Beschreibung der Studie

Ziel der Studie ist es, zu Prüfen ob bei Patienten, die Medikamente zur Blutverdünnung (Hemmer der Funktion von Blutplättchen), der blutverdünnende Effekt mittels Thrombozytentransfusion aufgehoben werden kann. Die Studie wird mit Blutproben von Patienten, die diese Medikamente einnehmen (Clopidogrel, Prasugrel oder Ticagrelor) im Labor durchgeführt.

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Studiendetails

Studienziel AUC (ADP) in der "Multiple Electrode Aggregometry " vor und nach der Zugabe von 2 bzw. 4 Plättchenkonzentrat-Equivalenten in Blutproben von Patienten unter ADP Rezeptorblockade.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 36
Stationärer Aufenthalt Keiner
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle Universitätsklinik Wien

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einnahme von Clopidogrel, Prasugrel oder Ticagrelor + Aspirin als Dauertherapie

Ausschlusskriterien

  • Ausbleibende ADP Receptor Blockade unter Clopidogrel/Prasugrel/Ticagrelor Therapie

Adressen und Kontakt

Medizinische Universität Wien, Wien

Ansprechpartner: Dr. Dieter Adelmann

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Häufig gestellte Fragen

Doppelte Thrombozytenhemmung mit Acetylsalicylsäure und einem Thienopyridin zählt zur Standardtherapie des akuten Koronarsyndroms und zur Sekundärprophylaxe bei koronarer Herzerkrankung. Clopidogrel, ein Thienopyridin der zweiten Generation hemmt die Thrombozytenfunktion durch irreversible Blockade des P2Y12 Rezeptors. Prasugrel, ein Thienopyridin der dritten Generation und Ticagrelor, ein reversibler P2Y12 Rezeptor Antagonist wurden von der EMA zur Therapie bei akutem Koronarsyndrom zugelassen. Thrombozytenhemmung führt zu einem erhöhten Risiko an Blutungskomplikationen. Im Falle einer Blutungskomplikation und bei dringlichen Chirurgischen Eingriffen unter Thrombozytenhemmung stellt die Transfusion von Blutplättchen eine Therapieoption dar. Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss von Plättchentransfusionen auf mit Ticagrelor versetzten Vollblutproben und auf Vollblutproben von Patienten unter Therapie mit Clopidogrel, Prasugrel und Ticagrelor zu beschreiben, und die Plättchenfunktion der Vollblutproben vor und nach der Transfusion von Plättchenkonzentrat -Äquivalenten in vitro zu bestimmen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien