Beschreibung der Studie

Klinische Subtypen des Morbus Parkinson zeigen einen unterschiedlichen klinischen Verlauf. Diese klinische Diskrepanz legt Unterschiede in der zugrunde liegen Krankheitsursache nah. Durch Kombination verschiedener bildgebender Verfahren ([18F]FDG-PET, [18F]F-DOPA-PET, fMRT) desselben Patienten lassen sich Aussagen treffen zu Unterschieden dieser Krankheitsursachen. Dabei handelt es sich um sowohl nuklearmedizinische Verfahren (PET) als auch eine auf magnetischen Feldern beruhende Kernspintomographie (MRT). Weiterhin werden Blutentnahmen durchgeführt, um genetische Auffälligkeiten (Genomics) oder Veränderungen des Stoffwechsels (Metabolomics) zu detektieren. Es werden 65 Patienten mit einem M. Parkinson sowie 20 gesunde Kontrollprobanden untersucht sowie klinische Daten erhoben. Dabei sollen durch Analyse funktionell verbundener Hirnregionen sowie Analyse spezifischer Muster in Verbindung mit dem klinischen Verlauf Rückschlüsse auf Subtypen der Patienten mit Morbus Parkinson gezogen werden. Durch 2 Messzeitpunkte (Baseline + 2 Jahre später) können diese Analysen auch im zeitlichen Verlauf durchgeführt werden und Informationen über - durch Krankheitsprogression bedingte - Veränderungen liefern. Es sollen funktionelle Kompensationsmechanismen bildgebend dargestellt werden. Das Ziel einer Identifikation spezifischer bildgebender Muster bei Subtypen des M. Parkinson hat potentiell einen hohen prädiktiven Wert in Bezug auf das Vorliegen eines Morbus Parkinson sowie dem Erkrankungsverlauf.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Identifikation und Darstellung der metabolischen Veränderungen sowie der signifikant veränderten Konnektivität innerhalb des ermittelten Netzwerkes zwischen, durch Clusteranalyse ermittelten, Patientensubtypen. Hierzu erfolgt der Vergleich der bildgebenden ([18F]FDG-PET, [18F]-Dopa-PET, rsMRT) sowie klinischen Daten zur Baseline (Patienten/Kontrollen) und im 2-Jahres-Follow-Up (Patienten).
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 85
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Ihr ganz persönlicher Parkinson-Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit PD: Diagnose eines Morbus Parkinson nach den British Brain Bank Kriterien; Hoehn & Yahr Stadium I-II; Mindestens 12-stündige Medikationspause von nicht-retardierten/72-stündige Medikationspause von redardierten Parkinson-Medikatmenten muss tolerabel sein;
  • Alter 55-80; Gute Deutschkenntnisse; Einwilligungsfähigkeit
  • Kontrollen:
  • Alter >55 Jahre; Einwilligungsfähigkeit

Ausschlusskriterien

  • Patienten: Patienten, die an einer anderen, die Kognition beeinträchtigenden Erkrankung leiden;
  • Depression (BDI > 20 P.); Demenz (PANDA < 14 P.); Zu erwartende Incompliance in der Teilnahme der Studie; Kontraindikation für ein MRT: Herzschrittmacher, künstliche Herzklappe, Metallimplantate, Schwangerschaft, Stillzeit, Platzangst, Adipositas (BMI > 30)
  • Kontrollen: Neurologische Erkrankungen; Einnahme von zentral wirksamen Medikamenten, die ein Absetzen am Abend vor der Messung nicht erlauben; Kontraindikation für ein MRT: Herzschrittmacher, künstliche Herzklappe, Metallimplantate, Schwangerschaft, Stillzeit, Platzangst, Adipositas (BMI > 30)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Parkinson-Studien.

Häufig gestellte Fragen

- Identifikation klinischer, genetischer, metabolomischer und bildmorphologischer Cluster zur Identifikation von Subtypen ([18F]FDG-PET, [18F]-Dopa-PET und resting-state fMRT-Daten) - Analyse der Zusammenhänge des dopaminergen Defizits, Änderungen der funktionalen Konnektivität und kortikaler neuronaler Dysfunktion innerhalb der Subtypen - Identifikation von funktionellen Kompensationsmechanismen - Etablierung bildgebender, genetischer und metabolomischer Verfahren als geeignete Biomarker der klinischen/bildmorphologischen Prädiktion bzw. Prozessquantifizierung

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien