Beschreibung der Studie

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen (rund 9% der 18-65-Jährigen sind betroffen) und sind mit den Mitteln der Psychotherapie gut zu behandeln. Zahlreiche Studien belegen, dass Exposition, die Konfrontation mit Angst auslösenden Reizen, eine hoch wirksame Methode darstellt.Die Studie befasst sich neben der Effektivitätsprüfung mit der Anwendbarkeit (Praktikabilität und Akzeptanz) manualisierter und expositionsbasierter Psychotherapie in der Versorgungspraxis. Untersucht werden ambulante Psychotherapiepatienten mit der Diagnose Panikstörung mit Agoraphobie.

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Studiendetails

Studienziel Hauptzielkriterien sind die Reduktion der Paniksymptome und des Vermeidungsverhaltens in Selbstbeurteilung zum Therapieende und zur 6-Monats-Katamnese. Zur Erfassung dienen die PAS (Panik- und Agoraphobieskala; Bandelow, 1997) und der AKV-MI (Fragebogen zu körperbezogenen Ängsten, Kognitionen und Vermeidung; Ehlers et al. 2001).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Psychotherapeutische Universitätsambulanu

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Klinische Diagnose einer Panikstörung mit Agoraphobie (DSM IV: 300.21)

Ausschlusskriterien

  • Komorbide Diagnose, die vorrangig ist; aktuelle psychotische Symptome; Suizidalität; Abhängigkeit oder Substanzmissbrauch; laufende Psychotherapie. Patienten mit Medikamenteneinnahme werden zur Studie zugelassen, wenn sie die Medikamente vor Beginn der Behandlung absetzen oder bei Betablockern und Benzodiazepinen seit mindestens einem Monat konstant eingestellt sind und bei allen anderen Psychopharmaka, wenn sie sie seit über 3 Monaten konstant einnehmen.

Adressen und Kontakt

Landau

Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Romina Montini

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Bremen

Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Romina Montini

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Häufig gestellte Fragen

Die geplante Untersuchung ist im Bereich der effectiveness-Forschung angesiedelt und beschäftigt sich im Rahmen einer prospektiven Längsschnittstudie mit der Wirksamkeit und Durchführbarkeit von Expositionstherapie bei Panikstörung mit Agoraphobie. Insbesondere ist von Interesse, wie gut die Umsetzung der manualgeleiteten Behandlung auf Seiten der Patienten und Therapeuten gelingt und wie diese die Praktikabilität und Akzeptanz einschätzen. Eine Überprüfung der Langzeiteffekte und Rückfallraten erfolgt durch eine Follow-up-Messung sechs Monate nach Behandlungsende. Eine weitere Fragestellung betrifft die Identifikation möglicher Prädiktoren für frühe Veränderungen im Therapieverlauf, da diese einen größeren Therapieerfolg versprechen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien