Beschreibung der Studie

Der rechtsseitige Schlaganfall hat zumeist eine Lähmung der linken Körperhälfte zur Folge. Betroffene haben neben Bewegungseinschränkungen häufig Schwierigkeiten in der räumlichen Wahrnehmung. Sie können z. Bsp. Dinge, die sich auf der gelähmten Seite befinden, nicht sehen. In dieser Studie soll zur Förderung der räumlichen Wahrnehmung PARO eingesetzt werden, eine Robotertechnik in Form einer Jungrobbe mit weißem Plüschfell. Auf Ansprache oder Berührung reagiert PARO beispielsweise mit Lauten oder bewegt die Flossen. Das Hauptziel vorliegender Studie besteht darin, zu untersuchen, ob sich durch den Einsatz von PARO die räumliche Wahrnehmungsfähigkeit auf der gelähmten Seite verbessert. Finanzierung: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst und Fachhochochschule Frankfurt am Main (01.10.2012 - 30.09.2014)

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Studiendetails

Studienziel Neglectsymptomatik: - Ausstreichtest (Cats-Test) (Haid et al. 2010), Linienteilungstest Pre-und Post Messung (vor und nach den Einzeltherapien) Pre-, Postmessung und Follow-up (Vor Behandlung, nach Behandlung (2 Wochen) und weitere 2 Wochen später) - Beobachtungsbogen für räumliche Störungen (BRS) (Neumann et al.2007). Pre-, Postmessung und Follow-up (Vor Behandlung, nach Behandlung (2 Wochen) und weitere 2 Wochen später)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Personen mit linksseitigem Neglect nach erstereignetem Schlaganfall,
  • stationärer Aufenthalt in Neurologischer Frührehabilitation (Phase B)

Ausschlusskriterien

  • Personen, die aufgrund erhöhtem Hirndrucks keine Oberkörperhochlagerung einnehmen können, Personen mit übertragbarem Erregern, bzw. MRSA

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Neglect-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Der Neglect ist eine räumliche Wahrnehmungsstörung, die am häufigsten infolge eines rechtsseitigen Schlaganfalls auftritt. Charakteristisch für das Phänomen ist die Vernachlässigung der kontraläsionalen Körper- bzw. Raumhälfte. Häufig können Betroffene visuelle, akustische und taktile Reize auf der betroffenen Seite nicht mehr wahrnehmen. Therapeutische Ansätze zur frühzeitigen Förderung der räumlichen Wahrnehmung beruhen auf dem Prinzip der multisensorischen Stimulation. Die Darbietung möglichst vieler Reize soll zur aktiven Exploration der vernachlässigten Raum- bzw. Körperhälfte anregen. Konzepte zur Wahrnehmungsförderung sind fester Bestandteil pflegetherapeutischer Arbeit in der neurologischen Frührehabilitation. Pflegerische Interventionen zur Minderung räumlicher Wahrnehmungsstörungen in der frührehabilitativen Phase werden bislang weder zielgerichtet praktiziert, noch sind sie Gegenstand systematischer pflegerischer Untersuchungen und geben somit den Anlass zu vorliegendem Projekt. Im Rahmen der Studie dient die Robotertechnik PARO als therapeutisches Mittel zur multisensorischen Stimulation. PARO ist eine in Japan nach dem Vorbild einer Jungrobbe speziell für therapeutische Zwecke entwickelte Robotertechnik. Erste Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Einsatz dieser Robotertechnik eine gesteigerte Aktivität, eine vermehrte Interaktion und ein verbessertes Wohlbefinden auslöst. Das Ziel der Studie besteht darin, eine theoriegeleitete pflegetherapeutische Intervention für die Neurologische Frührehabilitation zu entwickeln und diese im Rahmen einer Pilotstudie in einer Fachklinik für Neurologische Frührehabilitation zu erproben.

Quelle

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