Beschreibung der Studie

Zur Beurteilung von knöchernen Pathologien der Handwurzel wird in der Regel das konventionelle Röntgen benutzt. Oft ist in dieser 2D-Technik eine abschließende Beurteilung der rundlich und sehr unterschiedlich geformten Handwurzelknochen nicht abschließend möglich. Die Schnittbildgebung wird deshalb oft eingesetzt, falls das Röntgen nicht weiterhilft. Als Standard wird die Untersuchung an Multidetektor-Computertomographen (MDCT) durchgeführt. Wir verfügen seit kurzem neben dem herkömmlichen MDCT über ein neues Flachdetektor-CT (digitales Volumentomogramm/ DVT). Das DVT hat den Vorteil einer höheren örtlichen Auflösung und weist bessere Möglichkeiten auf, strahlensensible Organe während der Untersuchung abzuschirmen. Die Untersuchung dauert jedoch länger als im MDCT, wodurch die Wahrscheinlichkeit für Bewegungsartefakte steigt. Um die Bildqualität beider Verfahren miteinander zu vergleichen werden die Untersuchungen an beiden Geräten mit derselben Strahlendosis durchgeführt. Wir erhoffen uns so prospektiv randomisierte Daten über den Vergleich der Bildqualität beider Verfahren.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Semiquantitativer Bildvergleich mit Beurteilung von Kompakta, Spongiosa, Gelenkflächen, Weichteile und Vorhandensein von Artefakten. Die Evaluation erfolgt an anonymisierten Bilddaten nach der Untersuchung der Patienten.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Uniklinikum Freiburg Klinik für RadiologieKlinik für Plastische und Handchirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Voll orientierte, volljährige Patienten mit klinischer und rechtfertigender Indikation für eine CT-Untersuchung zur Abklärung einer Pathologie des Karpus

Ausschlusskriterien

  • Schwangere, Minderjährige, nicht einwilligungsfähige Patienten oder Patienten mit ausgedehnten Begleitverletzungen.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Bei Verletzungen des Handgelenks, die mit Frakturen einhergehen, kommt es in ca. 10 % der Fälle zu Frakturen der Karpalia. Die Fraktur des Kahnbeins ist mit ca. 60% die häufigste Fraktur der Handwurzel (Schunk et al, 1989). Mit absteigender Häufigkeit treten Frakturen des Karpus im Triquetrum und als Kombinationsverletzungen auf (Schmitt/ Lanz, 2004). Oft wird zur initialen Abklärung des Handgelenksschmerzes nach Trauma eine konventionelle Röntgendiagnostik durchgeführt. Da die Frakturen des Karpus sich dieser Diagnostik am Frakturtag jedoch oft entziehen, kommt der Schnittbildgebung hier eine wichtige Rolle zu. Nur über 3D Verfahren ist eine sichere bilddiagnostische Beurteilung der Handwurzel möglich und eine Diagnoseverschleppung und Begünstigung schwerer Komplikationen insbesondere der Skaphoidfraktur zu vermeiden (Krimmer et al, 2000). Seit kurzer Zeit verfügen wir über ein CT, das sich durch seinen Flachdetektor von den normalen Multidetektor CT Geräten unterscheidet. Dieses Flachdetektor-CT (digitaler Volumentomgraphie/ DVT) hat den Vorteil einer höheren örtlichen Auflösung gegenüber den normalen Multidetektor-CTs. Zusätzlich können die Patienten während der Untersuchung besser abgeschirmt werden, was in einer geringeren Strahlenbelastung für strahlensensible Organe resultieren würde. Die Untersuchung im DVT dauert jedoch mit 18 Sekunden länger als im CT (etwa 0,5 Sekunden) und ist damit anfälliger für Bewegungsartefakte. Das DVT hat für die Diagnostik des knöchernen Gesichtsschädels eine weite Verbreitung erfahren (Scarfe & Farman, 2008). Es bestehen jedoch keine prospektiven Daten über den Vergleich von Multidetektor CT und DVT für die Diagnostik des Karpus. Mit dieser Studie wollen wir die Evidenz schaffen, dass die Bildqualität des DVT der des CT in der Diagnostik des Karpus gleicht. Coblenz G, Christopoulos G, Frohner S, Kalb KH, Schmitt R (2006) [Scaphoid fracture and nonunion: current status of radiological diagnostics]. Radiologe 46(8): 664, 666-676 Krimmer H, Schmitt R, Herbert T (2000) [Scaphoid fractures--diagnosis, classification and therapy]. Unfallchirurg 103(10): 812-819 Scarfe WC, Farman AG (2008) [What is cone-beam CT and how does it work? ] Dent Clin North Am 52(4): 707-730 Schmitt R, Lanz U (2004) [Bildgebende Diagnostik der Hand]. Georg Thieme Verlag Schunk K, Weber W, Strunk H, Regentrop H, Thelen R, Schild H (1989) [Traumatology and diagnosis of scaphoid fracture]. Radiologe 29(2): 61-67

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: