Beschreibung der Studie

Während der letzten 15 Jahre ist weltweit eine besorgniserregende Zunahme von Bakterien zu beobachten, die gegen viele Antibiotika Resistenzen entwickeln. Mit zunehmender Resistenzen-Entwicklung ist eine unübersichtliche Vielfalt von Bezeichnungen entstanden, die z. B. auf dem zugrundeliegenden Mechanismus, aus dem Ort der Erstisolierung oder aus der betroffenen Erregerspezies resultieren. Zur Vereinfachung wurde von einer Expertenkommission eine einheitliche Bezeichnung für multiresistente gramnegative Stäbchenbakterien vorgeschlagen: MRGN. Die Abkürzung steht für multiresistente gramnegative Bakterien. Diese MRGN besiedeln meist den Darm und können sowohl außerhalb des Krankenhauses (ca. 5-10% in der Bevölkerung sind bereits mit MRGN besiedelt) über Nahrungsmittel oder während eines Krankenhausaufenthaltes durch Schmierinfektion erworben werden. Infektionen mit diesen Erregern gehen mit einer höheren Krankheitshäufigkeit und Sterberate einher. In Deutschland gibt es bisher keine Untersuchungen, die die Frage beantworten, wie viele Patienten bei Krankenhausaufnahme bereits mit MRGN-Bakterien besiedelt sind und wie hoch das Risiko der Übertragung dieser Erreger im Krankenhaus auf andere Patienten ist. Es ist unbekannt, ob Patienten, die mit einem MRGN besiedelt sind, diesen im Laufe der Zeit wieder verlieren, weil er durch andere Bakterien der natürlichen Flora verdrängt wird. In der aktuellen Studie werden das Vorkommen und das Risiko der Übertragung der MRGN-Bakterien bei insgesamt 2000 stationären Patienten untersucht. Dazu wird bei Aufnahme und bei Entlassung aus dem Krankenhaus ein Rektalabstrich auf das Vorkommen mit MRGN untersucht. Sofern der Abstrich bei Krankenhausentlassung eine Besiedlung mit MRGN-Bakterien zeigt, ist für diese Patienten eine 6-monatige Nachbeobachtungsphase geplant. Nach 6 Monaten wird erneut ein Rektalabstrich auf MRGN untersucht.

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Studiendetails

Studienziel - Rate Kolonisierung [n/1000 Patienten] mit MRGN Stäbchen im Rahmen des stationären Aufenthalts mittels Quotient aus Anzahl der bei Entlassung mit einem neuen MRGN Erreger kolonisierten Patienten dividiert durch die Anzahl der Patienten zum Zeitpunkt der Entlassung aus dem Krankenhaus
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 2000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mindestalter 18 Jahre,
  • Liegedauer voraussichtlich mehr als 48 h
  • Aufnahme von extern

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Während der letzten 15 Jahre ist weltweit eine besorgniserregende Zunahme multiresistenter gram-negativer Erreger zu beobachten. Gramnegative Stäbchen mit Relevanz als nosokomiale Infektionserreger lassen sich in nicht-fermentierende Stäbchen und die Enterobacteriaceae unterteilen. Mit zunehmender Resistenzentwicklung ist eine unübersichtliche Vielfalt von Bezeichnungen dieses Phänomens entstanden: z. B. Bezeichnung nach dem zugrundeliegenden Mechanismus, nach dem Ort der Erstisolierung oder nach der betroffenen Erregerspezies. Zur Vereinfachung hat die KRINKO eine einheitliche Bezeichnung für multiresistente gramnegative Stäbchenbakterien (MRGN) vorgeschlagen, die die klinische Relevanz des Phänomens mit einbezieht. Berücksichtigt sind deshalb nur Resistenzen gegenüber Antibiotika, die zum Einsatz bei schwerkranken Patienten kommen. Bislang gibt es keine Untersuchungen aus Deutschland, die geprüft haben, wie viele Patienten bei Krankenhausaufnahme mit MRGN Stäbchen kolonisiert sind und wie hoch das Risiko der nosokomialen Übertragung dieser Erreger auf andere Patienten ist. Es ist unbekannt, ob Patienten, die mit einem MRGN besiedelt sind, diesen im Laufe der Zeit wieder verlieren, weil er durch andere Bakterien der natürlichen Flora verdrängt wird. In der aktuellen Studie werden das Vorkommen und das Risiko der Übertragung der MRGN-Bakterien bei insgesamt 2000 stationären Patienten untersucht. Dazu wird bei Aufnahme und bei Entlassung aus dem Krankenhaus ein Rektalabstrich auf das Vorkommen mit MRGN untersucht. Sofern der Abstrich bei Krankenhausentlassung eine Besiedlung mit MRGN-Bakterien zeigt, ist für diese Patienten eine 6-monatige Nachbeobachtungsphase geplant. Nach 6 Monaten wird erneut ein Rektalabstrich auf MRGN untersucht.

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