Beschreibung der Studie

Die Studie ist eine Erweiterung der bereits im DRKS registrierten Studie MEDUSA (Medical Education for Sepsis Source Control and Antibiotics- Multimodale Weiterbildung zur Fokussanierung und antimikrobieller Therapie bei Sepsis; DRKS-ID: DRKS00000621). MEDUSA ist eine Studie, die an ca. 40 Krankenhäusern in ganz Deutschland stattfindet. Ziel ist es, in den beteiligten Häusern dafür zu sorgen, dass Patienten mit schwerer Sepsis oder septischem Schock (im Volksmund oft als Blutvergiftung bezeichnet) besser versorgt werden. Die aktuelle Erweiterung der Studie besteht in einer Mitarbeiterbefragung auf den Intensivtherapiestationen (ITS) der beteiligten Häuser. Ärzte und Pflegekräfte erhalten einen Fragebogen, der auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit auf der Station fokussiert. Zu Vergleichszwecken werden auch Ärzte und Pflegekräfte der Palliativstationen der beteiligten Krankenhäuser befragt. Es wird erwartet, dass sich eine bessere interdisziplinäre Zusammenarbeit auf Station positiv auf die Qualität der Versorgung von Patienten mit schwerer Sepsis sowie auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirkt. Außerdem wird erwartet, dass die Qualität der Zusammenarbeit auf Palliativstationen besser ausfällt als auf Intensivstationen.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Patienten: 28-Tage-Mortalität; Mitarbeiter: Kündigungsabsicht
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 1500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Pflegekräfte und Ärzte auf Intensivtherapiestationen sowie Palliativstationen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Sepsis-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Die aktuelle Studie ist ein Amendment zur cluster-randomisierten Interventionsstudie MEDUSA (Medical Education for Sepsis Source Control and Care- Multimodale Weiterbildung zur Fokussanierung und antimikrobieller Therapie bei Sepsis; DRKS-ID: DRKS00000621) Ziel von MEDUSA ist, über eine Intervention auf Ebene der Zentren eine Verbesserung der Behandlung von Patienten mit schwerer Sepsis oder septischem Schock zu erreichen. Die Zentren wurden randomisiert einer Kontroll- und einer Interventionsgruppe zugeordnet. Nach ca. der Hälfte der Studiedauer (im Herbst 2013) wechselt die Gruppenzugehörigkeit und bisherige Kontrollhäuser erhalten dann die Intervention. Die aktuelle Studie erweitert die MEDUSA Studie um eine Mitarbeiterbefragung der Pflegekräfte und Ärzte der Intensivtherapiestationen (ITS) der beteiligten Zentren. Zu Vergleichszwecken werden zusätzlich Mitarbeiter der Palliativstationen und Intermediate Care Stationen der Zentren befragt. Eingeschlossen werden also Mitarbeiter, es werden keine zusätzlichen Patientendaten erhoben. Der Mitarbeiterfragebogen fokussiert auf die Qualität der interdisziplinären Zusammenarbeit. Zusätzlich werden Arbeitsbelastung und -Zufriedenheit, organisationale Veränderungsbereitschaft sowie die Wahrnehmung ethischer Probleme in der Patientenversorgung erfasst. Weiteres Erhebungsinstrument ist ein Zentren-CRF für die ITS, der den Case-Mix der Station, die personelle Besetzung, technische Ausstattung sowie organisationstheoretisch fundierte Konzepte (Entscheidungszentrierung, Aufgabendifferenzierung, Koordinationsmechanismen) erfasst. Ein Teil der Fragestellungen der Studie setzt die Daten der Befragung mit den im Rahmen der MEDUSA Studie erhobenen Patientendaten in Verbindung. Ein Teil der Fragestellungen verwendet ausschließlich Daten, die über die Mitarbeiterbefragung sowie das Zentren-CRF erhoben werden. Sollte eine mangelnde Rekrutierung unter den Zentren der MEDUSA Studie auftreten, kann die Studie hinsichtlich dieser Fragestellungen um Zentren erweitert werden, die nicht bereits an MEDUSA teilnehmen. Haupthypothesen und Fragestellungen der Studie sind: Intensivstationen mit besserer interdisziplinärer Zusammenarbeit weisen bzgl. der Qualität der Versorgung von Patienten mit schwerer Sepsis sowie hinsichtlich der Mitarbeiterzufriedenheit- und Belastung positivere Werte auf. Intensivstationen der Interventionsgruppe, die eine bessere interdisziplinäre Zusammenarbeit zeigen, weisen bzgl. der Ziele der MEDUSA Studie eine stärkere Verbesserung auf. Mitarbeiter von Palliativstationen bewerten die interdisziplinäre Zusammenarbeit insgesamt besser. Pflegekräfte der ITS werten die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Mittel schlechter als Ärzte, dieser Unterschied tritt für Intensivstationen nicht auf. Organisationale Merkmale der Stationen beeinflussen die Qualität der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.