Beschreibung der Studie

Ziel der Studie ist, mehr über die Lutealphase (zweite Hälfte des Menstruationszyklus’, welche mit dem Eisprung beginnt und mit der einsetzenden Menstruationsblutung endet) bei der Natural cycle-IVF-Behandlung zu erfahren. Insbesondere interessiert uns, ob die Spülung der Eibläschen bei der Punktion eine vorzeitige Auflösung des Gelbkörpers (sogenannte Luteolyse) verursacht. Bei der Punktion des Eibläschens führen wir an unserem Zentrum bei der IVF-Naturelle-Behandlung eine dreimalige Spülung des Eibläschens durch. Es ist bisher unklar, ob diese dreimalige Spülung einen Effekt auf die nachfolgende Lutealphase hat. Darum sollen die Länge der Lutealphase und die Hormonwerte im Blut nach der Spülung der Eibläschen untersucht werden. Wir möchten deshalb 28 Frauen untersuchen, die an unserem Zentrum eine IVF-Naturelle-Behandlung durchführen. Die Studie wird über einen Zeitraum von zwei regulären IVF-Naturelle-Behandlungen durchgeführt. Sie beinhaltet als Studienintervention je drei Blutentnahmen in der Lutealphase.

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Studiendetails

Studienziel Veränderung der Lutealphasenlänge durch Follikelspülung: Erfassung der Lutealphasenlängen in beiden Natural cycle-IVF-Zyklen in Tagen (Lutealphase definiert als Zeitpunkt der Ovulationsinduktion bis Einsetzen der Menstruationsblutung)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 28
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Firma MSD Merck Sharp & Dohme AG
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Natural cycle-IVF-Behandlung vorgesehen, FSH <10 U/L, AMH >5 pmol/L, regelmässiger Menstruationszyklus (definiert als 26-32 Tage lang), unterschriebene Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • schwere Endometriose (rAFS Grad III und IV)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Förderung der Fruchtbarkeit-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Ziel der Studie ist, die Lutealphase bei der Natural cycle-IVF nach Follikelspülung zu analysieren und zu erfahren, ob die Follikelspülung zu einer vorzeitigen Luteolyse führt, welche sich durch eine Verkürzung der Lutealphase äussert. Aus den Resultaten kann eine gezieltere Lutealphasenunterstützung abgeleitet werden. Ob bei der Follikelpunktion im Rahmen der Natural cycle-IVF eine Follikelspülung durchgeführt werden soll, ist nicht abschliessend geklärt. Durch die Follikelspülung nach der direkten Aspiration der Follikelflüssigkeit will erreicht werden, dass die Wahrscheinlichkeit der Oozytengewinnung erhöht wird (Hill und Levens, 2010). Bei der multifollikulären Stimulation wie auch bei Patientinnen mit einer oligofollikulären Reaktion (low responders) zeigt die Follikelspülung keinen Benefit (Levens et al., 2009; Wongtra-Ngan et al., 2010; Levy et al., 2012). Bei der monofollikulären Natural cycle-IVF ist die Follikelspülung jedoch vorteilhaft. Eigene Untersuchungen zeigen, dass die dreimalige Follikelspülung die Anzahl der gewonnenen Oozyten und auch die Embryotransferrate beinahe verdoppelt (von Wolff et al., 2013). Unklar ist, welchen Effekt die Follikelspülung auf die Lutealphase hat. Die wenigen Studien, die zur Lutealphase nach Follikelspülung publiziert wurden, stammen aus den frühen 80er-Jahren und können nicht zwingend übernommen werden für die heutige Natural cycle-IVF (Garcia et al., 1981; Frydman et al., 1982; Kerin et al., 1981). In allen Arbeiten konnte der Follikel bis auf eine Grösse von mindestens 18mm heranwachsen, der präovulatorische Östradiolwert betrug mindestens 1100 pmol/L. Diese Bedingungen sind wahrscheinlich optimal für die Bildung eines Corpus luteum, entsprechen bei der Natural cycle-IVF aber meist nicht der Realität. Häufig muss bei der Natural cycle-IVF die Follikelaspiration schon früher erfolgen, was eine insuffiziente Bildung des Corpus luteum zur Folge haben könnte. Hingegen ist die Aspirationstechnik im Vergleich zu den 80er-Jahren viel schonender geworden.

Quelle

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