Beschreibung der Studie

Bei Patienten mit epileptischen Anfällen, die aus dem Schläfenlappen heraus entstehen (sog. Temporallappenepilepsie) liegt häufig eine Veränderung des sog. Hippocampus' vor. Dies ist ein entwicklungsgeschichtlich sehr alter Hirnteil, der insbesondere Gedächtnisfunktionen unterstützt, weswegen Patienten mit Temporallappenepilepsie auch gehäuft Gedächtnisstörungen haben. Ausgeprägte Veränderungen des Hippocampus' können bereits durch gängige MRT-Geräte mit einem Magnetfeld von 1,5 oder 3 Tesla dargestellt werden. In ca. 30 % aller Patienten erscheinen die Aufnahmen jedoch normal, obwohl z.B. aufgrund von Gedächtnisstörungen eine krankhafte Hippocampusveränderung angenommen werden muß. In der vorliegenden Studie wollen wir mit einem leistungsfähigeren 7 Tesla-MRT höher auflösende Aufnahmen anfertigen und herausfinden, ob subtile Veränderungen des Hippocampus darstellbar sind, die in einer 3 Tesla-Aufnahme entgangen sind.

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Studiendetails

Studienziel Darstellung von Hippocampusveränderungen bei 7T, die bei 3T nicht sichtbar waren
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Institut für Diagnostik der Epilepsien gGmbH am Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Temporallappenepilepsie

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikationen gegen MRT-Untersuchungen (Schrittmacher, Metall, großflächige kopfnahe Tätowierungen, Klaustrophobie, etc.)

Adressen und Kontakt

Epilepsiezentrum Berlin-Brandenburg, Berlin

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Häufig gestellte Fragen

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Bei Temporallappenepilepsien kann man aufgrund des EEG-Befundes und der Symptomatik häufig mit großer diagnostischer Sicherheit eine Hippocampusschädigung annehmen. Dennoch lassen sich mit den routinemäßig eingesetzten 1,5 und 3 T-Magnetresonanztomographen in 20 – 30 % der Fälle keine strukturellen Hirnveränderungen nachweisen (Winston et al. 2013). In der vorliegenden Studie möchten wir mithilfe der höheren Feldstärke von 7 Tesla und neuen Untersuchungsprotokollen (MP2RAGE, Marques et al. 2010) die Detektionsrate subtiler morphologischer Pathologien erhöhen. Da der Nachweis struktureller Veränderungen einer der stärksten Prädiktoren bezüglich des Erfolges epilepsiechirurgischer Eingriffe bei pharmakoresistenten Epilepsien darstellt, ergibt sich aus der entsprechenden Verbesserung der Bildgebung eine potentiell höhere Erfolgsrate z.B. bei Amygdalohippocampektomien, was in Zukunft von enormem klinischen Nutzen sein könnte

Quelle

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