Beschreibung der Studie

Die Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) ist eine Bluthochdruck-Erkrankung in der Schwangerschaft mit schweren Komplikationen bei Mutter und Kind. Die einzig mögliche Therapie besteht in der vorzeitigen Entbindung durch Kaiserschnitt. Die Ursachen der Erkrankung sind bisher nicht eindeutig geklärt. Sicher ist allein, dass es zu einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren kommt, die den Blutdruck erhöhen. Um besser beurteilen zu können, was in einem solchen Fall genau am Gefäß geschieht, möchten wir Blut und insbesondere Blutfette in ihren Auswirkungen auf bestimmte Zellen, die in Blutgefäßen vorkommen und für den Blutdruck verantwortlich sind, im Labor untersuchen. Im Rahmen routinemäßig vorgesehener diagnostischer Maßnahmen erfolgt eine Blutabnahme von maximal ca. 25 mL Blut, aus der eine spezielle Analyse der Fettwerte durchgeführt wird. Wir vergleichen dann Ergebnisse von Blutproben von Patientinnen, die an einer Schwangerschaftsvergiftung leiden, mit gesunden, schwangeren Frauen und mit Frauen, die nicht schwanger sind.

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Studiendetails

Studienziel Vergleich der aus der Ultrazentrifugation und anschliessenden enzymatischen Messung erhaltenen Lipidwerte des einmalig entnommenen Plasmas. Es erfolgt eine explorative Analyse, daher Angabe eines definierten Endpunkts nicht möglich.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 350
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinik Freiburg Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien in der Fallgruppe: Schwangere mit Präeklampsie nach den folgenden Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (August 2010): Gestationhypertonie (RR>140/90 mm Hg) und Proteinurie ≥ 300 mg/24h, die nach der abgeschlossenen 20. SSW aufgetreten ist. Die Diagnose Präeklampsie kann auch bei Fehlen einer Proteinurie gestellt werden, wenn alternativ eine fetale Wachstumsrestriktion, eine Beteiligung der Leber, Nierenfunktionsstorungen, neurologische Probleme oder hämatologische Störungen erstmals nach der 20. SSW beobachtet werden. Einwilligung der Schwangeren. Alter der Patientin > 18 Jahre. Einschlusskriterien in der Kontrollgruppe 1: Gesunde, schwangere Probandinnen: Für jede Patientin aus der Fallgruppe je eine gesunde Schwangere in der gleichen Schwangerschaftswoche ± 1 Woche. Einwilligung der Probandin. Alter der Probandin > 18 Jahre. Einschlusskriterien in der Kontrollgruppe 2: Gesunde, nicht-schwangere Probandinnen: Gesunde, nicht-schwangere Frauen, die jünger als 45 Jahre sind. Einwilligung der Probandin. Alter der Probandin > 18 Jahre.

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien in der Fallgruppe: Keine Zustimmungsfähigkeit. Ausschlusskriterien in den beiden Kontrollgruppen: Keine Zustimmungsfähigkeit. Anamnestisch Vorliegen von : Arterieller Hypertension, Medikamentöser Behandlung mit Antihypertensiva und anderen herzwirksamen Medikamenten, Diabetes mellitus, Nierenfunktionseinschränkung, Fettstoffwechselstörungen, Lebererkrankungen.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Präeklampsie ist eine der Hauptursachen maternaler und fötaler Mortalität und Morbidität. 2-10 % der Erstgebärenden erkranken an Präeklampsie, wobei das Risiko bei vorbestehender arterieller Hypertonie, Diabetes mellitus oder Nierenerkrankungen erhöht ist. Nach der heutigen Lehrmeinung ist die Präeklampsie eine multifaktorielle Erkrankung, die durch anormale Gefäßreaktion auf die Plazentation, verbunden mit erhöhtem systemischen Gefäßwiderstand (arterieller Hypertension), vermehrter Thrombozyten-Aggregation, Aktivierung des Gerinnungssystems und endothelialer Dysfunktion charakterisiert ist. Veränderungen im Lipid- und Lipoproteinstoffwechsel scheinen von Bedeutung zu sein. In vitro-Experimente haben eine grösstenteils von den Lipidfraktionen abhängige endothelial stimulierende Wirkung des Plasmas präeklamptischer Schwangerer gezeigt. In unserer Studie soll untersucht werden, ob die einzelnen in der Dichtegradientenultrazentrifugation getrennten Lipoproteinfraktionen eine ursächliche Wirkung bei der Entstehung der arteriellen Hypertension spielen. Zu diesem Zwecke soll ihre Wirkung auf bei der endothelialen Dysfunktion/ arteriellen Hypertension beteiligte Rezeptoren in Zellkultursystemen untersucht werden. Hierbei werden Schwangeren, die an Präeklampsie leiden, sowie gesunden Schwangeren und gesunden, nicht-schwangeren Frauen Blut entnommen und die Wirkung der Lipoproteinfraktionen untersucht und verglichen. (Für die Studie wurde ein Amendment beantragt und von der Ethikkommission unter der Nummer 410/13_150593 vom 25.08.2015 genehmigt; Für die Studie wurde ein Amendment beantragt und von der Ethikkommission unter der Nummer 410/13_161155 vom 10.01.2017 genehmigt)

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