Beschreibung der Studie

Wähend der mechanischen Beatmung kann der tatsächliche intratracheale Druck [intrinsischer PEEP (PEEP= "positive end expiratory pressure")] u.U. deutlich höher sein, als der an der Atemwegsöffnung gemessene und am Beatmungsgerät angezeigte Druck. In unserer Arbeitsgruppe wurde eine Methode zur Berechnung des Drucks in der Trachea anhand des gemessenen Gasflusses unter Kenntnis des verwendeten Endotrachealtubus (ETT) entwickelt [1-3]. Diese Methode ist bisher noch nicht in die klinische Routine integriert, könnte aber zu einem verbesserten Monitoring der Beatmung beitragen. Die hier beantragte Studie soll zeigen, ob diese Methode für die Berechnung des intrinsischen PEEP (PEEP= "positive end expiratory pressure"), also dem Druck, der am Ende der Ausatmung in der Trachea herrscht, geeignet ist. Wir wollen daher den iPEEP mit Hilfe der in unserer Arbeitsgruppe entwickelten Methode berechnen und das Ergebnis mit dem Ergebnis des bisher üblichen Messmanövers und mit einer Direktmessung vergleichen. Hierfür werden bei mechanisch beatmeten pädiatrischen Patienten über einen Zeitraum von 15 Minuten der Atemwegsdruck an der Atemwegsöffnung des Tubus, der Atemgasfluss und der durch einen zusätzlichen Kanal im Lumen eines speziellen ETT der Druck in der Trachea direkt gemessen, sowie in regelmäßigen Abständen das Messmanöver zur Bestimmung des Drucks in der Lunge durchgeführt. Die Studie wird in 15 pädiatrischen Patienten durchgeführt, da bei diesen richtige Beatmungseinstellungen besonders schwierig sind und die Entwicklung eines intrinsischen PEEP klinisch von besonderer Bedeutung ist. [1] Guttmann J, Kessler V, Mols G, Hentschel R, Haberthür C, Geiger K. Continuous calculation of intratracheal pressure in the presence of pediatric endotracheal tubes. Crit Care Med. 2000 Apr;28(4):1018-26. [2] Haberthür C, Lichtwarck-Aschoff M, Guttmann J. Continuous monitoring of tracheal pressure including spot-check of endotracheal tube resistance. Technol Health Care. 2003;11(6):413-24. [3] Lichtwarck-Aschoff M, Helmer A, Kawati R, Lattuada M, Sjöstrand UH, Zügel N, Guttmann J, Hedenstierna G.Good short-term agreement between measured and calculated tracheal pressure. Br J Anaesth. 2003 Aug;91(2):239-48.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Endexspiratorischer intratrachealer Druck innerhalb eines Zeitbereichs von 15 Minuten, wiederholt bestimmt mittels Direktmessung, Manöver und Berechnungsmethode.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 12
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Anästhesiologische Universitätsklinik Freiburg

Ihr ganz persönlicher Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mechanisch beatmete Patienten der pädiatrischen Intensivstation, schriftl. Einverständnis der Eltern

Ausschlusskriterien

  • Schweres Lungenversagen, terminales Krankheitsstadium, fehlendes Einverständnis

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Freiburg im Breisgau

Ansprechpartner: Dr. Stefan Schumann

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

In pädiatrischen Patienten soll untersucht werden, mit welcher Zuverlässigkeit der intrinsische PEEP mit Hilfe der Berechnug über den nichtlinearen Strömungswiderstand [1,2,3] der Endotrachealtubus und Messung des endexspiratorischen Flusses bestimmt werden kann. [1] Guttmann J, Kessler V, Mols G, Hentschel R, Haberthür C, Geiger K. Continuous calculation of intratracheal pressure in the presence of pediatric endotracheal tubes. Crit Care Med. 2000 Apr;28(4):1018-26. [2] Haberthür C, Lichtwarck-Aschoff M, Guttmann J. Continuous monitoring of tracheal pressure including spot-check of endotracheal tube resistance. Technol Health Care. 2003;11(6):413-24. [3] Lichtwarck-Aschoff M, Helmer A, Kawati R, Lattuada M, Sjöstrand UH, Zügel N, Guttmann J, Hedenstierna G.Good short-term agreement between measured and calculated tracheal pressure. Br J Anaesth. 2003 Aug;91(2):239-48.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien