Beschreibung der Studie

Die Studie dient dem Zweck den Einfluss von verschiedenen Befeuchtungstechniken auf die Schlagfrequenz von Flimmerschleimhautzellen der Luftröhre nach operativ angelegtem Zugang zur Luftröhre (Tracheotomie) zu untersuchen. Eingeschlossen werden können sowohl weibliche als auch männliche Patienten ab dem 18 Lebensjahr bei denen eine geplante Tracheotomie im Rahmen der Therapie einer Grunderkrankung ansteht. Nach der Anlage eines Luftröhrenschnittes (Tracheostoma) kann die Nase ihre Funktion als Befeuchter und Erwärmer der Atemluft nicht mehr wahrnehmen. Als Standard hat sich daher die Kaltluftbefeuchtung über eine vor das Tracheostoma gehaltene Maske etabliert, um Probleme, wie zum Beispiel Infektionen, Entzündungen oder Verborkungen der Luftröhre nach dem Luftröhrenschnitt zu minimieren. Eine Erwärmung der zugeführten Luft findet hierbei nicht statt. Auswirkungen auf die Flimmerfunktion der Schleimhautzellen in der Luftröhre sind daher zu befürchten. High-flow Warmluftbefeuchter wie das Airvo System der Firma Fisher & Paykel Healthcare sollen diesen Nachteil ausgleichen. Eine Überprüfung der klinischen Überlegenheit von Warmluftbefeuchtern in Bezug auf die Flimmerfunktion und Flimmerfrequenz erfolgte bisher nicht.

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Studiendetails

Studienziel Ziliäre Funktion gemessen anhand videodokumentierter Zilienschlagfrequenz, visual integrity index (VI) der Zilien in der Bürstenzytologie. (Messung wird an Tag 1,3,5,7,9,11,13 nach Tracheotomie durchgeführt)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Fisher & Paykel Healthcare

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • geplante Tracheotomie im Rahmen der Therapie einer Grunderkrankung

Ausschlusskriterien

  • Keine Einwilligung bezüglich der Studie,
  • Bekannte Zilienfunktionsstörung,
  • Patienten mit bereits in der Vergangenheit angelegtem Tracheostoma

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Nach Tracheotomie stehen verschiedene Möglichkeiten der Befeuchtung der Atemluft zur Verfügung. Etabliert hat sich die Kaltluftbefeuchtung über eine vor das Tracheostoma gehaltene Maske, um respiratorische Komplikationen zu minimieren. Eine Erwärmung der zugeführten Luft findet hierbei nicht statt. Auswirkungen auf die ziliäre Funktion sind daher zu befürchten. High flow Warmluftbefeuchter wie das Airvo System der Firma Fisher & Paykel Healthcare sollen diesen Nachteil ausgleichen. Eine Überprüfung der klinischen Überlegenheit von Warmluftbefeuchtern in Bezug auf die ziliäre Funktion erfolgte bisher nicht. Ex-vivo Untersuchungen bieten hier die Möglichkeit, den Einfluss dieser Befeuchtung auf die ziliäre Funktion zu untersuchen. Da die zilientragenden Zellen auch nach Entnahme aus der Trachealschleimhaut noch für einige Zeit vital sind, lassen sich derartige Einflüsse ohne große Beeinträchtigung des Patienten untersuchen. Den Probanden wird hierzu mehrfach ein Bürstenabstrich der zilientragenden Schleimhaut der Trachea über das Tracheostoma entnommen und die so gewonnenen Zellen werden in eine Nährlösung gegeben. Unter einem Mikroskop kann anschließend die ziliäre Funktion, nach Überprüfung auf ausreichend vitale Zellen, über die Schlagfrequenz (CBF) mithilfe einer digitalen Hochgeschwindigkeitskamera bestimmt werden. Zusätzlich werden mittels einer Zähl- und Auswerteliste sowie eines Fragebogens die notwendigen Interventionen am Tracheostoma wie Absaugungen, die Anzahl der Tracheitiden, sowie die subjektive Einschätzung der Beschwerden ermittelt.

Quelle

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