Beschreibung der Studie

Aktuelle Untersuchungen weisen auf eine schlechtere psychische Gesundheit sowie niedrigere Lebenszufriedenheit bei Medizinstudierenden hin (Voltmer, Kötter & Spahn, 2012). Studien konnten im anglo-amerikanischen Raum positive Effekte präventiver Programme gegen Stresserleben aufzeigen (Yusoff & Esa, 2012). Allerdings wurden diese Ergebnisse in Deutschland nicht repliziert. Die Datenlage sowohl in Deutschland als auch international entspricht häufig nicht dem Goldstandard (randomisiert-kontrolliertes Design) und die verwendeten Instrumente lassen oft hinreichende Gütekriterien vermissen. In Studien an anderen Probandengruppen konnten neben klassischen Verfahren Effektivitätsnachweise für Achtsamkeit erbracht werden (McGrady et al., 2012). In Kooperation mit dem Dekanat der Universitätsmedizin Mainz ergab sich die Möglichkeit, ein Training zur Stressprävention zu entwickeln. Dieses Training soll unter Einbezug von Elementen der Achtsamkeit Medizinstudierende sowie Studierende der Zahnmedizin vor Stresserleben und den resultierenden Folgen wie vergrößerte psychische Morbidität schützen. In einem randomisiert-kontrollierten Design werden die Wirksamkeit und Effektivität evaluiert. In drei Gruppen (MediMind, Treatment As Usual (autogenes Training), Kontrollgruppe) mit insgesamt ca. 300 Probanden wird sowohl das Stresserleben, Coping Fertigkeiten als auch psychische Morbidität mit validierten Instrumenten erfasst.

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Studiendetails

Studienziel Das primäre Ziel des Forschungsvorhabens ist die Analyse des Stresserlebens der teilnehmenden Medizinstudierenden in Abhängigkeit von der Gruppenzuordnung (MediMind, TAU oder Kontrollgruppe). Es wird erwartet, dass das Stresserleben der Probanden der Gruppe MediMind signifikant niedriger ist als in TAU oder der Kontrollgruppe. Hierfür wird ein interaktionsbezogenes Stresskonzept (Schulz, Schlotz & Becker, 2004) zugrunde gelegt, bei dem Stress als eine Nichtpassung zwischen Anforderungen und den Ressourcen, die einer Person zur Verfügung stehen, verstanden wird. Gemessen mit dem Trierer Inventar zum chronischen Stress (TICS). Als co-primäres Ziel soll der Einfluss von Coping-Strategien, wie sie bei Carver 1989 beschrieben werden, auf das Stresserleben der teilnehmenden Medizinstudierenden überprüft werden. Sowohl in den Inhalten von „MediMind“ als auch des TAU, sind Elemente zur Verbesserung dieser Fertigkeiten enthalten. Es wird erwartet, dass MediMind darüber hinaus einen signifikanten Anstieg der Coping-Strategien im Vergleich zu TAU und der Kontrollgruppe nach sich zieht. Gemessen mit dem Brief COPE. Die Untersuchungszeitpunkte des primären und co-primären Zielprameters sind Baseline (T0), Trainingsende (T1), 1-Jahres-Katamnese (T2) und 5-Jahres-Katamnese (T3).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle Ressort Forschung und LehreUniversitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Studium der Medizin/Zahnmedizin Mainz
  • aktuell 2. oder 8. Studiensemester

Ausschlusskriterien

  • Da von einer gesunden Probandenstichprobe ausgegangen wird, gibt es keine expliziten Ausschlusskriterien. Sollte eine schwere psychische/körperliche Kontraindikation gegen die Teilnahme vorliegen, kann dies zu einem Ausschluss aus der Studie führen.

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Mainz

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Häufig gestellte Fragen

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Zielstellung: Das Ziel des vorliegenden Projektes ist es ein achtsamkeitsbasiertes Stresspräventionsprogramm mit Elementen kognitiv verhaltenstherapeutischer Methoden zu entwickeln und die Wirksamkeit und Effektivität in einem kontrolliert-randomisierten Design zu evaluieren. Zielgruppe: In die Studie werden Studierende der Medizin sowie der Zahnmedizin in Mainz des zweiten und achten Fachsemesters eingeschlossen. Es ergibt sich eine mögliche Anzahl von ca. 500 Personen, bei einer Teilnahme von 60% ist von 300 Probanden nach informed consent auszugehen. Methodik: Die Entwicklung der Programminhalte und Durchführungsbedingungen wurde nach einer systematischen Literaturanalyse durchgeführt. Dabei wurden einerseits wirksame Programm identifiziert und andererseits Risiko- und protektive Faktoren für Stresserleben und psychische Morbidität bei Medizinstudierenden analysiert. In einem randomisiert-kontrollierten Design werden die Wirksamkeit und Effektivität evaluiert. In drei Gruppen (MediMind, Treatment As Usual (autogenes Training), Kontrollgruppe) mit insgesamt ca. 300 Probanden wird sowohl das Stresserleben, Coping Fertigkeiten als auch psychische Morbidität mit validierten Instrumenten erfasst. Die Untersuchungszeitpunkte sind dabei: Baseline (T0), Trainingsende (T1), 1-Jahres-Katamnese (T2) und 5-Jahres-Katamnese (T3). Zur Absicherung gegenüber Eingabefehlern wird die Dateneingabe über einen Double-Check realisiert. Nach Data-Mining wird mit der Analyse der Zielparameter begonnen, dabei ist die Berechnung von Interaktionseffekten und Effektstärken in einem MANOVA- bzw. ANOVA-Design vorgesehen.

Quelle

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