Beschreibung der Studie

Ziel der Studie ist die Beantwortung der Frage mit welcher Methode raucherbedingte Veränderungen in den kleinen Atemwegen am besten frühzeitig erfasst werden können. Dabei möchten wir zwei verschiedene Gasauswaschverfahren und die Methode der Impulsoszillometrie bei Rauchern, Ex-Rauchern und Nichtrauchern untersuchen und mit einem herkömmlichen Lungenfunktionstest vergleichen. Erkrankungen der kleinen Atemwege sind Erkrankungen, die die kleinsten Aufzweigungen der Bronchien betreffen. Dazu gehören beispielsweise Asthma, Chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) oder Mukoviszidose. Bei Rauchern kann es frühzeitig zu Schäden im Bereich der kleinen Atemwege kommen, lange bevor es zu klassischen Symptomen der chronisch obstruktiven Bronchitis kommt (u.a. chronischer Husten mit Auswurf und Atemnot bei Belastung) und lange bevor mit herkömmlichen Lungenfunktionstests Einschränkungen messbar sind. Durch Entzündung und Umbau dieser kleinsten Aufzweigungen der Bronchien kann es zu einer gestörten Durchmischung ein- und ausgeatmeter Luft kommen. Diese Fehlfunktion kann mit sogenannten Gasauswaschtests gemessen werden. Dabei wird bestimmt, wie gleichmäßig sich ein „Testgas“ in der Lunge bei der Ein- und Ausatmung verteilt. Als Testgase können Sauerstoff und sogenannte „inerte“ Gase verwendet werden. Inerte Gase werden vom Körper nicht aufgenommen und sind für den Menschen unschädlich. Im Rahmen der Studie werden zwei Lungenfunktionstest mit Einatmung von Sauerstoff und ein Lungenfunktionstest mit Einatmung eines Gasgemisches (normale Luft gemischt mit Helium 26,3% und Schwefelhexafluorid 5,0%) durchgeführt. Helium und Schwefelhexafluorid sind geruchs- und geschmacklose Gase, sie gelangen nicht ins Blut und werden zur Lungenfunktionstestung bei Kindern und Erwachsenen seit vielen Jahren eingesetzt. Als zweite spezielle Lungenfunktionsmethode wird die sogenannte Impulsoszillometrie angewendet, eine Methode, die bei Ruheatmung Atemwegswiderstände messen kann. Dabei werden impulsförmige Schwingungen (Schallwellen) der Ruheatmung überlagert und die Reaktion des Atemsystems darauf analysiert. Die Schallwellen werden durch die Atmung und die Eigenschaften von Bronchialwänden und Lungengewebe verändert. Bestimmte zurückkehrende Impulse können dabei auch Hinweise auf Eigenschaften der kleinen Atemwege geben.

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Studiendetails

Studienziel Unterschied der Hauptparameter Impulsoszillometrie (IOS), mehrfacher Stickstoffauswaschtest (N2-MBW) und Doppeltracergastest mit Helium und Schwefelhexyfluorid (DTG-SBW) in den 3 Gruppen signifikant ?
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Robert-Bosch Stiftung-GmbH

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Gesunde Probanden:
  • Normale Spirometrie;
  • Aktive Raucher:
  • Aktive Raucher mit Raucheranamnese von mindestens 10 PY
  • Ex-Raucher:
  • seit mindestens 12 Monaten nicht geraucht
  • davor mindestens 10 PY geraucht
  • Normale Spirometrie

Ausschlusskriterien

  • Vorliegen von Lungenerkrankungen,
  • Einschränkungen in der Spirometrie,
  • Akuter Atemwegsinfekt,
  • Schwangerschaft,

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Chronisch obstruktive Lungenerkrankung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Bei Rauchern sind strukturelle Veränderungen in den kleinen Atemwegen viele Jahre vor Auftreten der typischen Symptome einer COPD zu beobachten, als früheste Manifestation gilt die sog. "Raucherbronchiolitis". Aktuell gibt es keinen akzeptierten Lungenfunktiosnparameter zur Frühdetektion einer Dysfunktion der kleinen Atemwegen. Aktuelle Studien zeigen, dass die Impulsoszillometrie und Gasauswaschverfahren hierfür in Frage kommen. Mittels Impulsoszillometrie (IOS) können periphere Widerstände gemessen werden, mit Gasauswaschverfahren die Gleichmäßigkeit der Verteilung der Ventilation in der Lungenperipherie. Ziel der Studie ist der Vergleich verschiedener Gasauswaschverfahren (herkömmlicher mehrfacher Stickstoffauswaschtest und neuer Dopperltracergas-Auswaschtest) mit der Impulsoszillometrie zur Detektion raucherbedingter Schäden in den kleinen Atemwege. Langfristiges Ziel des Forschungsprojektes ist die Etablierung praktischer und einfacher Lungenfunktionstests für Diagnose und Monitoring von Erkrankungen der kleinen Atemwege.

Quelle

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