Beschreibung der Studie

Normalerweise variiert die auditorische Empfindlichkeit in Abhängigkeit vom jeweils herrschenden Umgebungsschallpegel. In diesem Projekt werden Formen der Beeinträchtigung der Regulation der auditorischen Empfindlichkeit bei Probanden mit chronischem Tinnitus und bei gesunden Kontrollprobanden mit Hilfe der Magnetenzephalographie und der Diffusionstensorbildgebung untersucht.

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Studiendetails

Studienziel Magnetenzephalographie: auditorisch evozierte Magnetfelder
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 240
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten: Tinnitus
  • Kontrollprobanden: ohne Tinnitus

Ausschlusskriterien

  • Individuen mit objektivem Tinnitus, noisiformem or pulsatilen Tinnitus, Morbus Ménière, Otosclerose, chronischen Kopfschmerzen, metallischen Implantaten, Schrittmachern, zentral wirksamer Medikation, neurologischen Erkrankungen wie z.B. Hirntumore, und Individuen in psychiatrischer Behandlung sind von der Studie ausgeschlossen.

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Heidelberg

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Häufig gestellte Fragen

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Mit dem Ausdruck “Tinnitus“ wird eine Klasse auditorischer Phantomempfindungen, d.h. auditorischer Empfindungen, die ohne adäquate Reizung auftreten, bezeichnet. Ungefähr 35-40% der Bevölkerung industrialisierter Länder hat irgendwann in ihrem Leben einen Tinnitus; bei 0.5-1% der Betroffenen hat der Tinnitus Krankheitswert. In vielen Fällen beginnt der Tinnitus mit einer Schädigung der Basilarmembran und dem dadurch verursachten Hörverlust. Die periphere Schädigung hat zentrale funktionelle und strukturelle Veränderungen zur Folge. Da Tinnitus pathophysiologisch in vieler Hinsicht unverstanden ist, existiert keine kausale Therapie. Tinnitus könnte ein Beispiel einer Hyperaktivationsstörung darstellen. Hyperaktivation, gemessen durch die Amplitude des akustisch evozierten MEG/EEG-Signals, korreliert positiv mit der Lautheit des und der Beeinträchtigung durch den Tinnitus. Jedoch sind die spezifischen Merkmale relevanter hypothetischer psychophysiologischer Mechanismen wie die Herabregelung inhibitorischer Prozesse und die Hochregelung der Sensitivität/des Verstärkungsfakors (gain) des Systems bisher nicht bekannt. Durchwegs berücksichtigen ältere und aktuelle Varianten der Sensitivitäts/Gain-Adaptationshypothese des Tinnitus nicht, dass schon die normale und ubiquitäre dynamische Bereichsadaptation der Reizintensitätskodierung Veränderungen der Systemsensitivität und der Systemverstärkung im Zeitbereich von Sekunden und darunter impliziert. Es ist logisch nicht ausgeschlossen, dass die dynamische Bereichsadaptation der Reizintensitätskodierung und die mit Tinnitus assoziierte Sensitivity/Gain-Adaptation voneinander unabhängige Prozesse darstellen. Jedoch schlagen wir hier vor, die Hypothese, dass Tinnitus-spezifische Sensitivitäts/Gain-Adaptationsprozesse die dynamische Bereichsadaptation negativ beeinflussen, zu untersuchen. Darüberhinaus soll die komplementäre Hypothese, ob und wie Tinnitus die frühe, rasche Detektion von Intensitätsänderungen akustischer Reize affiziert, untersucht werden. In den Experimenten werden magnetenzephalographische (MEG) Daten erhoben und die neuronalen Generatoren auditorisch evozierter Magnetfelder mittlerer Latenz charakterisiert. Um Tinnitus-spezifische Veränderungen in funktionellen und strukturellen Netzen, die die neuronalen Korrelate von Veränderungen der dynamischen Bereichsadaptation darstellen könnten, zu erfassen, sollen verteilte (beamformer) Quellenmodelle und Quellenkohärenzmasse berechnet werden. Parallel dazu sollen Magnetresonanz-Diffusionstensor-Imaging (MR DTI) Daten erhoben und traktographisch ausgewertet werden.

Quelle

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