Beschreibung der Studie

Dieses Forschungsprojekt betrachtet zwei Krankheiten: Polycythemia vera (PV) und essentielle Thrombozythämie (ET). ET führt dazu, dass Personen zu viele Blutzellen (Blutplättchen genannt) produzieren und PV verursacht zu viele Blutplättchen und rote Blutzellen. Blutplättchen sind Partikel, die im Blutstrom zirkulieren und normalerweise Blutungen und Ergussbildung verhindern. Zu viele Blutplättchen im Blut erhöhen das Risiko Blutgerinnsel zu entwickeln, was zu lebensbedrohlichen Ereignissen wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann. Wenn bei der PV die Anzahl rote Blutzellen erhöht ist, verringert dies die Geschwindigkeit des Blutflusses im Körper und erhöht das Risiko für Blutgerinnsel. Der Zweck dieser Studie ist es zu sehen wie wirksam bei Patienten mit ET und PV die Gabe von einem von zwei verschiedenen Dosierungsschemata über die Zeit ist. Die Studienpatienten werden bezüglich ihrer Erkrankung für 5 Jahre verfolgt. Sie werden zu einem von zwei Dosierungsschemata zufällig zugeteilt (randomisiert), entweder pegyliertes Interferon Alpha-2a (PEGASYS) oder Aspirin und Hydroxyurea (auch Hydroxycarbamid genannt). Die Patienten müssen neu diagnostiziert sein oder bereits eine Behandlung für PV oder ET erhalten. Jedes der in dieser Studie verwendeten Studienmedikamente wird bereits verwendet, um Patienten mit ET oder PV zu behandeln, aber die Prüfärzte sind unsicher welches Medikament besser ist.

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Studiendetails

Studienziel - Vergleich der hämatologischen Ansprechraten bei Patienten, die zur Behandlung mit pegyliertem Interferon Alfa-2a versus Hydroxyurea in zwei Patientenstrata mit Hochrisiko-Polycythemia vera (PV) oder Hochrisiko-essentieller Thrombozythämie (ET) randomisiert wurden.; Zeitrahmen: 4 Jahre
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 3
Zahl teilnehmender Patienten 612
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bitte wenden Sie sich an den Sponsor / Please refer to primary sponsor

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Diagnose einer essentiellen Thrombozythämie (ET) oder Polycythemia vera (PV) sollte in Übereinstimmung mit den WHO-Kriterien (Swerdlow 2008) wie unten gezeigt gestellt werden. Die unten angegebenen Werte gelten zum Zeitpunkt der Diagnose, nicht zum Studieneintritt.
  • Diagnose < 3 Jahre vor Eintritt.
  • Polycythemia vera (2 Hauptkriterien erforderlich)
  • Hb > 18,5g/dl (♂) oder 16,5g/dl (♀) oder HTC>99 Prozent Referenzbereich oder erhöhte Erythrozytenmasse (>25% über dem vorhergesagten Mittelwert) oder Hb>17g/dl (♂) oder 15g/dl (♀), wenn mit einem bleibenden Anstieg von Baseline assoziiert ohne sichtbare Ursache (z.B. behandelter Eisenmangel).
  • Vorhandensein von JAK2V617F
  • Essentielle Thrombozythämie (alle 6 Kriterien erforderlich)
  • Thrombozytenzahl ≥ 450 x 10 hoch 9/l
  • Megakaryozyten-Proliferation mit großer und ausgereifter Morphologie. Keine oder geringe Granulozyten- oder erythroide Proliferation. Patienten können bis zu einer und einschließlich einer 2+ Retikulin-Markfibrose (0, 1 oder 2 auf einer Skala von 0-4) haben.
  • Erfüllt nicht die WHO-Kriterien für CML, PV, MDS, PMF oder myeloische Neubildung
  • Demonstration klonaler zytogenetischer Marker oder kein Nachweis einer reaktiven Thrombozytose.
  • Fehlen eines leukoerythroblastischen Blutbildes.
  • Kann ohne Vorhandensein von JAK2V617F an der Studie teilnehmen.
  • Patienten müssen eine Hochrisikoerkrankung wie unter definiert haben:
  • Hochrisiko-PV JEDES der Folgenden:
  • Alter > 60 Jahre
  • Frühere dokumentierte Thrombose, Erythromelalgie oder Migräne (schwer, rezidivierend, erfordert Medikamente und sekundär zur MPN [myeloproliferative Neoplasie]) entweder nach der Diagnose oder innerhalb 10 Jahren vor der Diagnose und als krankheitsbezogen erachtet
  • Signifikant (d.h. > 5cm unterhalb des Rippenrandes bei Palpation) oder symptomatisch (Milzinfarkte oder Schmerzbehandlung benötigend)
  • Thrombozyten > 1000 x 10 hoch 9/l
  • Diabetes oder Hypertonie, die für mehr als 6 Monate eine pharmakologische Behandlung erfordern
  • Hochrisiko-ET JEDES der Folgenden:
  • Thrombozytenzahl > 1500 x 10 hoch 9/l
  • Frühere Blutung in Zusammenhang mit der ET
  • Andere Einschlusskriterien (beide Strata):
  • Diagnose weniger als 3 Jahre vor Studieneintritt
  • Keine früheren Therapien mit zytoreduktiven Medikamenten außer Hydroxyurea für bis zu maximal 3 Monate (Phlebotomie, Aspirin erlaubt)
  • Alter: > 18 Jahre (keine obere Grenze)
  • Gewillt und in der Lage, alle Studienanforderungen einzuhalten
  • Unterschriebene Einverständniserklärung an der Studie teilzunehmen.
  • Gewillt, an einer assoziierten korrelativen wissenschaftlichen Biomarker-Studie teilzunehmen
  • Serum-Kreatinin < 1,5 x obere Normgrenze
  • ST und ALT < 2x obere Normgrenze
  • Gesamtbilirubin innerhalb der Normgrenzen
  • Kein bekannter PNH (paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie)-Klon
  • Keine gleichzeitige Anwendung von hormonellen oralen Kontrazeptiva

