Beschreibung der Studie

Bei der transurethralen Resektion wird wucherndes Prostatagewebe durch eine Schlinge abgetragen oder durch eine Knopfelektrode verdampft (Vaporisation). Bei beiden Möglichkeiten kommt es durch den Hochfrequenzstrom zum Absterben von Zellen (Nekrosen) im Gewebe. Über die Tiefe der Einwirkung der Gewebenekrosen gibt es bislang unterschiedliche Angaben in der Literatur. Zur Klärung wird in einem Seitenlappen die Verdampfung angewendet und es werden 2 bis 5 Gewebsspäne aus dem vaporisierten Gebiet mittels Schlinge abgetragen und zur Untersuchung der Zellschädigung aufgefangen. Am anderen Seitenlappen wird die Resektion angewendet und es werden 2 bis 5 Gewebsspäne aus dem resezierten Gewebe mittels Schlinge abgetragen und aufgefangen, bei denen die Zellschädigung untersucht wird. Welche Methode an welchem Seitenlappen angewendet wird, wird durch zufällige Zuordnung (Randomisation) bestimmt.

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Studiendetails

Studienziel • Bestimmung der Nekrosetiefe von histologischem Material, welches bei zwei routinemäßig angewendeten Operationsmethoden entnommen wird
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Olympus Surgical Technologies EuropeOlympus Winter & Ibe GmbH

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit gutartiger Prostatahyperplasie und Indikation zur TURP aufgrund von
  • wiederkehrender oder refraktärer Harnstauung, Restharnbildung
  • rezidivierender Hämaturie
  • Blasensteinen
  • rezidivierenden Harnwegsinfekten
  • Prostata-Volumen > 30 cm3
  • Abgeschlossene Voruntersuchungen entsprechend der gültigen Kriterien für Prostata-Operationen
  • Urologische Untersuchung
  • Indikation zur TURP
  • Anästhesie-Voruntersuchung
  • Patienten >= 18 Jahre
  • Vorliegen der unterschriebenen Patienten-Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Lokale Vorbehandlungen der Prostata oder vorhergegangene Prostata-Operationen
  • Bekanntes Prostatakarzinom
  • Palliative TURP
  • Dauerkatheter länger als 1 Woche präoperativ
  • Kontraindikation für eine Steinschnittlagerung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Prostatavergrößerung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Bisherige Untersuchungen zur Nekrosetiefe wurden an unterschiedlichen Organen / Spezies durchgeführt und die ermittelten Werte sind nicht konsistent. Dieses wissenschaftliche Projekt soll durch Einbeziehung einer größeren Anzahl von Patienten mit BHP dazu beitragen, die bisher in der Literatur veröffentlichten, sehr variablen Werte der Nekrose-Eindringtiefen, besser eingrenzen zu können. Tiefere Nekrosen können durch die höhere Gewebsschädigung zu einer schlechteren Heilung und zu Entzündungsprozessen führen. Im Bereich von sensiblen Stellen mit Kontakt zu Nerven/Muskeln kann die Tiefe der Nekrose auch einen Einfluss auf eventuelle funktionale Schädigungen haben. Sollte sich die Nekrosetiefe bei den bei der TURP verwendeten Methoden (Abtragung von Gewebe mit der Resektionsschlinge oder Verdampfung von Gewebe mit der PlasmaButton-Elektrode) signifikant unterscheiden, könnte zukünftig bei einer Behandlung die Methode gezielter ausgewählt werden.

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