Beschreibung der Studie

Lebertransplantationen werden heute bei schweren chronischen Lebererkrankungen in spezialisierten Zentren routinemäßig durchgeführt. Durch die anschließend notwendige Immunsuppression besteht für die Transplantierten allerdings ein erhöhtes Risiko für Pilzinfektionen. Es ist hinreichend bekannt, dass sich im Falle des Auftretens einer solchen Infektion das Risiko für ein Transplantatversagen deutlich erhöht. Daher erhalten die transplantierten Patienten eine antimykotische Prophylaxe. Diese haben allerdings deutliche Nebenwirkungen, sind kostenintensiv und können eine Infektion nicht immer verhindern. Die hier vorliegende Studie soll nun bei Patienten die sich einer Lebertransplantation unterziehen, die Inzidenz von Pilzinfektionen ermitteln und gleichzeitig Unterscheidungskriterien zwischen harmloser Besiedelung und invasiver Infektion definieren. Gleichzeitig soll versucht werden, Prognoseparameter zu herauszuarbeiten, welche eine frühzeitige Abschätzung des Risikos für eine Pilzinfektion ermöglichen. Das frühzeitige Erkennen und Abschätzen kann helfen, die Notwendigkeit einer medikamentösen Pilzprophylaxe zu erleichtern und genauere Therapiestrategien zu entwickeln, um einem Transplantatversagen oder dem Tod des Patienten entgegenzuwirken.

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Studiendetails

Studienziel Untersuchung des Verlaufs von Patienten nach Lebertransplantation in Bezug auf die Inzidenz, Risikofaktoren und den Verlauf mykotischer Infektionen.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Anaesthesiologie Universitätsklinikum Heidelberg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Lebertransplantation am Transplantationszentrum Heidelberg
  • schriftliche Einverständniserklärung durch den Studienteilnehmer
  • Alter >18 Jahre

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die orthotope Lebertransplantation ist heute ein routinemäßig eingesetztes Verfahren, um Patienten mit ansonsten unheilbaren chronischen Leberkrankheiten oder akutem Leberversagen ein Überleben zu ermöglichen. Durch Innovationen der letzten Jahre ist heute ein Langzeitüberleben bei guter Lebensqualität die Regel. In einigen Fällen kommt es jedoch zum primären oder sekundären Transplantatversagen mit weitreichenden Folgen für den Patienten wie der Notwendigkeit einer Re-Transplantation oder Tod. In Bezug auf Pilzinfektionen bei Lebertransplantierten ist bekannt, dass diese mit einer deutlichen Verschlechterung des Outcomes assoziiert sind. Aus diesem Grund wird in der Regel eine medikamentöse Prophylaxe durchgeführt, wenngleich die hierzu verwendeten Medikamente ein breites Nebenwirkungsspektrum aufweisen und nicht in allen Fällen eine Infektion sicher vermeiden können. Die hier vorliegende Studie hat nun zum Ziel bei Patienten die sich einer Lebertransplantation unterziehen die Inzidenz von Pilzinfektionen zu ermitteln und eine Unterscheidung zwischen harmloser Besiedelung und invasiver Infektion zu treffen. Zudem soll versucht werden prospektive Prognoseparameter zu definieren, die eine Abschätzung des Risikos einer Pilzinfektion erlauben und somit eventuell zu einem besseren Transplantatüberlebens nach Lebertransplantation führen. Dabei sollen klinisch-chemische Parameter wie die Kinetik der Transaminasen und der Lebersyntheseparameter sowie klinische Scores (MELD, SOFA, APACHE II) untersucht werden. Zudem sollen Pilzkulturen angelegt, serologische Parameter (Galatomannan und (1,3)-ß-D-Glukan) gemessen sowie PCR-Analysen auf PILZ-DNA durchgeführt werden. Das frühzeitige Erkennen und Abschätzen kann helfen, die Notwendigkeit einer medikamentösen Pilzprophylaxe zu erleichtern und genauere Therapiestrategien zu entwickeln, um einem Transplantatversagen oder dem Tod des Patienten entgegenzuwirken.

Quelle

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