Ausschlusskriterien

  • JEGLICHES der Folgenden, beide Strata)
  • Erfüllt die Kriterien für eine primäre Myelofibrose (im Gegensatz zur ET) gemäß WHO 2008
  • Jegliche Kontraindikationen gegen pegyliertes Interferon oder Hydroxyurea
  • Vorhandensein jeglicher lebensbedrohlicher Komorbidität
  • Aktiver Substanz- oder Alkoholmissbrauch innerhalb des letzten Jahres in der Anamnese
  • Patienten, die schwanger sind, stillen oder im gebärfähigen Alter sind und keine wirksame Methode zur Verhütung anwenden
  • Psychiatrische Störung in der Anamnese (z.B. Depression)
  • Autoimmunerkrankung in der Anamnese (z.B. Hepatitis)
  • berempfindlichkeit gegenüber IFN-α
  • HBV oder unbehandelte systemische Infektion
  • Bekannte HIV-Erkrankung
  • Nachweis einer schweren Retinopathie (z.B. ZMV-Retinitis, Makuladegeneration) oder klinisch relevanten ophtalmologischen Störung (z.B. aufgrund von Diabetes oder Hypertonie)
  • Anamnese oder anderer Nachweis einer dekompensierten Lebererkrankung
  • Splanschnische Venenthrombose (schließt Budd-Chiari-, Pfortader-, Milz- und mesenterische Thrombose mit ein)
  • Anamnese oder anderer Nachweis einer chronischen Lungenerkrankung, die mit einer funktionellen Einschränkung assoziiert ist
  • Schilddrüsendysfunktion, die nicht ausreichend kontrolliert ist
  • Jegliche Prüfsubstanz < 6 Wochen vor der ersten Dosis des Studienmedikamentes oder von den Auswirkungen vorheriger Prüfsubstanzen nicht erholt
  • Neutrophilenzahl < 1,5 x 10 hoch 9/l
  • JAK2-Exon12-Mutation
  • Patienten können die Kriterien für post-PV oder post ET-MF (siehe Anhang B) nicht einhalten
  • Jeder andere Gesundheitszustand, der nach Meinung des Prüfarztes die Studienergebnisse durch schädliche Behandlungseffekte gefährden würde.
  • Keine vorherige Exposition gegenüber einer Rezeptur von pegyliertem Interferon
  • Größere Organtransplantation in der Anamnese
  • Unkontrolliertes schweres Anfallsleiden in der Anamnese
  • Unfähigkeit, eine schriftliche Einverständniserklärung zu geben
  • Serum-Kreatinin < 1,5 x obere Normgrenze
  • AST und ALT < 2 x obere Normgrenze
  • Gesamtbilirubin innerhalb der Normgrenzen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Polycythaemia vera-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Die Philadelphia-Chromosom-negativen myeloproliferativen Neoplasien (MPN) sind eine Gruppe klonaler hämatologischer Malignitäten, die durch einen chronischen Verlauf charakterisiert sind, der durch eine Reihe von krankheitsbezogenen Ereignissen, einschließlich Thrombose, Blutung, Juckreiz und leukämischer Transformation, begleitet sein kann. Diese Erkrankungen schließen Polycythemia vera (PV), essentielle Thrombozythämie (ET) und primäre Myelofibrose (PM) mit ein. In letzter Zeit wurde eine erworbene somatische Mutation in der intrazellulären Kinase, JAK2 (JAK2V617F) bei 95 % der Patienten mit PV, bei 50% der Patienten mit ET und bei 50% der Patienten mit primärer Myelofibrose beobachtet. Momentan ist das Chemotherapeutikum Hydroxyurea der