Beschreibung der Studie

Der Bluthochdruck ist die häufigste internistische Erkrankung und kann unbehandelt zu weiteren Folgeerkrankungen führen. Mehrere Studien haben bis jetzt die zahlreichen positiven Ergebnisse des Ausdauertrainings bei der Senkung des Blutdruckes sowie auch bei der Kontrolle von anderen Risikofaktoren für eine kardiovaskuläre Krankheit gezeigt. Für Patienten/-innen mit Bluthochdruck wird eine regelmäßige körperliche Aktivität von ca. 30-45 Minuten an den meisten Tagen der Woche empfohlen. Neben dem Ausdauertraining wird von der Europäischen Bluthochdruckgesellschaft auch ein leichtes isometrisches- oder Krafttraining als eine ergänzende Maßnahme empfohlen. Bei dem Krafttraining kommt es wie auch beim Ausdauertraining zu einem vorübergehenden Anstieg des Blutdruckes, der aber sich nach der Übung normalisiert. Einige Untersuchungen aus den letzten Jahren weisen darauf hin, dass langfristig auch diese Art vom Sport zur Senkung des Blutdruckes führen kann, ohne ein Risiko für die Patienten zu bergen. Kleinere Untersuchungen aus der Vergangenheit geben Hinweise darauf, dass die Blutdrucksenkung durch dieses Training sogar ausgeprägter ist als die durch Ausdauertraining. In der Studie werden Patienten/innen mit arterielle Hypertonie eingeschlossen und in 3 Gruppen randomisiert. In der ersten Gruppe machen die Patienten aktives Handgrifftraining. In der 2ten Gruppe werden die Patienten Ausdauertraining machen. Die 3te Gruppe macht Placebo-Handgrifftraining. Bei den Patienten werden zum Beginn und Ende der Studie verschiedene Untersuchungen durchgeführt um die kardiovaskuläre Effekte vom aeroben und isometrischen Training zu vergleichen.

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Studiendetails

Studienziel Senkung des systolisches und diastolischen Blutdruckes bei der Praxis-Messung sowie auch bei der 24h-Langzeitblutruckmessung vor und nach der Intervention (12 Wochen).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 90
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung, Placebo
Finanzierungsquelle Charité Campus Benjamin Franklin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Vorhandensein einer Hypertonie unter medikamentösen Therapie oder ≥140/90 mmHg ohne antihypertensive Therapie. Ferner Gehfähigkeit, ausreichende sprachliche Kenntnisse zur unkomplizierten Verständigung, Volljährigkeit, Aufklärungs- und Geschäftsfähigkeit.

Ausschlusskriterien

  • Höhergradige periphere Verschlusskrankheit (> Stadium 1), ein höhergradiges Aortenvitium (> 1. Grades), eine hypertrophisch obstruktive Kardiomyopathie, eine höhergradige Herzinsuffizienz (> NYHA II), unkontrollierte Herzrhythmusstörungen, ein systolischer Ruheblutdruck ≥ 180 mmHg und/oder ein diastolischer Ruheblutdruck ≥ 110mmHg, Teilnahme an anderen klinischen Studien. Für die Anwendung des Handgriffgerätes werden zusätzlich Patienten mit fortgeschrittener Arthrose in den Händen oder akutem Medianuskompressionssyndrom ausgeschlossen.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Studie untersucht die kardiovaskulären Auswirkungen eines isometrischen Faustschlusstrainings gegenüber dem aeroben Training bei Patienten mit arterieller Hypertonie. Die arterielle Hypertonie ist die häufigste internistische Erkrankung. Das aerobe Training wird im Rahmen der Allgemeinmaßnahmen zur Therapie der Hypertonie empfohlen und zeigt in früheren Studien eine Senkung des Blutdruckes von 5-10mmHg. Das isometrische Training wurde in den letzten Leitlinien (ESC/ESH 2007) als Ergänzung zum aeroben Training empfohlen. Zunehmende Studien in den letzten Jahren weisen auf einen blutdrucksenkenden Effekt nach isometrischem Faustschlusstraining hin (bis 13.5/6.1mmHg systolisch/diastolisch). Durch die unkomplizierte Durchführung und den geringen Zeitaufwand wird beim Faustschlusstraining eine Therapie vermutet, die beim ähnlichen zum aeroben Training blutdrucksenkenden Effekt, mit einer besseren Patienten-Compliance einhergeht. Ein direkter Vergleich des kardiovaskulären Effektes vom aeroben Training und isometrischen Faustschlusstraining existiert bis jetzt nicht.

Quelle

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