Beschreibung der Studie

Auch das gesunde Altern wird in der Regel von Minderungen der geistigen Leistungsfähigkeit begleitet und der geistige Abbau ist einer der meist gefürchtetsten Aspekte des Älterwerdens. Geeignete Vorbeugungsstrategien zur Verzögerung des geistigen Abbaus könnten nicht nur das Wohlbefinden älterer Menschen steigern, sondern auch steigende gesellschaftliche Kosten durch die zunehmende Prävalenz (=Anzahl der Erkrankungen) demenzieller Erkrankungen verringern. Es liegen bereits Belege dafür vor, dass durch körperliche oder geistige Aktivität Trainingseffekte erzielt werden können. Für die Kombination dieser Strategien und mögliche zusammenwirkende Effekte gibt es nur wenige Belege, diese deuten jedoch darauf hin, dass eine Kombination den Einzelstrategien überlegen sein könnte. Ferner gibt es bereits Belege für positive Effekte von individualisierter körperlicher Aktivität auf die geistige Leistungsfähigkeit. Gerade bei gesunden älteren Menschen erscheint der Ansatz sinnvoll, körperliche Aktivität den individuellen Voraussetzungen anzupassen, da es große Unterschiede beim Fitnessstatus verschiedener älterer Menschen gibt und zu erwarten ist, dass durch die Anpassung eine noch stärkere Verbesserung der körperlichen und damit auch geistigen Leistungsfähigkeit erreicht werden kann. In der vorliegenden Studie werden daher drei Trainingsgruppen für gesunde Ältere verglichen (NEUROvitalis als rein geistiges Training vs. NEUROvitalis Plus als kombiniertes geistiges und körperliches Training vs. NEUROvitalis Plus Einzel als kombiniertes geistiges und individualisiertes körperliches Training).

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Studiendetails

Studienziel Verbesserung in kognitive Subdomänen: Aufmerksamkeit (Brief test of attention); Gedächtnis (DemTect, Subtests Wortliste und verzögerter Abruf; Complex-Figure-Test); Visuokonstruktion (Complex-Figure-Test); Arbeitsgedächtnis (DemTect, Subtest Zahlenfolge rückwärts); Wortflüssigkeit (DemTect, Subtest Supermarkt/Tiere; Regensburger Wortflüssigkeits-Test, verschiedene Subtests); Verarbeitungsgeschwindigkeit (Trail Making Test-A; Stroop Test); exekutive Funktionen (Trail Making Test-B; Stroop Test; BADS, Subtests Key Search, Zoo Map und DEX) und im kognitiven Gesamtniveau (DemTect). Der primäre Endpunkt wird gemessen zu den Zeitpunkten T0 (Vortestung), T1 (Testung nach der Intervention), T2 (Testung nach einem Jahr), T3 (Testung nach zwei Jahren).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 72
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universität Vechta, Institut für Gerontologie und Center für Neuropsychologische Diagnostik und Intervention

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • kognitiv gesunde Probanden jedes Bildungsstandes mit ausreichenden Deutschkenntnissen

Ausschlusskriterien

  • bei T0: wenn eine psychiatrische oder neurologische Erkrankung oder Drogen- oder Alkoholabusus vorliegt oder das Seh-, Hör- oder Sprechvermögen eingeschränkt sind oder wenn erreichter Wert < 13 im DemTect oder erreichter Wert > 19 im BDI-II; Ausschluss aus statistischen Analysen wenn < 11 Sitzungen (11 Sitzungen entsprechen einer Anwesenheitszeit von ca. 80%) besucht werden

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Beim geplanten Forschungsvorhaben handelt es sich um ein Projekt, in dem drei Gruppen eines kognitiven Trainings, davon zwei in Kombination mit physischer Aktivität, in einer randomisierten klinischen Studie mit insgesamt N = 90 gesunden älteren Menschen untersucht werden (NEUROvitalis als rein kognitives Training vs. NEUROvitalis Plus als kombiniertes kognitives und physisches Training vs. NEUROvitalis Plus Einzel als kombiniertes kognitives und individualisiertes physisches Training). Die Hypothese ist, dass durch die Kombination von kognitiver und physischer Aktivität stärkere kognitive Trainingseffekte erreicht werden können als mit kognitivem Training allein. Des Weiteren wird die Hypothese untersucht, dass ein kognitives Training kombiniert mit individualisierter physischer Aktivität stärkeren Einfluss auf die Kognition hat als die anderen zwei Gruppen. Neben kognitiven und gesundheitsrelevanten Outcome-Variablen werden ferner mittels Blutanalysen auch neurophysiologische Parameter erhoben. Darüber hinaus werden genetische Risikofaktoren erfasst, um Erkenntnisse über deren mögliche Wirkung auf den Trainingserfolg gewinnen zu können.

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