Beschreibung der Studie

In vorangegangenen Forschungsprojekten haben wir erstmalig Calprotectin als einen vielversprechenden Biomarker des akuten Nierenversagens identifiziert. Im vorgestellten Forschungsvorhaben soll untersucht werden, ob der diagnostische Einsatz von Calprotectin zu einer Prävention von kontrastmittelinduziertem Nierenversagen führt. Patienten mit einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) ≥ 60 ml/min, bei denen nach herkömmlichen Maßstäben kein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines kontrastmittelinduziertes Nierenversagens vorliegt, geben vor einer geplanten Koronarangiographie eine Urinprobe ab. Ziel der ersten Phase der Studie ist die Patienten zu identifizieren, die ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Nierenversagens nach Kontrastmittel-Gabe haben. Im zweiten Studienabschnitt werden die Patienten mit dem erhöhten Risiko nach den aktuellen Empfehlung mit Infusion von Kochsalzlösungen vor und nach der Gabe von Kontrastmittel prophylaktisch behandelt. Der Kreatinin-Wert vor Kontrastmittelgabe und 48 Stunden später wird bestimmt. Durch den diagnostischen Einsatz von Calprotectin lassen sich kontrastmittel-induzierte Nierenversagen reduzieren.

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Studiendetails

Studienziel Häufigkeit des akuten Nierenversagens nach Kontrastmittelgabe - Bestimmung der Nierenfunktion durch den Kreatininwert
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 894
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Notwendigkeit einer Koronarangiographie

Ausschlusskriterien

  • Anurie, Alter < 18 Jahre, Teilnahme an anderen klinischen Studien, Unfähigkeit zu Aufklärung und Einwilligung, eGFR < 60 ml/min per 1.73m2, Notfallkoronarangiographie, vorbekannte Nierenerkrankungen, Leukozyturie, metastasiertes Krebsleiden, Urothelcarcinome, Myokardinfarkt, schwere Herzinsuffizienz NYHA III-IV.

Adressen und Kontakt

Charité, Berlin

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Marienhospital-Herne, Bochum

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Häufig gestellte Fragen

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In vorangegangenen Forschungsprojekten haben wir erstmalig Calprotectin (S100A8/S100A9) als vielversprechenden Biomarker des akuten Nierenversagens identifiziert. Calprotectin zeigt mit hoher Sensitivität eine intrinsische Nierenschädigung an (Heller et al., CJASN 6:2347-2355, 2011; Seibert et al., Acta Physiol (Oxf) 207:700-708, 2013). Im aktuell vorgestellten Forschungsvorhaben soll untersucht werden, ob der diagnostische Einsatz von Calprotectin zu einer Verbesserung klinischer Endpunkte führt. Unsere Hypothese ist, dass Calprotectin durch seine Eigenschaft der sensitiven Erkennung intrinsischer Nierenschäden Patienten identifizieren kann, die ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines konstrastmittelinduzierten akuten Nierenversagens (contrast-induced acute kidney injury, CI-AKI) haben. Patienten mit einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) ≥ 60 ml/min, bei denen nach herkömmlichen Maßstäben kein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines CI-AKI gegeben ist, geben vor einer geplanten Koronarangiographie eine Urinprobe ab. Die nicht-randomisierte Studie ist zweistufig geplant. Im ersten Studienabschnitt findet keine Calprotectinbestimmung vor der Herzkatheteruntersuchung statt. Die asservierten Proben werden lediglich retrospektiv analysiert. Bestätigt sich die Arbeitshypothese eines erhöhten Risikos für die Entwicklung eines CI-AKI bei erhöhten Calprotectinwerten (>100 ng/ml), so findet ein zweiter Studienabschnitt statt. In diesem Abschnitt findet eine prospektive Calprotectinbestimmung vor der Koronarangiographie statt. Patienten mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung eines CI-AKI (angezeigt durch eine Calprotectinkonzentration > 100 ng/ml) werden leitliniengemäß nephroprotektive Maßnahmen erhalten (1l isotone Kochsalzlösung vor und nach der Untersuchung). Die Kochsalzgabe vor und nach Kontrastmittelgabe führt bei Risikopatienten zu einer signifikanten Senkung der Auftretenswahrscheinlichkeit eines CI-AKI.

Quelle

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