Beschreibung der Studie

Seit 2008 sind in Europa zahlreiche neue Designerdrogen im Umlauf- insbesondere synthetische Cannabinoide und Amphetamin-ähnliche Stimulanzien. Sie werden im Internet häufig als legal beworben. Während in den letzten Jahren bereits zahlreiche dieser Substanzen unter das Betäubungsmittelgesetz gestellt wurden (zuletzt im Juli 2012), unterliegen andere neue Stoffe (noch) keinen gesetzlichen Regelungen. Produkte mit derartigen Wirkstoffen können dadurch für unerfahrene Konsumenten harmlos erscheinen. In der Studie soll erfasst werden, welche der neuen Drogen zu akuten Vergiftungen führen, die in Akutkliniken behandelt werden müssen. Um die berichteten klinischen Symptome mit der tatsächlich aufgenommenen Substanz zweifelsfrei zu assoziieren, ist ein analytischer Nachweis der Einzelsubstanzen erforderlich. Zusätzlich sollen Konsumumstände, die zu einer erhöhten Toxizität führen können erkannt werden, um Anwender vor akuten Vergiftungen künftig schützen zu können.

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Studiendetails

Studienziel Primäres Studienziel: Erkenntnisse darüber, welche neuartigen Designer-Drogen zur Konsultation medizinischer Notfalleinrichtungen Aufgrund unerwünschter Wirkungen führen, sowie über klinische Symptomatik und Verlauf (Outcome) in Zusammenhang mit den in einer toxikologischen Analytik nachgewiesenen Einzelsubstanzen. Erkenntnisse über die Akuttoxizität synthetischer Cannabinoide und anderer neuartiger synthteischer Designerdrogen. Toxikologische Bewertung der Substanzen. Erkenntnisse über Konsumumstände, die zu einer erhöhten Toxizität führen können.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle European Commission, Directorate-General for Research and Innovation

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Exposition mit neuartigen synthetischen Designer-Drogen insbesondere Cathinonderivate und sog. Research Chemicals und anderer bis 2007 in der Datenbank der VIZ nicht erfassten neuartigen Designerdrogen sowie von synthetischen Cannabinoiden und bei klinisch vermuteter Aufnahme neuartiger oder unbekannter Designerdrogen
  • Anschließende Konsultation einer medizinischen Notfalleinrichtung.
  • Zustimmung zur Studienteilnahme.

Ausschlusskriterien

  • Laienanfragen
  • Ablehnung der Studienteilnahme.

Adressen und Kontakt

Vergiftungs-Informations-Zentrale, Freiburg im Breisgau

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Seit 2008 werden in Europa zunehmend neue Designerdrogen konsumiert. Zwei Drittel der im Jahr 2011 neu über das europäische Frühwarnsystem erfassten Substanzen waren synthetische Cannabinoide und synthetische Cathinone, die Amphetaminähnlich wirken. Während in den letzten Jahren zahlreiche dieser Substanzen unter das Betäubungsmittelgesetz gestellt wurden (zuletzt im Juli 2012), unterliegen andere neue Stoffe (noch) keinen gesetzlichen Regelungen. Produkte mit derartigen Wirkstoffen können dadurch für unerfahrene Konsumenten harmlos erscheinen und werden im Interet als legal beworben. Nach dem Konsum der neuartigen Designerdrogen können unerwartete psychische oder körperliche Wirkungen auftreten, die zu einer Inanspruchnahme von notfallmedizinischen Einrichtungen und Giftinformationszentren führen können. Um die berichteten klinischen Symptome mit der tatsächlich aufgenommenen Substanz zu assoziieren, ist ein analytischer Nachweis der Einzelsubstanzen erforderlich. Primäres Studienziel: Erkenntnisse darüber, welche neuartigen Designer-Drogen zur Konsultation medizinischer Notfalleinrichtungen aufgrund unerwünschter Wirkungen führen, sowie über die klinische Symptomatik und den Verlauf (Outcome) im Zusammenhang mit den in analytisch nachgewiesenen Einzelsubstanzen. Erkenntnisse über die Akuttoxizität der neuartigen synthetischen Designerdrogen, insbesondere den sog. Research Chemicals. Toxikologische Bewertung der Substanzen. Erkenntnisse über Konsumumstände, die zu einer erhöhten Toxizität führen können. Sekundäre Studienziele: Hinweise auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen Drogen oder Medikamenten. Optimierung der Akuttherapie

Quelle

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