Beschreibung der Studie

Der Schwerpunkt der Erforschung einer Blutvergiftung (Sepsis) liegt momentan auf der Verbesserung der Überlebenschancen. Um den Effekt einer möglichen Therapie einschätzen zu können, ist es wichtig, auch im Langzeitverlauf Informationen über Sterblichkeit und Beschwerden zu gewinnen. Internationale Selbsthilfegruppen wie z.B. die nordamerikanische ARDS Foundation (http://www.ardsusa.org/) oder die Deutsche Sepsis-Hilfe (GSA; http://www.deutsche-sepsis-hilfe.or/) konzentrieren sich auf diese Langzeitfolgen und auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL). Zur besseren Einschätzung der HRQoL bei Sepsis-Patienten und für Studien generell wird ein ausreichend langer Beobachtungszeitraum empfohlen. Die Zahl der Patienten mit geistigen Beeinträchtigungen, welche oft als schwer erlebt werden, ist hoch. Das Ausmaß der geistigen und körperlichen Einschränkungen Betroffener ist jedoch noch nicht vollständig verstanden und untersucht. In dieser Hinsicht wurden bereits Fortschritte durch die Ergebnisse zweier Projekte im Verbund des Center for Sepsis Control and Care (CSCC) Jena erzielt. Zum einen konnte mithilfe der Magnetoenzephalographie (MEG) eine Veränderung der Hirnfunktion (im Sinne einer Verlangsamung und/oder Entkopplung der Hirnaktivität) nach einer Blutvergiftung in Verbindung mit verminderter geistiger Leistungsfähigkeit berichtet werden. Zweitens wurde bei Ratten mit Blutvergiftung eine Verkleinerung bestimmter Hirnstrukturen festgestellt. In der Studie LossCog-MRI sollen nun die neurophysiologischen Mechanismen mit bildgebenden Verfahren (Magnetresonanztomographie: MRT) untersucht werden, welche letztlich zu der geistigen Beeinträchtigung führen. Verschiedene Tests (MRT, Magnetenezphalographie und kognitive Tests) sollen an Sepsis-Überlebenden sowie an einer Gruppe gesunder Probanden durchgeführt werden.

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Studiendetails

Studienziel Bestimmen struktureller Änderungen im Gehirn durch fraktionale Anisotropie; Voxelbasierte Morphometrie Amygdala/ Hippocampus
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Sepsis-Patienten:
  • berlebende nach Sepsis/ nach septischem Schock; Männliche und weibliche Erwachsene zwischen 18-65 Jahren; Schriftliche Einwilligung der teilnehmenden Person nach erfolgter Aufklärung; Ehemalige Patienten, welche einen IQCODE > 2,29 aufweisen; Ehemalige Patienten, welche bei der deutschen Sepsis-Hilfe zwischen 2011 und 2013 Hilfe angefordert haben
  • normale, gesunde Probanden:
  • Männliche und weibliche Erwachsene zwischen 18-65 Jahren; Schriftliche Einwilligung der teilnehmenden Person nach erfolgter Aufklärung;

Ausschlusskriterien

  • Schlaganfall oder andere Störungen des ZNS, Epilepsie; Herzschrittmacher/ Defibrillator oder andere elektronische Geräte/ Metallteile im Körper; Leberzirrhose; Amaurosis; Einnahme von Neuroleptika/ Antidepressiva; Akute Platzangst;
  • Schwangerschaft; Teilnahme an anderer klinischer Studie

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Sepsis-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Der Schwerpunkt der Sepsisforschung liegt momentan auf der Verbesserung der Überlebenschancen bereits auf der Intensivstation (ITS). Um jedoch den Netto-Effekt einer möglichen Therapie zu evaluieren, sind Informationen über Mortalität und Morbidität auch im Langzeitverlauf erforderlich. Internationale Selbsthilfegruppen wie z.B. die nordamerikanische ARDS Foundation (http://www.ardsusa.org/) oder die Deutsche Sepsis-Hilfe (GSA; http://www.deutsche-sepsis-hilfe.or/) konzentrieren sich auf diese Langzeitfolgen und auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL). Im Einklang mit den Richtlinien der European Medicines Agency (EMA, CHMP/EWP/4713/03) wird ein ausreichend langer Beobachtungszeitraum für Studien und zur besseren Einschätzung der HRQoL bei Sepsis-Patienten empfohlen. Die Zahl der Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen nach einer Sepsis ist recht hoch. Die Beeinträchtigungen werden oft als schwer erlebt (Iwashyna et al., 2010). Allerdings ist das Ausmaß der kognitiven und funktionellen Einschränkungen betroffener Sepsis-Überlebender noch nicht vollständig verstanden und untersucht. In dieser Hinsicht wurden bereits Fortschritte durch die Ergebnisse zweier Projekte im Verbund des Centers for Sepsis Control and Care (CSCC) in Jena erzielt. Zum einen konnte mithilfe der Magnetenzephalographie (MEG) eine Veränderung der Hirnfunktion (im Sinne einer Verlangsamung der Ruheaktivität und/ oder einer Desynchronisation der Hirnaktivität) nach Sepsis in Verbindung mit verminderter kognitiver Leistungsfähigkeit berichtet werden (CSCC-Projekt: NeuroSOS-Sync). Zweitens wurde bei Ratten mit induzierter Sepsis eine Verringerung des Volumens der Amygdala identifiziert (CSCC Projekt: SepMech). In der Studie LossCog-MRI sollen nun die zugrunde liegenden neurophysiologischen Mechanismen der Sepsis-induzierten kognitiven Beeinträchtigung mit bildgebenden Verfahren (Magnetresonanztomographie: MRT) untersucht werden.

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