Behandlungsstandard für Hochrisikopatienten mit PV. Bedenken bestehen in sofern, dass ein anhaltender Gebrauch dieses Medikamentes zu Leukämie führt und bezüglich der Unfähigkeit von Hydroxyurea, den bösartigen Klon zu beseitigen. Interferon (rIFN -2b) ist ein Medikament, das nicht-leukämisch zu sein scheint und das bei PV eine bevorzugte Aktivität auf den bösartigen Klon haben könnte, worauf zytogenetische Remissionen hinweisen, die bei Patienten, die mit rIFN -2b behandelt wurden, erreicht wurden. Mehrere Prüfärzte berichteten kürzlich, dass Patienten mit PV, die mit rIFM -2b behandelt wurden, niedrigerer JAK2V617F-Allel-Last hatten als eine Kontrollgruppe, die Patienten einschloss, die mit Phlebotomie, Hydroxyurea oder Anagrelid behandelt wurden oder die unbehandelt blieben. Die Ergebnisse bestätigen die Hypothese, dass rIFN -2b bei PV vorzugsweise auf den bösartigen Klon zielt und räumt die Möglichkeit ein, dass die JAK2V617F-Allel-Last und eine Umkehrung der klonalen Hämatopoese, die bei Frauen beobachtet wurden anhand Expression von X-Chromosom-polymorphen Allelen bei der Beobachtung minimaler Resterkrankungen bei PV-Patienten nützlich sein könnte. Pegyliertes Interferon Alfa-2a (PEGASYS) hat in Phase-II-Studien an Patienten mit PV und ET klinische Wirksamkeit gezeigt, was durch eine Normalisierung der Myeloproliferation, einen Mangel an vaskulären Ereignissen während der Therapie und eine Abnahme in der JAK2V617F-Allel-Last gemessen wurde. Insgesamt war die Verträglichkeit der Therapie gut, mit einer Dropoutrate bei jeder dieser Studien von weniger als 10% der eingeschlossenen Patienten. Obwohl die Dropoutraten wegen Toxizität niedrig waren, heißt dies nicht, dass die Therapie ohne symptomatische Toxizität war und in der Tat könnte einem Spektrum an Toxizitäten begegnet werden, die in der Analyse des klinischen Nutzens, den Patienten in einer klinischen Studie mit pegyliertem Interferon Alfa-2a erfahren, abgewogen werden müssen. In dieser Studie wird ein neues MPN-Beurteilungsformular verwendet werden. Dieses Instrument mit 19 Items beinhaltet ein früher validiertes Brief Fatigue Inventory (BFI) mit 9 Items, Symptome in Bezug auf Splenomegalie, Inaktivität, Husten, nächtliches Schwitzen, Juckreiz, Knochenschmerzen, Fieber, Gewichtsverlust und eine Beurteilung der allgemeinen Lebensqualität. Diese Instrument erbringt ein unabhängiges Ergebnis für jedes Symptom (Fatigue ist eine zusammengesetzter Score), da diese Methodik (Linear Analog-Skalen [LASA]) sich in der Vergangenheit als sehr valide erwiesen hat. Dieses Instrument wurde prospektiv validiert (durch Vergleich mit einer Gruppe Instrumente, die jeweils einen Aspekt des MPN-SAF enthalten) zur einmaligen Anwendung. Dies ist eine randomisierte Studie zwischen Hydroxyurea und pegyliertem Interferon Alfa-2a, sie ist eine offene klinische Studie in zwei unabhängigen Krankheitsstrata: (1) Hochrisiko- Polycythemia vera und (2) Hochrisiko-essentielle Thrombozythämie.

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