Beschreibung der Studie

Für die alternative Entspannungsmethode Viniyoga konnte in einer Vorstudie eine effektive Blutdrucksenkung bei Hochdruckpatienten in der stationären Rehabilitation gezeigt werden. Insbesondere bei Patienten mit einem erhöhten systolischen Ausgangsblutdruck (140-160mmHg) wurden deutlich bessere Resultate erzielt als mit der Standardtherapie. Allerdings zeigen die Ergebnisse ebenfalls, dass der Transfer in den Alltag der Patienten nach Rehabilitationsende schlechter gelingt. In einem Folgeprojekt soll die Therapiemotivation der Patienten nun durch Eingliederung in ein intensiviertes Nachsorgeprogramm mit regelmäßiger telefonischer Nachbetreung und Nachtreffen vor Ort erhöht werden. Dazu wurden Patienten mit Bluthochdruck zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt. Während dem Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik nehmen beide Gruppe an einem regelmäßigen Yoga-Training teil. Nach Abschluss der stationären Rehabilitation wird eine Gruppe (Interventionsgruppe) in ein Nachbetreuungsprogramm integriert, während die andere Gruppe (Kontrollgruppe) keine über das Rehabilitationsprogramm hinausgehenden Maßnahmen erhält. Das Programm besteht aus regelmäßigen telefonischen Rückmeldungen durch die Rehabilitationsklinik sowie einem Nachtreffen gemeinsam mit den anderen Studienteilnehmern. Ziel der Studie ist es die Therapiemovation zu erhöhen und die Patienten dabei zu unterstützen, die in der Rehabilitation erreichten positiven Gesundheitseffekte langfristig zu erhalten.

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Studiendetails

Studienziel poststationäre Weiteranwendung des Entspannungstraining (Prozent der Teilnehmer) 6/12 Monaten nach Studienende
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 240
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle refonet Rehabilitations-Forschungsnetzwerk der Deutschen Rentenversicherung Rheinland

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose Arterielle Hypertonie (ICD I10), definiert über die vorliegenden Arztberichte sowie die Blutdruckmessung (> 140/90 mmHg) bei der Aufnahmeuntersuchung und die vorliegende Medikation (ATC C02-C09)
  • Männliches Geschlecht
  • Alter: 18-60 Jahre
  • Der Teilnahme an der Studie entsprechender Geisteszustand
  • Ausreichende sprachliche Kenntnisse

Ausschlusskriterien

  • Herzinsuffizienz ab NYHA Grad II und höher
  • hämodynamisch relevante Herzrhythmusstörungen
  • klinisch relevante Lungenerkrankungen (Medikation erforderlich)
  • Dialysepflichtigkeit
  • operativer Eingriff innerhalb der letzten vier Wochen
  • ST-Hebungsinfarkt innerhalb der letzten vier Wochen
  • schwere Beeinträchtigung des körperlichen Allgemeinzustandes bzw. körperliche Komorbidität, die die für die Intervention notwendige körperliche Aktivität nicht erlaubt.

Adressen und Kontakt

Rehabilitationsklinik Roderbirken, Leichlingen

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Eine Vorstudie konnte für die alternative Entspannungsmethode Viniyoga eine effektivere Blutdrucksenkung bei Hypertoniepatienten in stationärer Rehabilitation, verglichen mit dem Standardtherapieverfahren, belegen (RR syst.: -8mmHg vs. -5mmHg nach dreiwöchigem Entspannungstraining, p< 0,02). Allerdings zeigt die geringere poststationäre Anwendungsdauer von Viniyoga, dass der Transfer in den Alltag der Patienten nach Rehabilitationsende schlechter gelingt. In einem Folgeprojekt soll in einer randomisierten kontrollierten Studie untersucht werden, inwieweit die Compliance durch Eingliederung der Patienten in ein intensiviertes Reha-Nachsorgeprogramm (Interventionsgruppe) gesteigert werden kann, verglichen mit einer rein stationären Viniyoga-Intervention (Kontrollgruppe). Auf der Basis von Erfahrungen der Vorstudie zu Abbrechern und Nonrespondern, sollen insgesamt 240 Hypertoniepatienten in die Studie aufgenommen werden um eine statistische Power von 80% (zweiseitiger Test, Signifikanzniveau 5%) zu erreichen. Im Rahmen des Nachsorgeprogramms vermuten wir eine deutlich höhere poststationäre Anwendungsdauer der Entspannungstechnik (50% nach sechs Monaten, 30% nach 12 Monaten) und infolgedessen eine bessere Nachhaltigkeit der physiologischen und psychischen Rehabilitationsergebnisse.

Quelle

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