Routine hat das TDM für Betalactam-Antibiotika jedoch noch nicht Eingang gefunden. Mit dieser Studie soll ermittelt werden, wie sich die PK von zwei Betalactam-Antibiotika, Meropenem und Cefotaxim, im Rahmen der kritischen Krankheit ändert, wenn ein extrakorporaler Lungenersatz begonnen wird. Wegen der hohen interindividuellen Variabilität der Pharmakokinetik von Arzneistoffen beim kritisch Kranken ist jeder Patient seine eigene Kontrolle, indem die PK der letzten Dosis untersucht wird, die vor Beginn des extrakorporalen Lungenersatzes gegeben wird, und verglichen wird mit der PK der ersten Dosis unter extrakorporaler Behandlung.

Quelle

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