Beschreibung der Studie

Eine begleitende Herzinsuffizienz kann bei der Aortenklappenstenose verursacht sein durch eine Drucküberlastung der linken Herzkammer. Ein Ersatz der erkrankten Aortenklappe beseitigt die Druckbelastung der linken Herzkammer und die Leistung des Herzens erholt sich. Die Herzinsuffizienz kann allerdings auch bedingt sein durch einen intrinsischen Schaden des Herzmuskels. Ein Ersatz der erkrankten Aortenklappe reduziert zwar die Druckbelastung des Herzens, aber die Funktion des Herzens normalisiert sich nicht. Bei diesen Patienten ist der Nutzen des Klappenersatzes bezüglich der Verbesserung der Symptome und der Normalisierung der Lebenserwartung fraglich. Die Mechanismen und die Unterschiede der beiden Formen der Herzschwäche bei der Aortenklappenstenose sind nicht vollständig verstanden. Insbesondere bleibt es unklar, warum die Herzschwäche in manchen Fällen reversibel und in anderen irreversibel ist. Bislang fehlen genaue hämodynamische Analysen der unterschiedlichen Formen der Herzschwäche bei der Aortenklappenstenose. Ebenso wurden die spezifischen histopathologischen und zellbiologischen Grundlagen einer reversiblen oder irreversiblen myokardialen Kontraktionsstörung bislang noch nicht untersucht. Ziel der Studie ist daher die Untersuchung der pathophysiologischen Grundlagen der Herzschwäche bei der Aortenklappenstenose. Dazu werden 30 Patienten mit schwerer Aortenklappenstenose und Herzmuskelschwäche untersucht, die einem Aortenklappenersatz unterzogen werden. Während des Aortenklappenersatzes erfolgt die Entnahme einer kleinen Menge von Herzmuskelgewebe zur histologischen und zellbiologischen Untersuchung. Um die myokardialen Eigenschaften der Aortenklappenstenose mit Herzmuskelschwäche genauer zu untersuchen, wird eine Kontrollgruppe untersucht. Als Kontrollgruppen dienen 10 Patienten mit schwerer Aortenklappenstenose ohne Herzinsuffizienz. Es werden Analysen bestimmter Proteine, die für die Funktion des Herzens von entscheidender Bedeutung sind, direkte Messungen der Kraft der Herzmuskelzellen und hämodynamische Untersuchungen des gesamten Herzens durchgeführt.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt ist die Normalisierung der linksventrikulären Ejektionsfraktion auf ≥ 50% drei Monate nach Aortenklappenersatz.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Stiftung für Herzforschung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien Studiengruppe Aortenstenose und Linksherzinsuffizienz
  • schwere Aortenstenose (Klappenöffnungsfläche < 1 cm²)
  • Linksherzinsuffizienz (linksventrikuläre Ejektionsfraktion ≤ 40%)
  • Symptome der Herzinsuffizienz (NYHA II-IV)
  • Lebensalter ≥ 18 Jahre
  • Lebenserwartung > 1 Jahr
  • Einverständniserklärung zur Teilnahme an der Studie
  • Einschlusskriterien Kontrollgruppe Aortenstenose ohne Linksherzinsuffizienz
  • Erhaltene linksventrikuläre Ejektionsfraktion (≥ 50%)

Ausschlusskriterien

  • Aktive Endokarditis
  • Früherer Myokardinfarkt
  • Vorangegangene Herzoperation
  • Begleitende schwere Stenose oder Insuffizienz der Mitralklappe
  • Begleitende schwere Insuffizienz der Aortenklappe
  • Schwangerschaft, Stillzeit

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Herzklappenfehler-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ziel der vorliegenden Studie ist die Analyse der pathophysiologischen Grundlagen einer irreversiblen Linksherzinsuffizienz bei der Aortenstenose. Dazu werden 30 Patienten mit symptomatischer, schwerer Aortenstenose und Linksherzinsuffizienz (linksventrikuläre Ejektionsfraktion ≤ 40%) untersucht. Die Patienten werden anhand ihres transaortalen Druckgradienten in eine Gruppe mit „low-flow, low-gradient“ und eine Gruppe mit „low-flow, high-gradient“ Aortenstenose differenziert. Beide Studiengruppen werden umfangreichen klinischen, echokardiographischen Untersuchungen unterzogen. Während des herzchirurgischen Aortenklappenersatzes erfolgt die Entnahme einer kleinen Menge von linksventrikulärem Muskelgewebe zur histologischen und zellbiologischen Untersuchung. Es erfolgt die Analyse des Titin N2BA/N2B-Isoform Expressionsverhältnisses und der Titinphosphorylierung, der aktiven Kontraktion der Kardiomyozyten und dem Grad der myokardialen Fibrosierung. Um die myokardialen Eigenschaften der Aortenstenose mit Linksherzinsuffizienz gegen andere Formen der Aortenstenose abzugrenzen, wird eine Kontrollgruppe gebildet. Als Kontrollgruppen dienen 10 Patienten mit schwerer Aortenstenose ohne Linksherzinsuffizienz. Primärer Endpunkt ist die Normalisierung der linksventrikulären Ejektionsfraktion auf ≥ 50% drei Monate nach Aortenklappenersatz. Sekundäre Endpunkte sind die Gesamtmortalität, die kardiovaskuläre Mortalität und die Hospitalisation wegen Herzinsuffizienz.

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