Beschreibung der Studie

Das Online Paniktraining GET.ON Panik richtet sich an Personen, die unter Panikattacken und Agoraphobie (Platzangst) leiden und lernen möchten, konstruktiver mit diesen umzugehen. Im Mittelpunkt des Trainings stehen praktische Übungen zur Angst-Konfrontation. Diese Übungen haben das Ziel, sich den persönlichen angstauslösenden Situationen ganz bewusst auszusetzen oder panikähnliche körperliche Symptome selbst hervorzurufen. Auf diese Weise können neue und hilfreiche Erfahrungen mit der Angst gemacht werden – nämlich, dass Angst zwar extrem unangenehm ist, aber ausgehalten werden kann oder dass die Angst ein vorübergehendes Gefühl ist, das mit zunehmender Übung aushaltbarer wird und dass befürchtete Konsequenzen häufig weniger stark sind als erwartet. Als Unterstützung bei diesen Aufgaben wird eine mobile Anwendung (App) für das Smartphone genutzt, die ein alltagsnahes Trainieren ermöglicht. Die App beinhaltet zudem ein Tagebuch, in dem einzelne Panikattacken dokumentiert und die Entwicklung der Angstsymptome im Verlauf des Trainings erfasst werden. Das Ziel dieser Studie ist die Überprüfung der Wirksamkeit des Online-Trainings GET.ON Panik. In einem randomisieren kontrollierten Studie wird die Interventionsgruppe mit einer Warte-Kontroll-Gruppe verglichen. GET.ON Panik soll Betroffenen helfen, Panikattacken und die Angst vor Panikattacken langfristig zu reduzieren und die Lebensqualität zu erhöhen.

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Studiendetails

Studienziel Schweregrad der Panik und Agoraphobie Symptome, gemessen durch die Panik und Agoraphobie Skala (PAS; Bandelow, 1997) vor dem Training (Baseline), nach dem Training (8 Wochen), zur 3-Monats-Katamnese und 6-Monats-Katamnese
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 90
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle European Union (finanzielle Förderung organisiert über NBank bzw. Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • klinisch relevante Beschwerden über Panikattacke und Agoraphobie (Panik und Agoraphobie Skala 9 - 28), Internetzugang, Verfügbarkeit eines Smartphones, gültige E-Mail Adresse

Ausschlusskriterien

  • zum Baseline-Zeitpunkt Suizidalität, gemessen durch das Item 9 des BDI II (Wert > 1) und Frage A9 des SKID, Sektion A: Affektive Störung
  • psychotische und dissoziative Störungen
  • aktuell in psychotherapeutischer Behandlung oder auf einer Warteliste für eine solche Behandlung
  • nicht bereit, die Einverständniserklärung zu unterschreiben

Adressen und Kontakt

Leuphana Universität (Rekrutierung verläuft über das Internet), Lüneburg

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Häufig gestellte Fragen

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Panikstörung mit und ohne Agoraphobie ist eine der am weitesten verbreiteten Angststörungen (Jacobi et al., 2004). Aktuelle Meta-Analysen belegen durchschnittlich eine gute Wirksamkeit internetbasierter Interventionen für Panikstörungen (Andrews et al., 2010; Cuijpers et al., 2009; Haug, Nordgreen, Öst, & Havik, 2012). Bei kognitiv ausgerichteten Trainings führen KlientInnen Übungen typischer Weise am PC zuhause durch. Demgegenüber ist es bei Trainings, die stärker auf das Verhalten und die Erfahrung während der Konfrontation mit der Angst abzielen, erforderlich, die Übungen in alltägliche Situationen einzubinden. Dies findet in den meisten Fällen nicht vor dem Computer statt. Smartphones als zeit- und ortsunabhängig einsetzbare Technologie, stellen eine vielversprechende Unterstützung während der Expositionsaufgaben dar (Heron & Smyth, 2010). Hauptziel dieser randomisierten kontrollierten Studie ist es, die Wirksamkeit des smartphonebasierten Online-Trainings GET.ON Panik zu bewerten. In der randomisierten kontrollierten Studie werden 90 Teilnehmer aus der Allgemeinbevölkerung rekrutiert. Zur besseren Beschreibung der Stichprobe wird ein SKID Interview durchgeführt. Die Reduktion der Panik und Agoraphobie Symptome, wird durch die Panik- und Agoraphobie-Skala (PAS), dem Fragebogen zu körperbezogenen Ängsten, Kognitionen und Vermeidung (AKV), einem Fremdbeurteiler Rating (HAMA) bestimmt. Einschlusskriterien für die Teilnahme sind ein Alter von mind. 18 Jahren, milde bis moderate Paniksymptome mit und ohne Agoraphobie (PAS 9-28), Internetzugang, Verfügbarkeit eines Smartphones (iPhone oder Android-basiertes Gerät) sowie eine Erklärung des Einverständnisses per E-Mail oder per Post. Ausgeschlossen werden Personen, die ein erhöhtes Suizidrisiko aufweisen (Becks-Depressions-Inventar Item 9 Suizidalität > 1, SKID Sektion A: Affektive Störung, Frage A9), unter schweren psychischen oder körperlichen Erkrankungen leiden sowie sich aktuell in Psychotherapie bzw. auf einer Warteliste zu solcher befinden.

Quelle

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