Beschreibung der Studie

Die Gabe von Kontrastmittel im Rahmen notwendiger Untersuchungen, dient der besseren Darstellung von Gewebe und Blutgefäßen. Die Gabe von Kontrastmittel birgt allerdings auch einige Risiken, wie zum Beispiel die Schädigung der Niere, die vor allem bei bereits bekannter chronischer Nierenerkrankung auftritt. Somit führt es zu weiteren unter Umständen bleibenden Schädigungen der Niere. Um dieses Risiko zu minimieren wir derzeit eine Flüssigkeitsgabe vor und nach einer Kontrastmittelapplikation bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion durchgeführt. Solche Maßnahmen werden bereits ab einem Kreatininwert über 1,4 mg/dl empfohlen. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass eine ischämische Konditionierung (IPC) diesen durch das Kontrastmittel verursachten Schaden an den Nieren zusätzlich abmildert. Im weiteren Verlauf und der Nachbeobachtungszeit der Patienten nach IPC zeigte sich in der Patientengruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe ein deutlich geringer ausgeprägter Anstieg des Kreatinin sowie des Cystatin C als Marker der Nierenfunktion. Der genaue Mechanismus und die Effekte dieses Verfahrens ist allerdings weitgehend unklar und Gegenstand dieses Forschungsvorhabens. Im Weiteren wird der Ablauf der ischämischen Konditionierung (IPC) dargestellt: Die IPC erfolgt mittels wiederholter Oberarmischämie, hervorgerufen durch eine Blutdruckmanschette zu jeweils 4 Zyklen mit 5 minütigem Aufpumpen und Ablassen mit 50mmHg zusätzlich zu dem herrschenden systolischen Blutdruck unmittelbar vor oder direkt nach der Kontrastmittelgabe. Um unterscheiden zu können, ob eine Wirksamkeit der IPC resultiert, werden zwei Gruppen gebildet. Eine Gruppe erhält eine IPC nach der Kontrastmittelgabe, die andere Gruppe davor. Eine weitere Gruppe wird als Kontrollgruppe benötigt, bei der keine IPC durchgeführt wird. Die Einteilung erfolgt in einer durch ein Zufallsprinzip festgelegten Reihenfolge. In allen Gruppen finden die gewöhnlichen Nierenschutzmaßnahmen (Wässerung) unabhängig von der IPC statt. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es deshalb zu untersuchen, wie eine IPC zu dieser schützende Funktion führt und welche Mechanismen daran beteiligt sind. Aus diesem Grund werden Blutbestimmungen und Ultraschalls an verschiedenen Zeitpunkten durchgeführt.

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Studiendetails

Studienziel ausbleibende Nierenfunktionsverschlechterung nach Kontrastmittelxposition, definiert als fehlenden oder nur geringfügigen Abfall der GFR, errechnet aus den Serumkonzentrationen von Kreatinin und Cystatin C, erhoben täglich an 3 aufeinaderfolgenden Tagen nach Konditionierung
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universität des Saarlandes

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schriftliche Einwilligung nach Aufklärung.
  • Chronische Niereninsuffizienz, definiert durch eine Serum-Kreatininkonzentration von > 1,4 mg/dl.
  • Geplante Kontrastmittelgabe und Indikation zur Nephroprotektion.

Ausschlusskriterien

  • Minderjährige und in ihrer Geschäftsfähigkeit beeinträchtigte Patienten.
  • geplante Anlage oder angelegte arteriovenöse Fistel (Dialyseshunt).
  • erforderliche Hämodialyse nach Kontrastmittelgabe bei deutlich eingeschränkter Nierenfunktion.
  • ausgeprägte Hämatomneigung.
  • bekannte Thrombophilie.
  • bekannte Stenosen oder Gefäßverschlüsse der oberen Extremität.
  • systolischer Blutdruck über 180 mmHg systolisch zum Zeitpunkt der Konditionierung.

Adressen und Kontakt

Innere Medizin IV, sowie Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Homburg / Saar

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Es soll untersucht werden, ob durch Prä- oder Postkonditionierung vor bzw. nach Kontrastmittelgabe bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion eine Nierenschädigung durch das Kontrastmittel abgeschwächt werden kann. Ebenso soll untersucht werden, ob eine Postkonditionierung nach einer akut notwendig gewordenen Kontrastmittelbelastung ohne die Möglichkeit der Durchführung üblicher Schutzmaßnahmen im Sinne einer nephroprotektorischen Hydrierung, einen positiven Effekt auf die Nierenfunktion der Patienten ausübt. Die Mechanismen, die zu der bereits bekannten Abschwächung der Nephrotoxizität des Kontrastmittels durch Präkonditionierung führen, sind weitgehend unbekannt. Daher sollen verschiedene Untersuchungen zu pathophysiologischen Grundlagen dieses Phänomens durchgeführt werden.

Quelle

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