Beschreibung der Studie

Zentrales Thema in diesem vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekt ist die Arzneimitteltherapiesicherheit, von der Verordnung über die Medikamentenapplikation bis hin zur Therapiebeobachtung. Es sollen unerwünschte Ereignisse, die im Zusammenhang mit der Arzneimitteltherapie in Alten- und Pflegeheimen stehen, quantifiziert und durch eine interdisziplinäre edukative Intervention reduziert werden. Damit soll eine bereits auf ihre Machbarkeit hin entwickelte und geprüfte Intervention (Thürmann & Jaehde 2011) im Hinblick auf ihre Wirksamkeit evaluiert werden. Die prospektive Interventionsstudie soll etwa 1000 Heimbewohner in mindestens 15 Altenheimen in Nordrhein/Westfalen und Mecklenburg/ Vorpommern einschließen. Es werden drei Querschnittserhebungen durchgeführt. In der ersten Basiserhebung werden unerwünschte Ereignisse (sog. UAE, z.B. Stürze) erhoben und der mögliche Zusammenhang mit Arzneimitteln evaluiert. Danach finden Fortbildungs- und Schulungsmaßnahmen für alle beteiligten Berufsgruppen statt. Es werden AMTS-Teams (Apotheker und Pflegekräfte) in den Einrichtungen etabliert. In Hausärztezirkeln und Ärztenetzen werden Behandlungsanlässe im Projekt besprochen und den Projektmitarbeitern kommuniziert. Zwischen der hausärztlichen und der pharmazeutischen Begleitung wird eine kontinuierliche Koordination aufgebaut. In der zweiten Erhebung und Dokumentation nach 6 Monaten werden wiederum unerwünschte Arzneimittel-bezogene Ereignisse dokumentiert und somit die Effektivität der Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen überprüft. Die Nachhaltigkeit soll nach weiteren 6 Monaten erfasst werden. Die Ergebnisse dieses multiprofessionellen Ansatzes sollen einen Beitrag zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Altenheimen in Deutschland leisten und Vorbildcharakter für andere sektorenübergreifende Projekte haben.

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Studiendetails

Studienziel Als primärer Endpunkt dient die 30 Tage Prävalenz der UAE aus der Basiserhebung verglichen mit der 30 Tage Prävalenz der UAE aus der zweiten Querschnittsanalyse nach 6 Monaten.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 1000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Gesundheit
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einverständniserklärung des Patienten oder des Betreuers; Auftretende UAE;

Ausschlusskriterien

  • Keine Einverständniserklärung des Patienten oder des Betreuers

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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In diesem vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekt sollen unerwünschte Ereignisse, die im Zusammenhang mit der Arzneimitteltherapie in Alten- und Pflegeheimen stehen, quantifiziert und durch eine interdisziplinäre edukative Intervention reduziert werden. Damit soll eine bereits auf ihre Machbarkeit hin entwickelte und geprüfte Intervention (Thürmann & Jaehde 2011) im Hinblick auf ihre Wirksamkeit evaluiert werden. In dieser prospektiven Interventionsstudie sollen bei ca. 1000 Heimbewohnern in mind. 15 Altenheimen in Nordrhein/Westfalen und Mecklenburg/Vorpommern klinisch relevante unerwünschte Arzneimittelereignisse (UAE) erhoben werden. Die Studie beinhaltet drei Querschnittsanalysen (Prä-Post-Design). In der Vorlaufphase werden seitens der Allgemeinmedizin Hausärzte rekrutiert, deren Fortbildungen inhaltlich geplant und terminiert. Anschließend erfolgt die Rekrutierung der entsprechenden Heime und der Therapiebeobachtungsbogen wird in diesen Einrichtungen eingeschult. In der ersten Basiserhebung werden die UAE in den Altenheimen erhoben, quantifiziert und evaluiert. Danach wird die Intervention in den Heimen durchgeführt. Alle Pflegekräfte, Apotheker & Hausärzte werden fortgebildet und es werden AMTS-Teams (Apotheker und Pflegekräfte) in den Einrichtungen etabliert. In den Hausärztezirkeln und Netzen werden Behandlungsanlässe im Projekt besprochen und den Projektmitarbeitern kommuniziert. Es findet eine kontinuierliche Koordination zwischen der hausärztlichen und der pharmakologischen Begleitung statt. Mit der zweiten Querschnittsanalyse wird die Effektivität der interdisziplinären Intervention im Vergleich zur Basiserhebung nach 6 Monaten gemessen und mit der dritten Erhebung wird die Nachhaltigkeit der Intervention nach weiteren 6 Monaten evaluiert. Als primärer Endpunkt dient die 30 Tage Prävalenz der UAE aus der Basiserhebung verglichen mit der 30 Tage Prävalenz der UAE aus der zweiten Querschnittsanalyse. Die sekundären Endpunkte umfassen die Inzidenz der UAE und die Anzahl der klinisch relevanten Ereignisse. Nach der Beschreibung des Ist-Zustands der AMTS in den Einrichtungen und der Machbarkeitsanalyse einer Intervention wird erstmalig die Wirksamkeit der Intervention geprüft. Die Ergebnisse dieses multiprofessionellen Ansatzes sollen einen Beitrag zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Altenheimen in Deutschland leisten und Vorbildcharakter für andere sektorenübergreifende Projekte haben.

Quelle

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