Beschreibung der Studie

Frühe Hilfen in Deutschland wenden sich an Familien mit Säuglingen und Kleinkindern, die stark belastet sind, so dass die gesunde Entwicklung der Kinder dadurch möglicherweise gefährdet ist. Die wichtigste Gruppe, die in professionellem Kontakt mit jungen Familien steht, sind niedergelassene Pädiater. Es existiert jedoch bis jetzt noch kein validiertes Instrument, anhand dessen Pädiater den psychosozialen Unterstützungsbedarf der Familien erfassen können. In der ersten Studienphase (1.11.2011 bis 31.12.2012) wurde unter Anwendung einer web-basierten Delphi-Befragung (N = 41) ein Pädiatrischer Anhaltsbogen zur Einschätzung von psychosozialem Unterstützungsbedarf bei Familien mit kleinen Kindern entwickelt. Der Pädiatrische Anhaltsbogen enthält 13 Items. Die Items sind in 2 hierarchische Gruppen aufgeteilt. Erstens die klinisch relevanten Symptome: Regulationsstörungen auf der Seite des Kindes und Postpartale Depressionen auf der Seite der Hauptbezugsperson. Zweitens psychosoziale Probleme im engeren Sinn: Probleme, die das Kind betreffen (Pflege, Ernährung, Entwicklung/Verhalten), Probleme der Hauptbezugsperson (starke Erschöpfung, Mangelnde Unterstützung) und Probleme in der Eltern-Kind-Interaktion (z.B. mangelnde Zuwendung, Wärme). In der zweiten Studienphase (01.01.2013 bis 31.12.2013) wird der Anhaltsbogen evaluiert werden, indem die von niedergelassenen Pädiatern anhand des Anhaltsbogens vorgenommenen Angaben verglichen werden mit Angaben, die von geschulten Interviwern anhand eines im häuslichen Umfeld der teilnehmenden Familien durchgeführten Referenzinterviews vorgenommenen werden (n = 500).

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Studiendetails

Studienziel Evaluation des „Pädiatrischen Anhaltsbogens zur Einschätzung von psychosozialem Unterstützungsbedarf“. Die Studie soll dazu beitragen, dass unterstützungsbedürftige Familien mit kleinen Kindern von ihrem Kinderarzt als solche erkannt werden um ihnen auf dieser Basis frühzeitig Unterstützungsmöglichkeiten wie bspw. die Frühen Hilfen anbieten zu können.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Ausreichende Deutschkenntnisse der Eltern

Ausschlusskriterien

  • Schwere psychiatrische Erkrankung der Eltern

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Depression-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Das Ziel der vorliegenden Studie ist die Entwicklung und Evaluation eines zeitökonomisch durchführbaren Instruments für niedergelassene Pädiater zur Einschätzung psychosozialer Belastungen von Familien mit Kindern zwischen 0 und 1 Jahr. Eine internet-basierte Delphi-Strategie wurde verwendet um einen Konsens herzustellen über die Inhalte des Instruments. In einem iterativen Prozess bewerteten 41 Experten für Sozialpädiatrie, kindliche Entwicklung und psychosoziale Risikofaktoren die Relevanz und Praktikabilität von 100 Items. Nach der Erzielung eines Konsens über die Items, wurde ein Experten-Workshop (n = 21) durchgeführt um die hierarchische Struktur und das Design des Instruments zu diskutieren. Der pädiatrische Anhaltsbogen beinhaltet 13 Items. Die Items lassen sich in zwei hierarchische Gruppen unterteilen. Erstens, klinisch relevante Symptome: Regulationsstörungen auf der Seite des Kindes und Postpartale Depression auf Seiten der Hauptbezugsperson. Zweitens, psychosoziale Belastungen im engeren Sinne: Belastungen bezogen auf das Kind (Versorgung, Ernährung, Entwicklung/Verhalten), Belastungen bezogen auf die Hauptbezugsperson (starke Erschöpfung, Mangel an Unterstützung) und Belastungen bezogen auf die Eltern-Kind Interaktion (z.B. mangelnde Zuwendung, Wärme). Nun, in der zweiten Studienphase (1/1/2013 bis zum 31/12/2013), wird der pädiatrische Anhaltsbogen zur Einschätzung von psychosozialem Unterstützungsbedarf auf der Basis der Kalkulation von Sensitivitäts- und Spezifitätsschätzern evaluiert. Die Einschätzungen von niedergelassenen Pädiatern anhand der Verwendung des pädiatrischen Anhaltsbogens werden mit den Einschätzungen von trainierten Interviewern verglichen, die im häuslichen Umfeld der teilnehmenden Familien ein Referenz-Interview durchführen (n = 500).

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