Beschreibung der Studie

Hintergrund: Wenn bei Zähnen ein Großteil der natürlichen Zahnhartsubstanz, beispielsweise durch Karies, verloren gegangen ist, müssen diese für einen möglichst langfristigen Erhalt mit indirekten Restaurationen, wie Teilkronen oder sogar Vollkronen, zur Stabilisierung und Abstützung der Restzahnhartsubstanz versorgt werden. Für die Teilkronenversorgung stehen verschiedene Materialien zur Verfügung. Für die konventionelle Teilkrone werden Metalllegierung verwendet, z.B. Gold (Edelmetall) oder NEM (Nichtedelmetall). Diese Art der Teilkronen hat sich seit vielen Jahren in der Praxis erfolgreich bewährt. Jedoch bietet diese Versorgungsart, aufgrund der fehlenden Keramikummantelung, kein zahnfarbenes und somit kein ästhetisch ansprechendes Endergebnis. Als Alternative hierzu haben sich daher in den vergangenen Jahren zunehmend vollkeramische Teilkronenversorgung in der Praxis etabliert. Diese vollkeramischen (metallfreie) Teilkronenversorgungen ermöglichen ein nahezu natürliches Aussehen der zahnärztlichen Rekonstruktion. Vollkeramische Teilkronen werden grundsätzlich adhäsiv, also klebend („Total-etch“-Technik), eingesetzt. Hierfür gibt es verschiedene Verfahren: zum einen über selbstklebende Zemente oder zum anderen über eine spezielle Klebetechnik mit selbst-/lichthärtendem Zement. Bisher gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten darüber, ob es eine Überlegenheit eines Befestigungsverfahrens hinsichtlich der Langzeitstabilität von Keramikteilkronen gibt. Aus diesem Grund sollen beide Methoden in dieser klinischen Untersuchung miteinander verglichen werden. Ziel der Untersuchung: Ziel dieser klinisch-prospektiven Studie ist die Überprüfung der klinischen Langzeitbewährung von vollkeramischen Teilkronen (Keramik: „VITA Suprinity“, VITA Zahnfabrik Bad Säckingen). Dabei erfolgt ein Vergleich zwischen unterschiedlichen Eingliederungsverfahren: selbstadhäsiver Zement und Anwendung der „Total-etch“-Technik mit dualhärtendem Zement in einem 5-Jahreszeitraum, ggf. 10 Jahre. Hypothese: VITA Suprinity®-Teilkronen/-Onlays, eingesetzt mit einem selbstadhäsiven Zement, weisen vergleichbare Survival- und Success-Raten auf wie VITA Suprinity®-Teilkronen/Onlays, die mit der „Total-etch“-Technik in Kombination mit einem dualhärtenden Zement eingegliedert wurden. Zahnärztliche Behandlung: Als Einschluss für die Studie, werden Patienten/Zähne ausgewählt, welche im Zuge einer regulären zahnärztlichen Behandlung bei Ihrem behandelnden Zahnarzt, die Indikation für die Versorgungsform: vollkeramische Teilkrone aufweisen.Bei einer klinischen Notwendigkeit für eine oder maximal zwei Teilkronen wird nach Ihrer Einwilligung zur Studienteilnahme per Los über das anzuwendende Zementierungs- (bzw. Klebe-) Verfahren entschieden. Zahnärztliche (Nach-)Untersuchungen: Die Teilkronen sollen im Rahmen der Studie in regelmäßigen Abständen hinsichtlich ihrer Langzeitstabilität nachuntersucht werden. Dies erfolgt unabhängig von Ihren individuellen Nachsorge- und Kontrollterminen in Ihrer zahnärztlichen Praxis. Die jährlichen Nachuntersuchungen der Teilkronen (nach 1,2 3, 5 Jahren) werden durch die Poliklinik Präventive Zahnmedizin, Parodontologie und Kariologie der Universitätsmedizin Göttingen (Studienleiter: PD Dr. Ziebolz) durchgeführt. In den zahnärztlichen Untersuchungen werden spezielle Befunde erhoben, die sich aus einem Kariesbefund, Sensibilitäts-/Kältetest des behandelten Zahnes, der Messung der Entzündung (Blutung) des Zahnfleischs (Blutung auf Sondierung / BOP) und aus Feststellung des Zustands des Zahnhalteapparates (Parodontalstatus: Messung der Zahnfleischtaschen; Feststellung der Zahnlockerung) zusammensetzen.

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Studiendetails

Studienziel Survivalrate: Langzeitbewährung im Sinne von Survival vollkeramischer Teilkronen/Onlays aus VITA Suprinity®-Keramik nach 1,2 3, 5 Jahren, basierend auf den Kriterien von Pjetursson et al. (2007).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle VITA Zahnfabrik H. Rauter GmbH & Co. KG

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Männer oder Frauen im Alter über 18 Jahren
  • erfolgte Einwilligung in die Teilnahme/Einwilligungsfähigkeit
  • Einzelkronen im Seitenzahnbereich (Prämolaren/Molaren) mit antagonistischer natürlicher Bezahnung
  • vitale und symptomlose Pfeilerzähne mit unauffälligem radiologischem Ausgangsbefund*
  • parodontal saniertes (suffizientes) Restgebiss oder keine parodontologische Behandlungsnotwendigkeit

Ausschlusskriterien

  • fehlende antagonistische Bezahnung
  • antagonistische Bezahnung auf Implantaten
  • endodontische Versorgung
  • Bruxismus
  • Patienten unter 18 Jahren
  • Pfeilerzähne mit Schmerzsymptomatik
  • Implantate als Pfeiler
  • nicht durchführbare zahnärztliche Behandlung und/oder Untersuchung aufgrund eines schlechten Allgemeinzustands
  • Vorliegen von Allgemeinerkrankungen: Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz
  • immunsupprimierte Patienten: Organtransplantierte, Autoimmunerkrankungen (rheumatische Arthritis, chronische Darmerkrankungen)
  • infektiöse Patienten (Vorliegen von Hepatitis A, B, C, TBC, HIV; auf Nachfrage)
  • Suchtkranke Patienten (Alkoholabhängigkeit)
  • Patienten mit Anfalls- oder Nervenleiden
  • bestehende Schwangerschaft (auf Nachfrage)
  • Allergien gegen Inhaltsstoffe der Befestigungszemente (sowohl für A als auch B)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Quelle

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